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3. Mai 2001
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IBM hat eine schnellere Methode für die Ausrichtung von Flüssigkristallen in Flachbildschirmen vorgestellt. Mit dem "Atomic Beam Alignment" werden die Kristalle berührungslos ausgerichtet. Ohne die Ausrichtung der Kristalle ist ein Bildschirm nutzlos. Da mit der Methode ein Arbeitsschritt entfällt, können so die Herstellungskosten für Flachbildschirme gesenkt werden.

Für das Atomic Beam Alignment benutzt IBM eine dünne diamantähnliche Kohlenstoffschicht, die mit einer Ionen-Kanone beschossen wird. Dadurch werden einzelne Atome aus der Oberfläche verdrängt. Die stabförmigen Flüssigkristall-Moleküle heften sich mit einem Ende an die freigelegten Kohlenstoff-Atome und richten sich damit einheitlich aus.

Bisher benutzten die Hersteller von Flachbildschirmen eine Methode, die seit 95 Jahren bekannt ist. Sie reiben bei der Bildschirmproduktion eine Polymere-Substrat-Schicht, in der die Flüssigkristalle liegen, mit Samt ab, wodurch sich die Kristalle ausrichten. Allerdings wird der Prozess noch immer nicht vollständig verstanden, weswegen es schwierig ist, die Methode zu verbessern. IBM beabsichtigt Atomic Beam Alignment bis Ende des Jahres zur Serienreife zu bringen. Zusätzlich will der Computergigant die Technologie an andere Bildschirmhersteller lizensieren.
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