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Publikationsdatum
25. Februar 2004
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Sony hat sich mit ihrer legendären Trinitron-Technologie einen ausgezeichneten Namen geschaffen. Doch das war damals, zu Zeiten der korpulenten Röhren-TVs. Heute sind Flat-Panel-TVs Trumpf.

Auf den Lorbeeren ausruhen ist nicht Sonys Style. So will Sony auch im Flat-TV-Zeitalter ganz vorne mit dabei sein und mit der Wega Engine eine Position als Technologieführer in Sachen realitätsnahem Bild erkämpfen. Festzuhalten ist, dass Sony vor kurzem eine Kooperation mit Samsung in der Panel-Entwicklung und der Herstellung eingegangen ist. Der Zaubertrank zur Belebung der Panels wird jedoch zu 100% in der Sony Küche gebraut.

Gebaut werden die Flat-Panel-TVs in Barcelona. Damit sind sie mehrheitlich europäische Produkte. Wenn immer möglich, kauft man Einzelteile aus nahegelegenen Firmen hinzu. Aus Fernost werden nur in Ausnahmefällen Komponenten bestellt.

Der neue Bildmotor: Wega Engine

Die Wega Engine ist eine intelligente Bildverbesserungstechnologie von Sony. Dieser "elektronische Motor" spornt LCD- und Plasma–Panels zu Höchstleistungen an. Laut Sony soll der Cineast ein realitätsgetreues TV-Bild wie nie zuvor erhalten.

Sony stellt fest, dass die Bildqualität nicht mehr wie früher weitgehend von der Hardware - also der Bildröhre etc - bestimmt wird, sondern zu rund 70 % von der Software. Hier will sich Sony in Sachen Technologie eine absolute Spitzenposition erkämpfen.

Wie arbeitet die Wega Engine?

Vier aufeinander abgestimmte Signalverarbeitungsprozesse ergeben eine hervorragende Bildqualität
Welche Parameter gilt es, für ein möglichst realitätsnahes Bild zu beachten? Es sind dies: natürliche Farben, Helligkeit, Klarheit, Auflösung, Schärfe und Kontrast.

Drei Parameter aber liegen deutlich im Vordergrund: Klarheit, schärfere Details und natürlichere Farben.

Die verbesserte Klarheit erzielt Sony durch einen 3D Digital-Kammfilter. Hier wird auch die nachfolgende Bildinformation mit einbezogen. Weiter erfolgt eine optimale Separierung von Farb- und SW-Signalen und eine effiziente Reduktion des Rauschens.

Um schärfere Details zu erzielen, verwendet Sony einen neuen Prozess, der sich Digital Reality Creation (DRC) nennt.

Dieser produziert ein hochauflösendes Bild aus Originalsignalen und erhöht im Endeffekt den optischen Eindruck der Tiefenschärfe. Zudem bewirkt er eine Verdoppelung der Anzahl der Linien und Pixel.

Natürliche Farben erzielt man mit einem 14 bit Panel-Driver, welcher feinere Farbabstufungen und damit realistischere, natürlichere Farben bewirkt.
Aufschlussreicher Bildvergleich zur internationalen Konkurrenz

Der Vergleich

In Malaga war es möglich, die brandneuen LCD-TVs von Sony mit handelsüblichen Konkurrenzprodukten zu vergleichen.

Dazu ist zu bemerken, dass alle Panels "interlaced", also mit konventioneller Halbbild-Ansteuerung betrieben wurden, da gewisse Konkurrenzprodukte noch nicht über die mit Vollbildern arbeitende Progressive-Ansteuerung verfügten.

Zudem hatten die brandneuen Sony-Geräte einen Generationsvorsprung, und keiner der Konkurrenten konnte seinen Flach-TV durch einen eigenen Techniker optimal einstellen.

Sicher hatte Sony die Konkurrenzprodukte nach bestem Wissen und Gewissen einjustiert. Als Quelle dienten Sony DVD-Player der Topklasse mit einer Sony Demo-DVD.

Die Unterschiede waren für alle frappant: Die mit der Sony Wega Engine befeuerten Panels zeigten klar natürlichere Farben, deutlich mehr Details, besseren Kontrast und höhere Klarheit.

Zukunftsmusik

Bückling vor einer neuen TV-Welt: 155 cm grosser Plasma mit Wega Engine Technologie. Bildquelle: Blue Ray Disc mit HDTV-Auflösung.
Der absolute Reisser war der rund 40'000 Franken schwere KE-P61MRX1 Plasma Fernseher mit einem 155 cm-Bildschirm. Er bezog seine Bildinformation vom in Japan erhältlichen Sony Blue Ray Disc Recorder BDZ-S77.

Hier glaubte man tatsächlich, wie durch ein Fenster in die Realität zu blicken: Keine sichtbaren Zeilen, kein Rauschen, unglaubliche Schärfe und natürliche Brillanz zeigten, was uns die Zukunft noch bescheren wird.

Umfassendes Line Up an Flat-TVs

Sony kann ab sofort mit einem brandneuen Flat-TV Line-Up aufwarten.

Mit den Modellen der MRX1-Serie erfüllt Sony die High-End-Ansprüche. Die neuen Modelle kommen als 32- und 42-Zoll-LCD-TV und als 42-, 50- und 61 Zoll-Plasma im April 2004 auf den Markt.

Via Memory Stick-Slot kann der Anwender seine Digitalfotos direkt auf dem Bildschirm betrachten. Damit aber noch nicht genug: Dank der "Mobile Movie-Funktion" lassen sich auf einem 128 MB Memory Stick bis zu 2 Stunden Fernsehprogramm im extrem stark komprimierten Quick Time-Format mit Mini-Bild aufnehmen. Diese Daten können dann auf bestimmten Clié Organizern abgespielt werden.

In der "Aufsteiger-Klasse" werden grossformatige XS1-Modelle von 94 cm bis 107 cm angeboten.

Den "Einsteigerbereich" bedient die M-Serie mit zwei Modellen mit Bildschirmgrössen von 82 und 107 cm.

Die Personal-Reihe startet mit zwei Modellen, dem 54 cm-TV KLV-21SG2 und dem 66 cm-Modell KLV-26HG2.

MiniDisc goes PC

Glanzvolle und wohlklingende Einführung der Hi-MD mit Live-Musik
Auch wenn die MiniDisc bisher nicht den grossen, durchschlagenden Erfolg, den sich die Promoter erwünscht hatten, geschafft hat, so ist sie doch für viele aktive Leute unentbehrlich geworden. Ein Achtungserfolg erzielte sie mit bisher 1,1 Milliarden MiniDiscs und 80 Millionen kompatiblen Produkten allemal.

So wird sie von unzähligen Amateur- und Profimusikern benutzt, um Übungsstunden, musikalische Ideen, Proben, ja sogar aufgrund ihrer sehr guten Klangqualität Konzerte aufzunehmen.

Als Sprachaufnahmegerät hat sie sich bei Journalisten und im Geschäftsleben bewährt.

Das vierte Element

Die Hi-MD besitzt eine Kapazität von 1 GB und ist voll datentauglich.
Musik, Sprache und MiniDisc waren also drei unzertrennliche Begriffe geworden. Nun kommt ein vierter mit Namen "PC" dazu und macht die MiniDisc um ein Vielfaches attraktiver: Die neue Version der MiniDisc heisst Hi-MD und kann neben ihren bisherigen Anwendungen nun auch beliebige Daten ab Computer speichern.

Ein Hi-MD-Gerät kann also wie ein ZIP- oder Superdisc Laufwerk als Datenspeicher mit einer beachtlichen Kapazität von 1 GB eingesetzt werden.

Hohe Datensicherheit

Die Datensicherheit ist wesentlich höher als bei den magnetischen Speichern, seien es Bänder oder Discs. Dank dem magneto-optischen System ist die Hi-MD gegen Magnetfelder absolut unempfindlich. Die Ausrichtung der Partikel in der Informationsschicht geschieht unter gleichzeitigem Einfluss von Hitze (Laserstrahl) und eines Magnetfeldes.

Man müsste eine Hi-MD also nicht nur auf einen starken Magneten legen, sondern beide Dinge auch noch in den Backofen schieben um die Daten "versehentlich" zu löschen.

Die Vorteile der Hi-MD

Hohe Speicherkapazität zu kleinem Preis.

Hohe Überspielgeschwindigkeit von PC auf Hi-MD: Bei Musik bis zu 100 fach.

Wählbare Klangqualität. Ganz anspruchsvolle Hörer können Musik auch ohne Kompression aufnehmen.

Auf der 1 GB-Hi-MD haben 45 Stunden Musik im ATRAC3plus Kompressionsverfahren Platz.

Selbstverständlich kann ein Hi-MD Gerät auch die normale MiniDisc abspielen. Wird eine reguläre MiniDisc (177 MB) in ein Hi-MD Gerät gelegt und formatiert, erhöht sich die Kapazität auf 300 MB.

Ab PC lässt sich die Hi-MD via USB-Anschluss mit allen Arten von Daten mittels simplem Drag and Drop füttern: Tabellen, Docs, Bilder etc.

Die Hardware

Erst an der CeBIT lässt Sony ihre Hi-MD-Katzen aus den Säcken. Soviel sei aber jetzt schon verraten: Die Geräte liegen preislich in einem ähnlichen Rahmen wie bisherige MiniDisc-Geräte.

Die Preise reichen vom rund 700.- Franken (UPE) teuren Luxusgerät bis zum preisgünstigen Allrounder mit einem Preis von unter 400.- Franken (UPE).

Musik ab Internet

Die Hi-MD ist offen für Musik ab Internet
Gemeinsam mit der Einführung des Hi-MD Walkmans wird Sony in einigen europäischen Ländern einen eigenen Musik-Download-Service im Internet anbieten. Damit trägt man dem bereits heute schon extrem grossen Interesse an "Musik ab Internet" Rechnung.
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