Der Rs451 soll laut HiFi Rose zwei Welten zusammenbringen: als Streamer für die klassische HiFi-Anlage mit Frontlautsprechern und – dank des integrierten Kopfhörerverstärkers – für die stetig wachsende Zahl von Hörern, die Musik bevorzugt über Kopfhörer geniessen. Die Kopfhörersektion ist eigenständig aufgebaut. Vier Verstärker-ICs arbeiten pro Kanal parallel und sind darauf ausgelegt, auch hochohmige Modelle wie Magnetostaten mühelos anzutreiben.
Die Bedienung erfolgt wahlweise über ein grosses Touch-Display an der Front oder über Apps. Damit lässt sich die Musiksammlung komfortabel durchsuchen, unabhängig davon, ob die Inhalte aus dem Heimnetzwerk, von einer eingebauten Festplatte, von USB-Speichern oder aus Streamingdiensten stammen. Das Gerät richtet sich damit sowohl an Nutzer mit eigener Sammlung als auch an reine Abonnenten von Musikdiensten.
Der Player versteht sich auf gängige Übertragungsstandards wie AirPlay, Roon ready oder Spotify Connect und kann über LAN direkt ins Heimnetz eingebunden werden. Wer drahtlos hören möchte, nutzt Bluetooth oder rüstet WLAN über einen Adapter nach. Für klassische Geräte stehen analoge und digitale Ein- und Ausgänge bereit, ebenso ein HDMI-Anschluss für die Verbindung mit Fernseher oder AV-Anlage. Damit eignet er sich nicht nur als Musikquelle im Wohnzimmer, sondern auch als zentrale Schaltstelle inklusive des Fernsehertons.
Als DAC-Kern kommt ein 32-Bit-Baustein der ESS-HyperStream-Familie zum Einsatz, der PCM bis 768 kHz und DSD512 verarbeiten soll. Sieben digitale Filter stehen bereit; intern werden je Stereo-Kanal vier DAC-Kanäle gebündelt, um den Rauschabstand zu verbessern.
Die Stromversorgung übernimmt ein toroides Linearnetzteil mit thermischer Sicherung. Der Hersteller nennt 0,5 W im Standby, 5 W im Leerlauf und 20 W im Betrieb. Das Gehäuse kombiniert Aluminium, rostfreien Stahl und ABS. Die Abmessungen betragen 430 × 337 × 92 mm bei rund 7 kg; Silber und Schwarz stehen als Finish zur Wahl.
Das Gehäuse ist kompakt genug für das Lowboard. Mit integriertem Netzteil und solider Bauweise. So richtet sich der Rs451 an Nutzer, die ein All-in-One-Gerät für vielfältige Einsatzbereiche suchen – von langen Streaming-Sessions über den Betrieb an Aktivlautsprechern bis hin zu abendlichen Kopfhörerrunden. Er dient sowohl als Vorstufe als auch als Kopfhörerverstärker. Das Gehäuse ist kompakt genug für den Schreibtisch, macht sich aber auch im HiFi-Rack nicht verloren. Der Rs451 vereint Vorstufe, Kopfhörer und Netzwerkfunktionen auf Premium-Niveau in einem Gehäuse. Der Preis in der Schweiz liegt bei 2999 Franken.
"Recorded live at the Concertgebouw, Amsterdam January 2003" steht auf dem booklet dieser Hybrid SACD. Was man unter "Live Recording" versteht, ist jedoch nicht einfach zu verstehen, denn es fehlen Publikumsgeräusche wie Räuspern, Husten und Klatschen..Das audiophile Label PentaTone Classics wurde von Mitglieder des ehemaligen Philips Classic Recording Centers mit dem Ziel gegründet, hervorragende Aufnahmen vor Ort in Konzertsälen, Kirchen und Auditorien in aller Welt zu realisieren. Das Equipment ist zum grossen Teil selbstgebaut, die Aufnahmen natürlich DSD-reinsten Grades.
Nach so viel Vorschusslorbeeren interessiert aber Klang und die Interpretation.
Faszinierend ist die Weiträumigkeit welche diese Aufnahme ausstrahlt. Das Sinfonieorchester wird virtuell in seiner ganzen Grösse in meinen relativ kleinen Abhörraum verfrachtet.
Die Dynamik ist hoch, manchmal fast zu hoch. Beim Abhören in mittlerer Lautstärke verschwinden Pianissimo-Passagen im Umweltlärm. Hört man in sogeannt "hifi-gerechter" Lautstärke, so tönt‘s absolut phantastisch. Wohl dem, der Aufdrehen kann ohne die Nachbarn zu Verzweiflungstaten zu treiben.
Herrlich sind auch die Klangfarben der Streicher. Dies gelingt der CD nicht ganz und nur eine hochauflösende SACD mit ihrer formidablen "analogähnlichen" DSD-Technik – oder aber auch eine erstklassige DVD-Audio mit 96/24-Auflösung - bringen bei Streichern alle Feinheiten ohne die sogenannt "digitalen Härten".
Interpertiert werden die Werke absolut meisterhaft vom "Netherlands Philharmonic Orchestra Amsterdam" unter der Leitung von Yakov Kreizberg. Die Sinfonie No. 9 "New World", entführt den Hörer in eine "neue Raumklangwelt" und auch die Ouverture "Rome und Julia" von Tchaikovsky kann sich hören lassen.
Alles in allem eine erstklassige, audophile SACD, die sehr geeignet ist, die Vorteile der mehrkanalgen SACD zu demonstrieren.

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