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10. Januar 2002
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Internetportale wie Yahoo , MSN und AOL werden bis Ende 2002 zu den bedeutendsten Anlaufstellen für Online Musik in Europa werden. Das ist das Ergebnis einer Studie "Schlüsselfaktoren 2002 im europäischen Internet" des Online-Marktforschungsinstitutes Jupiter MMXI . Die großen Plattenlables werden sich nach der Einschätzung der Autoren auf die USA konzentrieren. Das schaffe Wachstumsmöglichkeiten für europäische Unternehmen wie Vitaminic und OD2.

Die nächste Generation der Napster-Nachahmer wird laut Studie zwar weiterhin sehr populär sein, sich jedoch mit konkurrierenden neuen Technologien seitens der Plattenindustrie konfrontiert sehen. Diese werde sich nicht mehr nur darauf konzentrieren, den illegalen Austausch von Musikdateien gerichtlich zu bekämpfen. In Europa gibt die Studie den Portalen, die vermehrt für Musikangebote werben, gute Wachstumschancen. Vor allem Tiscali, OD2 und bekannte Portale wie Yahoo, MSN und AOL werden in diesem Zusammenhang genannt. "In einem schwierigen Jahr für die Internetbranche wurde 'Gewinn' zum Schlüsselwort. Kostenpflichtige Inhalte, Online-Spiele, Auktionen und Outsourcing als Möglichkeit zur Steigerung von Umsatz und Kosteneffizienz waren die Themen 2001", so Mark Mulligan, Analyst von Jupiter MMXI. Für 2002 rechnet er damit, dass Technologie eine entscheidende Rolle spielen wird.

Veränderungen auf den Gebieten Breitband, digitales Fernsehen und Online-Musik werden den Markt 2002 dominieren. Die Anzahl der Breitband-Haushalte werde sich in Europa verdoppeln. Das größte Wachstum erwartet Jupiter XXMI in Großbritannien und Italien, wo sich die Haushalte mit Breitbandzugang verdreifachen werden. Schweden und Belgien führen das Feld mit 18 bzw. zwölf Prozent der Gesamtbevölkerung an. Österreich und die Niederlande liegen mit jeweils zehn Prozent nur knapp dahinter. In Gesamteuropa wird Breitbandinternet die kritische Verbreitungsschwelle von 15 Prozent nicht vor 2006 erreichen.

Digitales Fernsehen werden bis Ende 2002 fast 25 Prozent aller europäischen Haushalte besitzen. Großbritannien wird laut Studie mit 50 Prozent der weltweite Spitzenreiter sein. In Südeuropa verläuft das Wachstum langsamer. Weniger als 20 Prozent der Haushalte werden Ende 2002 digital fernsehen.
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