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21. März 2002
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Die SRG SSR (Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft) hat im Geschäftsjahr 2001 erstmals seit drei Jahren wieder Verluste erzielt. Der Unternehmensverlust betrug 18,3 Mio. Franken (12,5 Mio. Euro), nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn von 24,5 Mio. Franken (16,72 Mio. Euro) eingefahren wurde. Das seit 1998 erstmals wieder defizitäre Jahresergebnis sei in erster Linie auf deutlich gesunkene Werbeeinnahmen zurückzuführen, teilte die SRG mit. Trotz der eingeleiteten Kostensenkungsmassnahmen sind auch die Aussichten für 2002 wenig optimistisch.

Der Betriebsertrag sank im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Prozent auf 1,49 Mrd. Franken (1,02 Mrd. Euro), während der Betriebsaufwand um ein Prozent auf 1,51 Mrd. Franken (1,03 Mrd. Euro) anstieg. Den grössten Einbruch gab es beim Betriebsergebnis, das von plus 20,3 Mio. Franken (13,9 Mio. Euro) im Vorjahr auf minus 23,4 Mio. Franken (16 Mio. Euro) absank. Der Einnahmenausfall aufgrund der Gebührenbefreiung von Ergänzungsleistungsbezügern sei im abgelaufenen Jahr durch die Eidgenossenschaft kompensiert worden, hiess es weiter. Diese sollen zwar im laufenden Jahr partiell weitergezahlt werden, ab 2003 dann aber vollständig gestrichen werden. Aus diesem Grund hatte die SRG im November des Vorjahres eine Erhöhung der Radio- und Fernsehgebühren um fünf Prozent ab 2003 beantragt. Im Laufe des Jahres wurden im Zuge eines Restrukturierungsprogrammes zahlreiche Sendungen gestrichen und Personal abgebaut.

Die SRG SSR idée suisse als Stammhaus umfasst die Unternehmenseinheiten swissinfo Schweizer Radio International, Schweizer Fernsehen DRS, Schweizer Radio DRS, Radio e Televisiun Rumantscha, Télévision Suisse Romande, Radio Suisse Romande und Radiotelevisione svizzera di lingua italiana. Alle Unternehmenseinheiten erstellen ihren individuellen Jahresabschluss und Geschäftsbericht.
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