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14. März 2002
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Das Münchner Unternehmen KirchMedia des deutschen Medienzaren Leo Kirch wendet sich in seinem Kampf um die finanzielle Rettung des Konzerns an die großen Hollywood-Studios. KirchMedia hat seine Gläubigerbanken von dem Vorhaben in Kenntnis gesetzt, US-Filmstudios an dem defizitären Pay TV-Sender Premiere zu beteiligen. Die täglich rund zwei Mio. Euro Verluste bei Premiere tragen wesentlich zur finanziellen Misere der KirchGruppe bei.

KirchMedia sei demnach in intensiven Verhandlungen mit US-Studios. Genannt wurden die beiden Hollywood-Größen Disney und Columbia Tristar. Premiere hat mit zahlreichen Filmstudios kostspielige Verträge abgeschlossen, die teilweise immer noch in Kraft sind. Aufgrund der unter den Erwartungen gebliebenen Abonnentenentwicklung des Pay TV-Senders kommen diese Vereinbarungen nun zu teuer. Premiere-Chef Kofler will die vereinbarten Gebühren deutlich senken. Im Gegenzug werde den Studios eine Kapitalbeteiligung angeboten, die pro Studio ein Prozent betragen soll. Bei einer günstigen Entwicklung des Senders könnten diese Anteile rasch an Wert gewinnen, so die Argumentation von KirchMedia.
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