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6. August 2002
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Die drei US-Kongressabgeordneten Jay Inslee, Rick Boucher und George Nethercutt haben einen neuen Gesetzesentwurf zur Regelung der Rahmenbestimmungen für Webradios eingebracht. Die neue Initiative sieht vor, dass kleine Webradios von der 0,07-Cent-Gebühr pro Song und pro Hörer ausgenommen werden, berichtet das Branchenportal Cnet. Im so genannten "Internet Radio Fairness Act" werden Internet-Radios mit einem Jahresumsatz von weniger als sechs Mio. Dollar von der Gebühr befreit. Der Grossteil der nicht-kommerziellen Online-Radiostationen könnte unter diesen Voraussetzungen weiter senden.

"Kleinen Webradio-Stationen wird mit der Entscheidung eine zu schwere Last aufgebürdet", erklärt der Abgeordnete zum Repräsentantenhaus und Mitinitiator, Jay Inslee. Er spricht damit die im Juni gefällte Entscheidung des US-Kongresses an, die ab Oktober von Webradios eine Gebühr von 0,07 US-Cent pro Song und pro Hörer verlangt. Die Entscheidung hatte in der Webradio-Community Endzeitstimmung ausgelöst, weil sie das Aus für die überwiegende Mehrheit der Radiostationen im Internet bedeutet hätte. Vielfach wurde kritisiert, durch das Gesetz werde das vielfältige Angebot im Internet zugunsten einiger großer Stationen ausradiert. Die neue Initiative wurde daher von den Vertretern der Webradio-Szene in den USA begrüsst. Die Zukunft des Gesetzesentwurfs ist aber ungewiss. Es ist unwahrscheinlich, dass er noch in diesem Jahr behandelt wird, weil der Kongress nur noch fünf Wochen arbeitet. Das ursprünglich beschlossene Gesetz tritt aber bereits im Oktober in Kraft.
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