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27. Januar 2002
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Nokia hat im Geschäftsjahr 2001 zwar um 40 Prozent weniger Gewinne geschrieben als im Jahr davor, bleibt aber im Gegensatz zur Konkurrenz in soliden, schwarzen Zahlen. Die Nummer-eins-Position am Handymarkt konnte weiter ausgebaut werden. Nach eigenen Angaben erhöhte sich der weltweite Marktanteil in den vergangenen vier Jahren von 19 Prozent auf 37 Prozent. Der operative Gewinn sank um 42 Prozent von 5,78 auf 3,36 Mrd. Euro und der Nettogewinn verringerte sich um 44 Prozent auf 2,20 Mrd. Euro, während der Umsatz um drei Prozent von 30,38 auf 31,19 Mrd. verbessert werden konnte, teilt das Unternehmen mit. Mit diesen Zahlen und einem operativen Cash-Flow von 6,5 Mrd. Euro starte das Unternehmen von einer stärkeren strategischen Position als je zuvor ins Jahr 2002, erklärte Nokia-Chef Jorma Ollila.

Die Netzwerk-Sparte des Unternehmens musste Federn lassen, indem der Jahresumsatz um zwei Prozent auf 7,53 Mrd. Euro sank und sich das operative Ergebnis von plus 1,36 Mrd. Euro auf 73 Mio. Euro ins Minus drehte. Die Mobiltelefonsparte entwickelte sich dagegen erfolgreich: Der Umsatz konnte um sechs Prozent auf 23,16 Mrd. Euro angehoben werden und der operative Gewinn verringerte sich um sieben Prozent auf 4,52 Mio. Euro nur geringfügig. Im vierten Quartal legte die Handysparte gegenüber dem Vorjahreszeitraum sogar um zwei Prozent zu. Dementsprechend zeigte sich Ollila mit der Entwicklung des vierten Quartals sehr zufrieden. Der Gesamtumsatz ging hier allerdings um fünf Prozent auf 8,79 Mio. Euro zurück und der Nettogewinn schrumpfte um 63 Prozent auf 450 Mio. Euro - jeweils aufgrund der rückläufigen Zahlen der Netzwerksparte.

Mit diesen Zahlen hebt sich Nokia deutlich von Konkurrenten wie Motorola ab, die mit zum Teil hohen Verlusten kämpfen. Der Kurs der an der Börse Helsinki notierten Aktie schnellte nach Bekanntgabe der Geschäftszahlen um knapp zehn Prozent in die Höhe. Dies hatte auch einen positiven Einfluss auf andere Börsen.
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