21. August 2018 | seit 1999
MUSIKREZENSION
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Publikationsdatum
24. August 2002
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Nicht nur für Liebhaber von Sakral- und Renaissancemusik empfiehlt sich diese wegweisende Mehrkanalaufnahme, die eindrücklich aufzeigt, welchen Quantensprung man mit hochauflösender Surroundtechnik erzielen kann.
Die holländische Bach-Gesellschaft zelebriert zusammen mit den Solisten der Capelle Figuralis ein atemberaubendes Fest der Sinne, aufgenommen in der Waalse Kirche in Amsterdam. Glockenklare Stimmen, herrlich intoniert und plastisch umrissen im virtuellen Raum abgebildet, interpretieren - teilweise von alten Instrumenten (Orgel, Cembalo, Laute, Cello und Violincello) unterstützt, teils a capella – Madrigale und weltliche Gesänge des 17. Jahrhunderts.
Die begehrten Schauder, die einem sonst bei Musikwiedergabe allzu selten über den Rücken laufen, bekommt man hier zuhauf geliefert. Die superbe DSD-Aufnehmetechnik arbeitete mit hochwertigstem Equipment wie DCS-Wandlern und erzielt eine räumliche Transparenz und Leibhaftigkeit, wie man sie bisher selten gehört hat.
Auch die Dynamik ist exzellent und verlangt dem Mehrkanalverstärker und den Lautsprechern einiges ab. Am schönsten aber ist, dass sowohl Interpretation wie Technik auf dem gleichen hohen Niveau liegen. Für mich eine der besten Aufnahmen nicht nur dieses Jahres!
STECKBRIEF
Albumtitel:
Love&Lament
Komponist:
Div.
Label:
Channel Classisc
Jahr:
2001
Bestellnummer:
CCS SA 17002
Tonformat:
Hybrid SACD Multichannel
Medium:
SACD
Musikwertung:
10
Klangwertung:
10
Preis:
50
Bezugsquellen
Wettbewerb