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17. März 2002
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Mit Einspielergebnissen von rund 8,41 Mrd. Dollar ist das Jahr 2001 für Hollywood das kommerziell erfolgreichste Jahr der Filmgeschichte gewesen. 20 Filme spielten dabei jeweils mehr als 100 Mio. Dollar ein, fünf Filme übertrafen sogar die Marke von 200 Mio. Dollar. Dies erklärte der Präsident der Motion Picture Association of America (MPAA), Jack Valenti, im Rahmen der jährlichen Filmindustriemesse ShoWest in Las Vegas. Im Jahr 2000 hatten die amerikanischen Filmstudios rund 7,7 Mrd. Dollar eingenommen.

Manche hätten befürchtet, dass die Kinos nach den Attacken vom 11. September bald leer bleiben würden. Das sei nicht passiert: "Ins Kino zu gehen ist das amerikanische Gegenmittel gegen die Ängste des Alltags", so Valenti. Die Zahl der Kinobesucher ist 2001 gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent auf 1,5 Mrd. angestiegen. Verglichen mit Anfang der 90-er Jahre konnten die Kinos sogar einen Besucherzuwachs von 30 Prozent verzeichnen. Insgesamt war 2001 beim Verkauf von Kinokarten laut Valenti das erfolgreichste Jahr seit 1959.

Die Auswertung von Spielfilmen auf DVD und Video scheint dabei in keinem Gegensatz mit dem Kinobesuch zu stehen: Rund die Hälfte der amerikanischen Filmfans, die sich DVDs anschauen und rund 38 Prozent jener, die zur Videokassette greifen, gehören laut den MPAA-Zahlen auch zu den "regelmäßigen" (mehr als 12 Kinobesuche pro Jahr) oder "gelegentlichen" (zwei bis elf Kinobesuche pro Jahr) Kinogehern. Diese beiden Gruppen bilden rund 60 Prozent der Kinogeher in den USA, wobei die "regelmäßigen" Kinogeher für rund 82 Prozent der verkauften Eintrittskarten verantwortlich zeichnen.

Die durchschnittlichen Gesamtkosten für Hollywood-Filme sind 2001 um 3,4 Mio. Dollar bzw. vier Prozent auf 78,71 Mio. Dollar gesunken. Erhöhte Ausgaben für Filmkopien und Werbemaßnahmen, die von 27,31 auf 31,01 Mio. Dollar stiegen, wurden dabei durch um 13 Prozent von 54,8 auf 47,7 Mio. Dollar gesenkte Produktionskosten kompensiert. Kassenerfolge für das laufende Jahr erwartet sich Hollywood unter anderem von den Fortsetzungen von "Men In Black", "Herr der Ringe", "Harry Potter" sowie einem neuen "James Bond"-Film.
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