Auf der Überholspur
Apple iPhone 3GS
Der Wolf im Schafspelz
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| Wie gehabt: Das iPhone 3GS unterscheidet sich auf den ersten Blick nicht vom Vorgänger |
Soviel steht fest: Die Gerüchte ums neue iPhone waren oft übertrieben. Das neue Apple iPhone 3GS sieht genau gleich aus, wie der Vorgänger. Immer noch mit schwarzer oder weisser Rückseite erhältlich, gibt es neu aber eine 16 Gigabyte und eine 32 Gigabyte Version zu kaufen.
Bei näherer Betrachtung fallen einem aber dennoch zwei Unterschiede auf: Das Display ist neu fettabweisend. Sichbare Fingerabdrücke werden so zwar nicht vermieden, das Display lässt sich aber besser reinigen; mit einem Wisch sieht das iPhone wieder aus wie neu.
Der zweite äusserliche Unterschied betrifft den „Lautlosschalter" auf der linken Geräteseite. Neu rastet der Schalter richtig ein, dies soll dazu beitragen, dass das iPhone in der Hosentasche nicht mehr aus Versehen stummgeschaltet wird.
Damit das iPhone 3G „Speed" seinem Namen gerecht wird, erhielt das iPhone einen neuen, schnelleren Prozessor. Ausserdem wurde der Arbeitspeicher von 128 Megabyte auf neu 256 Megabyte verdoppelt.
Die Geschwindigkeit macht sich vor allem beim starten von Programmen oder surfen im Internet deutlich bemerkbar. Im Vergleich mit dem Vorgänger starten alle Programme bis zu zwei Mal schneller auf.
Kompass und 3-Megapixel Kamera
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| Nicht nur eine Spielerei: Dank dem Kompass können nun komplexere Navigationssoftware entwickelt werden |
Neben dem schnelleren Prozessor und dem grösseren Arbeitsspeicher besitzt das iPhone 3GS neu einen Kompass. Ein Klick auf das neue Programm und schon zeigt das iPhone den Weg nach Norden. Der Kompass ist tatsächlich eine Hardwareänderung, denn auch ohne GPS funktioniert er tadellos.
Nun bleibt die Frage: Für was brauche ich einen Kompass in meinem Mobiltelefon? Nicht ganz unberechtigt, die Frage. Der Kompass bringts aber tatsächlich. Dank dem Kompass richtet sich Google Maps nämlich automatisch aus. Hält man das iPhone auf einer Strasse vor sich, so zeigt es den Strassenverlauf in der Richtung an, in der man sich fortbewegt.
Das ermöglicht sprachgesteuerte Navigationssoftware für das iPhone zu entwickeln. TomTom kündigte als Erste bereits auf diesen Sommer eine Navigationssoftware mit Sprachsteuerung fürs iPhone an. Diese wird auf dem bisherigen iPhone 3G wegen des fehlenden Kompasses nicht verfügbar sein.
Nur einen kleinen Schritt macht Apple bei der eingebauten Kamera. Neu besitzt das iPhone eine 3-Megapixel Auflösung mit Videofunktion. Im Vergleich zur Konkurrenz ist das nicht gerade überwältigend, doch die Qualität der Fotos sind für ein Handy ganz in Ordnung. Nützlich ist dabei vor allem der neue Autofokus. Mit einem Klick auf das Display wird der angeklickte Bereich fokussiert. So ist es sogar möglich im Makro-Bereich Fotos zu schiessen.
Aufgenommene Videos lassen sich mit dem iPhone 3GS auch editieren. Will man einen Teil der Aufnahme löschen, so kann man ihn einfach markieren und herausschneiden.
Sprachsteuerung: Früher und Heute nicht zu gebrauchen
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| Apple iPhone 3GS neu mit Spracherkennung. Leider lässt die Funktion aber mehr als nur zu wünschen übrig... |
Drei Sekunden auf den Homebutton drücken und schon öffnet sich das Fenster der Sprachsteuerung. „Ruf avguide an" und schon wählt es die entsprechende Nummer. „Spiele Songs von Muse" und schon werden Songs von Muse gespielt.
So toll wie es klingt, ist es aber nicht: Kaum sind Hintergrundgeräusche vorhanden funktioniert die Sprachsteuerung nur noch sehr unzuverlässig. Hinzu kommt, dass man eine Nummer im Telefonbuch schneller findet als mit der Sprachsteuerung. Fazit darum: Sprachsteuerung beherrschten die Handys von Nokia bereits vor sechs Jahren. Damals konnte man sie nicht richtig einsetzten, das hat sich bis heute anscheinend nicht verändert - unbrauchbar!
Neue Software 3.0 - auch für das 3G
Die bis jetzt in diesem Testbericht beschriebenen neuen Funktionen betreffen nur das neue iPhone 3GS. Die folgenden Erneuerung können nach dem Update auch mit dem iPhone 3G verwendet werden.Neben einem neuen iPhone hat Apple nämlich auch das neue Betriebssystem 3.0 lanciert. Jedem iPhone Kunden steht das Update kostenlos zur Verfügung – die neuen 3GS werden bereits mit dem OS 3.0 ausgeliefert.
Einer der grössten Kritikpunkte wurde dank dem Update 3.0 ausgemerzt: Das iPhone kann nun endlich auch MMS versenden und empfangen. Fotos (beim 3GS auch Videos) können nun bequem in jede Nachricht eingefügt werden. Ausserdem ist es nun möglich V-Cards (Kontaktdetails) von anderen Handys zu empfangen.
Nützlich um Sprachnotizen aufzuzeichnen, ist der mit 260 Megabyte grossen Update installierte Voicerecorder.
Wer sucht der findet
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| Dank der neuen Software wird auch ein iPhone 3G zu einem MMS-fähigen Handy |
Neben unzähligen kleinen Verbesserungen (laut Apple sind es rund 100 an der Zahl) wurde die integrierte Suchfunktion deutlich ausgebaut.
So kann zum Beispiel nach einem Namen gesucht werden. Innert weniger Sekunden werden Kontakte, erhaltene Mails oder abgespeicherte Notizen mit dem entsprechenden Inhalt angezeigt. Auch Programme oder Spiele können so, schnell gefunden werden.
Endlich integriert ist neu die „Copy-Past"-Funktion. In jedem Programm können Wörter oder ganze Textteile markiert und kopiert werden.
Wenn man also eine E-Mail mit wichtigem Inhalt bekommt, kann dieser einfach in die Zwischenablage kopiert werden um dann den kopierten Inhalt zum Beispiel in einer SMS-Nachricht wieder einzufügen.
Fazit
Als das iPhone 3G vor gut einem Jahr lanciert wurde, löste es bei praktisch allen Besitzern ein „Wow!“ aus. Dies ist beim 3GS nicht der Fall. Vieles ist schon bekannt und die wenigen neuen Funktionen bietet die Konkurrenz zum Teil schon seit Jahren an. Für iPhone 3G –Besitzer lohnt sich der Umstieg auf das 1190 Franken teure Gerät eigentlich nicht. Für Leute, die dem iPhone bislang kritisch gegenüberstanden, steht dank dem Softwareupdate jetzt aber eigentlich nichts mehr im Weg sich dem Apple-Sog hin zu geben.Links
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- Profil
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Mobiltelefon mit GPS und Kompass.
Mit 32 Gigabyte Speicher.
- Pro
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Edles Apple- Design
Leistungsstark
Karten drehen sich dank dem Kompass in die Sichtrichtung
- Kontra
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Sprachsteuerung unbrauchbar
Nur kleine Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger








