Flashspeicher ersetzen Harddisk
Bei allen Marken war ein klarer Trend zum Flashspeicher als Speichermedium festzustellen. Wohl ist die Harddisk aus den Mediaplayern noch längst nicht verschwunden - inzwischen finden sich wie beim gerade aktualisierten iPod Modelle mit bis zu 160 GB Datenkapazität -, doch ist jetzt schon absehbar, dass sich die Vorteile des Flashspeicher nachhaltig durchsetzen werden. Flashspeicher sind weit weniger empfindlich auf Störungen, da sie im Gegensatz zur Harddisk komplett ohne bewegte mechanische Teile auskommen. Das prädestiniert sie nicht nur für sportliche Tätigkeiten, sondern spart auch deutlich Gewicht und lässt kleine Bauweisen zu.
Aktuell sind MP3/Mediaplayer bei Flashspeichergrössen von 4 GB bis 16 GB angelangt. Das ist allerdings eine Momentaufnahme, spätestens im nächsten Frühjahr dürften Mediaplayer mit 32 GB die Regel werden. Bei Playern die zusätzlich einen SD-Karten Slot besitzen, ist man besonders gut für die Zukunft gerüstet. Statt einen neuen Player zu kaufen, kann man bei zusätzlichem Speicherbedarf einfach eine grössere SD-Karte nachlegen.
Ein weiterer Vorteil: Seit 1. September 2007 werden in der Schweiz digitale Abspielgeräte ja bekanntlich mit einer unverschämt hohen SUISA-Abgabe belastet, deren Höhe sich direkt aus dem Speichervolumen ableitet. Davon nicht betroffen sind die SD-Karten. Mit dem Kauf eines Players mit kleinem Festspeicher und einer SD-Karten Erweiterung kann man die Gebühren teilweise umgehen.
Videoformate und mobiles Fernsehen
Bei den Videoformaten findet nun auch bei den Mediaplayern zunehmend der H.264/MPEG-4 AVC Codec seine Anwendung. Nach Apples iPod setzt nun auch auch Sony bei allen Modellen mit Videofunktion auf diese hocheffiziente Videokompression.
Nicht zuletzt in Hinblick auf das mobile HDTV-Fernsehen - dessen Einzug in die Mediaplayers nur eine Frage der Zeit ist, macht die Fokussierung auf den H.264/MPEG-4 AVC Codecs natürlich Sinn. Die mobilen TV Varianten DVB-H und DMB setzen genauso auf H.264 wie auch die Blu-ray und die HD DVD.
In der Schweiz müssen wir uns mit der Lancierung des mobilen Fernsehen DVB-H, jedoch noch bis zur EM 2008 gedulden. Und auch dann werden nur die Schweizer Grossstädte bedient. An der IFA 2007 in Berlin präsentierte Cowon mit dem A3 bereits mobiles Fernsehen allerdings noch mit MPEG-2 und DVB-T.
Kabellos verbunden
Weiter im Trend sind Mediaplayer mit Bluetooth für die Kopfhörerverbindung und WLAN zur PC-Anschluss, welcher das USB-Kabel zunehmend überflüssig mach. Hierzu passt auch die Ankündigung von Apple mit dem so genannten Wi-Fi Music Store einen Download Service für WLAN fähige Geräte anzubieten.
Damit lassen sich Wartezeiten auf Flughafen oder Zugreisen mit dem Download von Musik überbrücken, sofern ein Hotspot vorhanden ist. Im Heimgebrauch können sich Mediaplayer mit WLAN einfach ins Netzwerk integrieren und Musik oder Video unkompliziert von und auf anderen netzwerkfähigen Geräten anzeigen beziehungsweise abspielen.