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15. September 2002
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Die Playstation3 wird 2005 erscheinen. Sony, der japanische Konzern für Unterhaltungselektronik, hat damit begonnen, mit den Spieleherstellern erste Spezifikationen zu besprechen, berichtet die britische Tageszeitung "Financal Times". Bisher hatte der Hersteller sich zeitlich nicht festgelegt, sondern nur Rahmenbedingungen wie die Fertigstellung des Cell-Prozessors und ein Wachstum bei den Breitbandnutzern in Japan als Voraussetzung für den Produktstart genannt. Ein Topmanager bei einem führenden US-Spieleentwickler sieht laut dem Bericht grosse Schwierigkeiten bei der Entwicklung von Anwendungen und Spielen auf die Branche zukommen, die zu einer starken Konsolidierungswelle führen werden. Der Preis für das Gerät soll unter 400 Dollar liegen.

Die Rechenleistung des Geräts soll um das Tausendfache ansteigen - Insider gehen von einem Teraflop aus. Die Super-CPU "Cell" wird gegenwärtig von IBM, Sony und Toshiba entwickelt. Auch bei der Hardwareausstattung für Grafik und Video will der Hersteller kräftig zulegen. Vor allem kleinere Spiele-Hersteller dürften Probleme bekommen, die Mittel für die Entwicklung von Software aufzubringen, die solch hohe Hardwareleistungen auch wirklich ausnutzen kann. Schon jetzt sind äusserst hohe Investitionen erforderlich, da neben der reinen Programmierung auch aufwändige Videoszenen und Soundtracks zum Standard eines jeden Produkts gehören.

Die Konkurrenten Microsoft und Nintendo müssen sich dabei dem Zeitdiktat von Sony beugen. Der Redmonder Konzern will seine Xbox 2 gleichzeitig mit der neuen Playstation auf den Markt bringen, um im Kampf um Marktanteile mithalten zu können. Bis heute wurden 22 Mio. Stück von Sonys aktuellem Gerät verkauft, acht mal mehr als die Produkte der Konkurrenten. Die Version 3 der Playstation soll ausserdem als medialer Mittelpunkt des Wohnzimmers konzipiert werden - eine direkte Kampfansage an Microsofts Endnutzer-Strategie.
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