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Filmrezension

Steinkolosse

Die grossen Buddhas

Im März des Jahres 2001 sprengte eine Gruppe aus Taliban- und Al-Kaida-Anhängern zwei riesige Buddha-Statuen im Bamiyan-Tal in Afghanistan.

Von Guido Dietrich ·

Im März 2001 haben Angehörige der Taliban zwei riesige Buddhastatuen im Bamiyan-Tal entlang der Seidenstrasse in Afghanistan in die Luft gesprengt.

In seinem Dokumentarfilm zeigt Christian Frei nicht nur die Sprengung, die zu weltweiter Empörung geführt hat, sondern auch ein mehrdimensionales Umfeld dieser Ereignisse.

Hierzu gehört die Bedeutung der Statuen in der Geschichte des Buddhismus - mit Abstechern nach China, das Leben der Menschen in den Felshöhlen rund um die Statuen, mögliche Motivationen der Taliban für diese Sprengung und die Reaktionen darauf.

Dieser aufschlussreiche "historische" Teil der Dokumentation wird ergänzt um die Frage, was nun angesichts der Zerstörung geschehen soll.

Die Antworten reichen von der kommerziellen Ausnutzung in China über die Rekonstruktion der Statuen bis zu deren Wiederaufbau aus dem ursprünglichen Material.

Mit einem riesigen Forschungsaufwand wird nach Lösungen gesucht. Gleichzeitig werden die Bewohnerinnen und Bewohner des Tales in billige Hütten umgesiedelt.

Geschickt zeigt der Film den Zynismus nicht nur der afghanischen Regierung, sondern auch der UNO.

Eine vielschichtige, eindrückliche Dokumentation. 

Film
FilmtitelThe Giant Buddhas
HerkunftSchweiz
LabelWarner
Jahr2005
RegieChristian Frei
DarstellerDokumentar
Code0
Sprachedeutsch, englisch, französisch, italienisch
GenreDokumentar
Untertiteldeutsch, englisch, französisch, italienisch, spanisch
AusstattungTrailer, Werkstattgespräch, Reportage
Bildformat1,85:1 - 16:9
TonformatDolby Digital 2.0, Dolby Digital 5.1
Bild 8 Ton 7
Der Autor Guido Dietrich
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