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Denon DP-500BT

Bluetooth-Plattenspieler für die Generation Club

Wer in den Nullerjahren im Club stand, legt heute wieder Platten auf und hört unterwegs per Smartphone. Genau diese Generation kauft aus Freude an der Haptik fleissig Vinyl. Denon hat für sie einen passenden Plattenspieler gebaut.

Von Daniel Schmid ·
Denon DP-500BT.
Denon DP-500BT.

In den Clubs der Nullerjahre standen zwei Technics SL-1200 am Pult. Ihr Kultstatus hält bis heute. Wer damals davor oder dahinter stand, hat seine Liebe zu Platten nie ganz verloren. Genau diese Gruppe nimmt Denon nun mit dem DP-500BT ins Visier. Im Alltag hört sie über Smartphone, Bluetooth-Lautsprecher und Kopfhörer, und zuhause soll wieder die Nadel in der Rille liegen. In den USA ist der Plattenspieler seit März erhältlich, ab Anfang November kommt er nach Europa.

Anders als beim Technics treibt ein Riemen den Teller an. Fürs Auflegen im Club wäre das nichts, weil der Teller gemächlich anläuft. Zuhause hat der Riemen den Vorteil, dass er Motorvibrationen vom Teller fernhält. Der Teller besteht aus Aluminiumdruckguss. Der statisch ausbalancierte S-Arm trägt ein vormontiertes MM-System. Ein zuschaltbarer Phono-Vorverstärker hebt das Tonabnehmersignal auf Line-Pegel an. Damit läuft der Dreher direkt an Aktivlautsprechern oder am Line-Eingang eines Verstärkers.

Neben 33 und 45 Umdrehungen beherrscht er sogar 78 Umdrehungen für Schellacks vom Flohmarkt. Für deren breite Rillen ist eigentlich eine eigene Nadel nötig. Ob Denon eine anbietet, verrät die Mitteilung nicht. Kaum jemand wird das brauchen, aber geschenkt ist geschenkt.

Optisch lehnt er sich an Denons Flaggschiff DP-3000NE an, mit zweifarbigem Gehäuse, Füssen aus Metallguss und abnehmbarer Haube. Die Gussfüsse sollen Trittschall vom Laufwerk fernhalten.

Der DP-500BT arbeitet halbautomatisch. Den Tonarm führt man selbst zur Platte und senkt ihn über den Lift ab. Erst am Ende greift die Mechanik ein, hebt den Arm an und stoppt den Motor.

Vinyl per Bluetooth und aptX HD

Um eine Platte per Funk zu übertragen, muss das analoge Signal zuerst digitalisiert und dann komprimiert werden. Denon setzt dafür auf die bekannten Codecs aptX, aptX HD und aptX Adaptive von Qualcomm. Es dürfte also ein Bluetooth-Chip von Qualcomm drinstecken, den man auch in unzähligen anderen Bluetooth-Geräten findet. AptX HD überträgt bis zu 24 Bit bei 48 Kilohertz, aptX Adaptive passt die Datenrate laufend der Funkstrecke an. Zudem soll sich der DP-500BT mit Denon-Home-Lautsprechern und Verstärkern mit HEOS verbinden lassen, womit man seine Platten im ganzen Haus hören kann.

In der Schweiz vertreibt CeBrands die Marke Denon. Einen offiziellen Preis gibt es bisher nicht. In der Eurozone liegt er bei EUR 849.

Der Autor Daniel Schmid

Mitgründer, Hauptinhaber und Redaktor von avguide.ch seit 1999. Ausgebildeter Audio-Engineer mit einer Schwäche für Erfindergeist und technische Exzellenz. Am meisten faszinieren ihn Entwickler, die aus Liebe zum guten Klang eigene Wege gehen.

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