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1. Februar 2002
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Der Musikgigant BMG und RioPort, ein führender Application-Service-Provider im Musikbereich, haben einen Lizenz-Deal vereinbart, der laut eigenen Angaben erstmals mobile Geräte einschließt: Das Abkommen erlaubt es RioPort im Rahmen seines kostenpflichtigen Download-Services PulseOne rund 22.000 Titel aus den BMG-Archiven auch für Mobiltelefone, Set-Top-Boxen und tragbare Player anzubieten. Damit sei man derzeit das einzige Unternehmen, das sich ein Lizenz-Abkommen mit einem Musik-Major in diesem "entscheidenden Bereich" sichern konnte, heißt es dazu in einer Aussendung von RioPort. Abkommen mit weiteren Musikunternehmen sollen "in Kürze" folgen.


Der Launch von PulseOne ist für Ende März vorgesehen und soll mit Hilfe von Breitband- und Wireless-Service-Providern sowie Unterhaltungselektronik-Unternehmen über die Bühne gehen. Man habe sich früh entschlossen, den Online-Service erst zusammen mit anderen Bereichen wie mobilen Downloads zu starten, so RioPort-CEO Jim Long. Das Ziel sei ein umfassender, bedienungsfreundlicher Service mit einem breiten Musikangebot, der sämtliche Playback-Features einschließt.

Die Basis für den neuen Service von RioPort bildet die so genannte d2d (Direct-to-Device)-Technologie, die es erlaubt, Downloads auf Abspielgeräte zu übertragen und dabei gleichzeitig bestimmte Beschränkungen (Zahl der Downloads, Ablaufdatum) beim Content-Gebrauch einzuhalten.

Bisherige kommerzielle Musik-Download-Services wie das vor kurzem gestartete Portal Pressplay, das von Vivendi Universal und Sony betrieben wird, erlauben zwar zum Teil das Brennen eigener CDs. PulseOne geht aber als erste Musikbörse an den Start, die im Rahmen des Deals mit BMG auch die Übertragung von Musikstücken auf mobile Geräte erlaubt. Zu den Stars von BMG zählen unter anderem Christina Aquilera, Whitney Houston, Dido und Westlife. Im Online-Bereich verfügt RioPort darüber hinaus bereits über Abkommen mit sämtlichen Medienriesen: EMI, Warner, Sony und Universal.
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