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26. Februar 2004
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Den Chinesen ist es schon lange ein Dorn im Auge, dass man für die Herstellung von DVDs und DVD-Geräten den Patentinhabern Lizenzen zahlen muss. Daher haben sie ihr eigenes Konkurrenzformat mit dem Namen EVD entwickelt.

Ein Export ist nicht geplant, hingegen hofft man, dass Hollywood Filme für den chinesischen Inlandmarkt auf EVD lizenzieren wird, um der Piraterie entgegenzuwirken. Immerhin sind die überwältigende Mehrheit der in China angebotenen DVDs heute Raubkopien.

Aber auch in Taiwan regt sich aktiver Widerstand gegen die DVD-Lizenzgebühren, von denen man sich gegängelt fühlt.

Ein taiwanesisches Industriekonsortium hat ein weiteres Konkurrenzformat entwickelt, das FVD (Finalized Versatile Disc) genannt wird. Dieses Format wird massiv von Microsoft unterstützt, denn Microsoft erhofft sich dadurch eine breite Einführung von WMV9/WMA/9.

Allerdings haben die federführenden "Computer and Communications Research Laboratories" von Taiwan soeben eine weitreichende Technologie- und Entwicklungszusammenarbeit mit DivX Networks für deren MPEG 4 basierende DivX Codecs bekannt gegeben, was einen massiven Dämpfer für Microsoft's Hoffnungen darstellt.

Wann man einen ersten Prototypen sehen wird und ob dieses Projekt Erfolg haben kann, ist derzeit völlig offen.
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