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27. Februar 2002
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Das Hollywood-Studio MGM will ein neues System für das Anbieten von Kinofilmen im Internet erproben: Im Rahmen einer Allianz mit dem Filmportal CinemaNow sollen sich die User Filme von MGM gegen eine Gebühr auf ihre Festplatte herunterladen dürfen, berichtete BBC. Vorläufig bietet der Studiogigant aber nur zwei Filme über CinemaNow an.

Die Bereitschaft, Software-Piraterie zu riskieren, werde als ein Indiz dafür gesehen, dass MGM eine Vorreiterrolle bei Direct-to-Customer-Systemen für Hollywood-Filme spielen wolle, heißt es bei BBC. Derzeit stellt MGM den Mantel-und-Degen-Film "The Man in the Iron Mask" mit Leonardo DiCaprio von 1998 sowie die Gauner-Komödie "What´s the Worst That Could Happen" mit Danny DeVito von 2001 über CinemaNow zum Download zur Verfügung. Die Gebühren hängen vom Wohnort und dem Provider der User ab, betragen aber mindestens 2,99 Dollar (3,43 Euro).

MGM will darüber hinaus laut eigenen Angaben weiterhin an dem Filmportal Movielink, einem Gemeinschaftsprojekt mit vier anderen Hollywood-Studios, festhalten. CinemaNow befindet sich in mehrheitlichem Besitz der kanadischen Lions Gate Entertainment Corp, daneben sind auch Microsoft und Blockbuster als Partner beteiligt.

Analysten beurteilen den Direct-to-Consumer-Markt für Kinofilme derzeit noch skeptisch. So schätzt das Marktforschungsinstitut GartnerG2, dass auch noch im Jahr 2005 nur rund zwei Prozent der Umsätze von Spielfilmen aus On-Demand-Services im Internet kommen werden.
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