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Publikationsdatum
11. Februar 2014
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MEDIEN

Die GH-Reihe ist seit der GH1 die Vorzeigeserie von Panasonic in Sachen Videofähigkeit. Nebst den Funktionen als Fotoapparat des Lumix G-Systems mit aktuell 21 Objektiven, bietet sie Videofunktionen, die seit der GH1 ständig erweitert wurden. Die GH4 will laut Hersteller gar die Grenzen zwischen Consumer- und Profi-Videokameras überwinden. Einer der wichtigsten Schritte dabei ist die Integration der 4K-Videoaufzeichnung (Cinema 4K: 4096 x 2160/24 B/s und QFHD 4 K: 3840 x 2160/bis zu 30 B/s) im MOV/MP4-Format.

Die GH4 ermöglicht auch die Aufnahme von Full HD-Videos mit Bitraten von 200 Mbit/s (ALL-Intra) oder 100 Mbit/s (IPB). Benutzer können wählen zwischen den Formaten MOV, MP4, AVCHD Progressive und AVCHD sowie einer Vielzahl von Bildraten. Im MP4/MOV-Format lässt sich der Ton in LPCM-Qualität aufzeichnen. Für den globalen Einsatz können professionelle Anwender zwischen den Systemfrequenzen 59,94 Hz (23.98 Hz)/50 Hz/24 Hz wählen. Die GH4 überträgt während der Aufnahme Bilder mit 4:2:2/8-Bit-Abtastung über ein optionales micro-HDMI-Kabel an einen externen Monitor oder eine externe Festplatte. Selbst die 4:2:2/10-Bit-Ausgabe für professionelle Zwecke ist bei externer Aufzeichnung möglich, sofern auf die Aufzeichnung per SD-Karte in der Kamera verzichtet wird. Darüber hinaus erlaubt der VFR(Variable Frame Rate)-Modus die Aufzeichnungen mit verlangsamter oder beschleunigter Bewegung, etwa mit 96 B/s oder 4x in Full HD. Zeitraffer und Stop-Motion-Animation-Videos können auch in der Kamera erzeugt werden.

Neu sind auch der 1-KHz-Testton und Farbbalken (SMP-TE/EBU/ARIB-Standard). Zur Erleichterung der Synchronisation von Video- und Tonmaterial aus verschiedenen Quellen zeichnet die GH4 einen SMPTE-kompatiblen Time Code entweder als „Rec Run“ oder „Free Run“ auf. Bei der Aufzeichnung von Videos im MOV-, AVCHD-progressive-, AVCHD- oder MP4 (LPCM)-Format generiert die GH4 automatisch mehrere nahtlose Dateien für eine ununterbrochene Aufzeichnung. AVCHD Progressive-/AVCHD-Dateien lassen sich jetzt nahtlos ohne Unterbrechung wiedergeben.

Vier-Kern-Prozessor

Für diese Leistung steht der neu entwickelte „Venus Engine“ Bildprozessor mit Vier-Kern-Prozessor zur Verfügung. Er trägt auch bei den Fotofunktionen zu bemerkenswerten Eigenschaften bei. So erlaubt das Rauschunterdrückungssystem erweiterte Empfindlichkeiten von ISO 100 (neu) bis zu ISO 25'600. Insgesamt soll die Bildqualität durch Verbesserungen bei Empfindlichkeit, Gradation, Auflösung und Farbwiedergabe verbessert werden. Die GH4 erlaubt High-Speed-Serienbildaufnahmen von bis zu 40 (RAW)/100 (JPG) Bildern mit 12 B/s (AF-S) oder 7 B/s (AFC), um auch schnell bewegte Objekte scharf zu erfassen.

Der neue 16,05 Megapixel MOS-Sensor erlaubt eine Signalauslesung mit 50 ms. Dies ist gegenüber der GH3 um ca. 50 Prozent schneller und vermindert den Rolling-Shutter-Effekt bei Foto- und Videoaufzeichungen mit elektronischem Verschluss.

Ergänzend zur Gesichtserkennung bietet die GH4 einen neuen Augen-Detektions-AF, der den Fokuspunkt präzise auf ein Auge im menschlichen Gesicht legt. Die Zahl der Fokuspunkte wurde zugleich von 23 (GH3) auf 49 Punkte erhöht. Dies erlaubt eine flexiblere Auswahl der Blöcke im benutzerdefinierten Multi-Modus. Der 1-Feld Bereich kann nicht nur bei manueller Fokussierung, sondern auch mit Autofokus stufenlos in der Grösse angepasst werden. Ausserdem wurde die Genauigkeit des Tracking-AF zur Schärfeverfolgung durch minimales Pendeln um die Fokusposition weiter verbessert. Der Fokuspunkt kann entweder mit dem MF-Ring oder mit der Cursor-Taste im MF-Assist Modus vergrössert werden. Der Touch-AF-Modus ermöglicht es, die Position entweder auf einen absoluten oder relativen Punkt einzustellen. Der Eye-Sensor AF fokussiert schon beim ersten Blick in den Sucher und der AF/AE-Speicher erlaubt eine schnelle automatische Fokussierung auch beim Fotografieren mit dem elektronischen Sucher. Fokus-Peaking hilft bei MF sowie AF+MF.

Die GH4 ist mit einem integrierten WiFi-Modul (IEEE 802.11 b/g/n) samt NFC-Technologie ausgestattet. Mit der Panasonic „Image App“ ist die Bildkontrolle und Fernbedienung bei Foto- und Videoaufnahmen mit iOS- und Android-Smartphones und Tablets möglich, wie etwa das Auslösen, Zoomen, Fokussieren und die Einstellungen von Verschlusszeit, Blende, Belichtungskorrektur, sowie das Betrachten und Teilen von Bildern. Auch Geo-Tags vom Smartphone lassen sich nach der Aufnahme in der Bilddatei speichern. Bei Smartphones und Tablets ohne NFC-Funktion erleichtert ein spezieller QR-Code auf dem Kamera-Monitor die Verbindung durch ein einfaches Abscannen.

Die GH4 kommt mit zahlreichen Zubehör-Anschlüssen. Eine 3,5 mm-Mikrofonbuchse erlaubt den Anschluss eines externen Mikrofons, und die 3,5 mm-Kopfhörerbuchse ermöglicht die Überwachung des Tons während der Videoaufnahme. Die Aufnahme kann per Live-Bild, über ein optionales Mikro HDMI-Kabel angeschlossenen, und auf einem externen Monitor kontrolliert werden. Zusätzlich stehen AV-Ausgänge (2ch Audio, Composite), X-Blitzkabelbuchse und eine 2,5 mm Klinkenbuchse für eine Fernbedienung zur Verfügung. Für die zuverlässige Aufzeichnung von hochauflösenden 4K-Videos nutzt die GH4 SD-Speicherkarten der neuen UHS Speed Klasse 3 (U3). Diese Norm garantiert eine konstante min. Schreibgeschwindigkeit von 30 MB/s, wie sie für 4K-Videoaufnahmen erforderlich ist.

Die unverbindliche Preisempfehlung und das Datum der Markteinführung stehen in der Schweiz noch nicht fest.

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