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23. November 2002
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Die Musikindustrie will CDs mit einer zusätzlichen Software versehen, die Musikfans mit dem Web vernetzt. Bandlink CD Intelligence Software bietet dem Internetuser an, die Musik-CD als elektronischen Schlüssel zu benutzen um über das Internet Songs zu hören und andere bandspezifische Angebote abzurufen. Bisher war das Angebot einer CD auf ihre Musiktitel beschränkt. Mit diesen erweiterten Web-Services soll die CD an Attraktivität dazugewinnen und mehr Kunden zum Musikhören über den PC angeregt werden. Weiters erhofft sich die Musikindustrie eine Abnahme der kostenlosen Downloads von Musiktiteln zu erreichen, berichtete die Los Angeles Times.

Bandlink soll eine direkte und andauernde Verbindung zwischen Musikern und Fans herstellen. Weiters können Marketingstrategien durch das Softwareprogramm festgelegt werden. So gewinnen Künstler mehr Rückschlüsse darüber, welche ihrer Songs am häufigsten gespielt werden und falls sich Internetuser registrieren lassen, kann festgestellt werden, wo die meisten CDs verkauft wurden. Die Entrüstung zahlreicher User in diversen Web-Foren dürfte diese Form der Marktüberwachung kaum beilegen. Die Labels versichern jedoch, dass die Privatsphäre der Kunden nicht berührt werde.

Laut einer Umfrage des Billboard-Magazins sprachen sich 60 Prozent von 5000 Befragten Internetusern für das erweiterte Angebot auf einer Musik-CD aus, während die übrigen 40 Prozent durch zusätzliche Web-Services nicht zum Kauf einer CD angeregt werden. Die Musikbranche bietet bereits CDs von Santana, Bon Jovi, Tori Amos und Jennifer Lopez mit diesem erweiterten Web-Angebot an.
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