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18. April 2002
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Silicon-Valley-Start-up Canesta stellt eine preiswerte Methode zur 3D-Bilderfassung vor, die ausgehend von Standbildfotografie in Echtzeit Objekte und deren Bewegung im Raum erkennt. Die Technik soll, so die Entwickler, in zahlreichen Produkten zur Anwendung kommen, angefangen bei Handys, PDAs und Videospielen, über Autos und Sicherheitssysteme bis hin zu medizinischen Instrumenten. Kern der Technologie sind ein Bildsensor und eine Software, die das Bildmaterial auswertet. Bis zu 50 3D-Bilder pro Sekunde sollen auf diese Weise verarbeitet werden können.

Das vor drei Jahren gegründete Unternehmen sieht drei grosse Anwendungsbereiche ihrer inzwischen patentierten Technologie. Die Navigation im Raum soll Maschinen, Autos oder Robotern eine bessere Orientierung in und Reaktion auf ihre Umwelt ermöglichen. In der Kategorie Identifikation und Katalogisierung denkt das Unternehmen an Raumüberwachungssysteme für Kinderzimmer wie auch etwa an Flughäfen. In Sachen Mensch-Computer-Interaktion hat Canesta die Vision von Computerspielen oder Anwendungen, die durch Bewegungen und Gesten der Spieler gesteuert werden.

Die neue 3D-Sensortechnik ist nach Worten der Entwickler weitaus weniger komplex als bisherige Verfahren mit mehreren Kameras an verschiedenen Positionen im Raum. Die Platz- und Kostenersparnis mache das Verfahren auch für konsumorientierte Produkte interessant. Das Unternehmen spricht von einem regen Interesse zahlreicher Hersteller. In diesem Jahr sollen erste konkrete Projekte im Bereich Personal Electronics beschlossen werden. Bisher wurden 20 Mio. Dollar in das Unternehmen investiert, das derzeit 35 Mitarbeiter beschäftigt.
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