avguide.ch Druckansicht · 18.09.2026

Den Profi im Sucher

Neue Micro-FT-Systemkamera Olympus OM-D E-M1X

Die Olympus E-M1X ist eine robuste und zuverlässige Kamera für alle, die draussen unterwegs sind. Sie bietet bewährte Bildstabilisierung, verbessertes AF-System, neuen High-Res-Modus und eignet sich ideal für Natur-, Dokumentar- und Sportfotografie.

Von Hanspeter Frei · 28. Januar 2019
Olympus OM-D E-M1X: Ein perfektes Werkzeug für alle professionellen Fotografen, die draussen unterwegs sind.Olympus OM-D E-M1X: Ein perfektes Werkzeug für alle professionellen Fotografen, die draussen unterwegs sind.

Olympus präsentierte in Hamburg ihre neuste Systemkamera im Micro-FourThirds-Standard. Die OM-D E-M1X ist laut Hersteller das perfekte Werkzeug für alle Fotografen, die oft draussen unterwegs sind. Robust wie nie zuvor, mit einem integrierten Akkuhandgriff und neusten Imaging-Technologien unterstreicht sie das Potenzial des Micro-FT-Sensorformats.

Die E-M1X ist laut Olympus mit der weltbesten Bildstabilisierung (*1) ausgestattet, ihr Autofokussystem wurde weiterentwickelt, und zwei TruePic-VIII-Bildprozessoren ermöglichen die schnellste Reaktionsgeschwindigkeit sowie High-Res-Shots aus der Hand. Im Zusammenspiel mit den hochauflösenden M.Zuiko-Objektiven erzielt die Kamera eine unglaubliche Bildqualität und beweist ihr wahres Können besonders bei Anwendungen, bei denen Grösse, Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit unabdingbar sind – wie in der Natur-, Dokumentar- und Sportfotografie.

Zwei Jahre nach dem Launch der Olympus OM-D E-M1 Mark II, der M.Zuiko-Pro-Objektive sowie des Olympus Pro Service kommt mit der neuen E-M1X eine weitere Kamera für professionelle Anwender auf den Markt. Das neue Modell ist somit nicht der Nachfolger der erfolgreichen E-M1 Mark II, sondern erweitert das Kamera-Angebot von Olympus noch weiter Richtung professioneller Anwender. Das drückt sich auch deutlich im Preis von 3499 Franken allein für das Gehäuse aus. Die OM-D E-M1X ist mit der gesamten Palette an professionellen Micro-FourThirds-Objektiven und dem Zubehör von Olympus kompatibel und ab Ende Februar erhältlich.

Ausstattung für Profis

Ein integrierter Akkuhandgriff, das weltbeste staub- und spritzwassergeschützte sowie frostsichere Gehäuse (*2) und zahlreiche Features, die von Profifotografen gewünscht wurden, machen die E-M1X zu einer Kamera, die hinsichtlich Stabilität, Ergonomie und Bedienkomfort Massstäbe setzt und professionelle Ergebnisse unter nahezu allen Wetterbedingungen liefert.

Die bewährte 5-Achsen-Sync-Bildstabilisierung (IS) ist mit einem neuen Gyrosensor ausgestattet und kompensiert jetzt bis zu 7,5 EV-Stufen (*1). Das OM-D AF-System wurde weiterentwickelt und bietet nun zusätzliche Wahlmöglichkeiten der Fokuspunkte sowie eine neue intelligente Motiverkennungsfunktion, mit der sich bestimmte Motivmerkmale automatisch verfolgen lassen. Die High-Speed-Aufnahmeleistung wurde optimiert, Anti-Flicker-Shooting hinzugefügt.

Zu den weiteren Verbesserungen gehören: eine Handheld-High-Res-Shot-Funktion, die ohne Stativ angewendet werden kann, eine Live-Graufilterfunktion, ein anpassbares Menü, Stromversorgung und Laden über USB sowie zwei Kartenfächer für UHS II SD. In Kombination mit den aussergewöhnlich leistungsstarken M.Zuiko-Objektiven, einem neuen kabellosen Blitzgerät FL-700WR und der Bildverwaltungssoftware «Olympus Workspace» ist die E-M1X gemäss Anbieter das perfekte Werkzeug für professionelle Ergebnisse.

Hoch wie quer: Mit dem integrierten Akkuhandgriff lässt sich die E-M1X in jeder Position optimal bedienen. Die Tasten sind sowohl vertikal wie horizontal identisch angeordnet.Hoch wie quer: Mit dem integrierten Akkuhandgriff lässt sich die E-M1X in jeder Position optimal bedienen. Die Tasten sind sowohl vertikal wie horizontal identisch angeordnet.

Haltbarkeit, Zuverlässigkeit und Bedienkomfort

Mit dem integrierten Akkuhandgriff liefert die E-M1X die perfekte ergonomische Voraussetzung, die sich Fotografen bei der Arbeit wünschen. Vertikaler und horizontaler Handgriff bieten identisch angeordnete Bedienelemente, sodass die Kamera in jeder Position intuitiv zu bedienen ist.

Layout, Form und Höhe aller Tasten und Hebel wurden von Grund auf neu designt, damit Anwender sich voll auf die Aufnahme über den Sucher konzentrieren können. Dieser kommt mit einem neuen optischen Design und einer in der Branche führenden Vergrösserung von 0,83x (entsprechend 35 mm). Sowohl auf dem horizontalen als auch auf dem vertikalen Handgriff befindet sich neu ein Multi-Selektor-Joystick, mit dem sich die Position der Messfelder schnell verändern lässt. Zusätzlich zum Standard-Arretierhebel erlaubt der neue C-Arretierhebel die Sperrung der Bedienelemente in der vertikalen Position sowie das selektive Sperren von bestimmten Bedienelementen.

Dank der OM-D-Wetterfestigkeit – die bei der E-M1X auf ein neues Niveau gehoben wurde und weiterhin die beste der Welt ist – hat die Kamera die firmeninternen Spritzwasserschutztests (*2), die strenger sind als beim IPX1-Standard, bestanden. Für Anwender bedeutet dies optimale Sicherheit bei nahezu allen Wetterbedingungen. Staub- und Spritzwasserschutz sowie Frostsicherheit (*2) bleiben selbst beim Anschluss eines Fernbedienungskabels, eines Mikrofons oder eines Kopfhörers erhalten.

Das Sensor-Staubschutzsystem ist jetzt mit einem verbesserten Super-Sonic-Wave-Filter (SSWF) inklusive spezieller Beschichtung ausgestattet, der 30'000 Mal pro Sekunde vibriert. Und die Wahrscheinlichkeit, dass Staub oder Schmutz Fotos und die Kamera ruinieren, wurde um den Faktor 10 reduziert. Noch mehr Zuverlässigkeit bieten die Konstruktion zur Wärmeabfuhr (Heat-Pipe) während der Video- und der Serienbildaufnahme sowie eine Top-Verschlusslebensdauer von 400'000 Auslösungen.

Da gleich zwei Akkus vom Typ BLH-1 (identisch mit jenen der E-M1 Mark II) in der Kamera verwendet werden können, lassen sich jetzt bis zu 2580 Fotos aufnehmen. USB Power Delivery (USB-PD) von Stromquellen mit bis zu 100 W erlaubt das komplette Aufladen der Akkus in der Kamera in etwa zwei Stunden.

Hart im Nehmen: Bei der Olympus E-M1X wurde die Wetterfestigkeit auf ein neues Niveau angehoben. Das neue Blitzgerät FL-700WR ist ebenfalls staub- und spritzwassergeschützt sowie frostsicher.Hart im Nehmen: Bei der Olympus E-M1X wurde die Wetterfestigkeit auf ein neues Niveau angehoben. Das neue Blitzgerät FL-700WR ist ebenfalls staub- und spritzwassergeschützt sowie frostsicher.

Autofokus und Motiverkennung

Das OM-D-AF-System wurde für die E-M1X komplett überarbeitet: Basierend auf dem Phasendetektions-AF-Sensor mit 121 Kreuzsensoren der OM-D E-M1 Mark II wurde der AF-Algorithmus erheblich verbessert. Darüber hinaus nutzt die E-M1X AF-Informationen der aufgenommenen Bilder, um das schnelle Verfolgen von unvorhersehbaren Motivbewegungen und Veränderungen in der Geschwindigkeit von Motiven zu ermöglichen.

Verschiedene zusätzliche AF-Einstellungen stehen zur Verfügung, darunter Messfeld-Modi (unterstützt jetzt Gruppen mit 25 Fokuspunkten) und anpassbare Positionseinstellungen für AF-Bereiche bei der Verwendung der Kamera im Vertikal- oder Horizontalmodus. Fokuspunkte lassen sich mit dem neuen Multi-Selektor-Joystick schnell verschieben.

Eine neue, intelligente Motiverkennungsfunktion lässt das AF-System spezielle Motive (Motorsport, Flugzeuge, Züge) automatisch erkennen, auf den optimalen Bereich fokussieren und diesen verfolgen, sodass sich der Anwender voll auf die Bildkomposition konzentrieren kann. Mit einem AF-Arbeitsbereich von bis zu -6 LW (*3) ist zuverlässiges Fotografieren auch bei wenig Licht garantiert.

Ausgewackelt: Ein neu entwickelter Gyrosensor verbessert die bewährte Bildstabilisierung bei der Olympus E-M1X noch weiter und macht in vielen Situationen den Einsatz eines Stativs überflüssig.Ausgewackelt: Ein neu entwickelter Gyrosensor verbessert die bewährte Bildstabilisierung bei der Olympus E-M1X noch weiter und macht in vielen Situationen den Einsatz eines Stativs überflüssig.

Absolut schnell und in exzellenter Bildqualität

Geschwindigkeit und Bildqualität der neuen E-M1X werden gesteuert von einem 20,4-Megapixel-Live-MOS-Sensor mit neuer Beschichtung für verbesserte Empfindlichkeit sowie zwei TruPic-VIII-Prozessoren, die grundlegende Leistungsfaktoren wie Einschaltzeit und Aktivierung aus dem Sleep-Modus optimieren. Die zwei Prozessoren sorgen nicht nur für schnellere Kamerafunktionen, sondern bilden auch die Basis für die Unterstützung der beiden High-Speed-UHS-II-SD-Kartenfächer, neue Aufnahmefunktionen wie Handheld-High-Res-Shot, Live ND (Graufilter) und den intelligenten Motiverkennungs-Autofokus.

Durch die Einführung eines neu entwickelten Gyrosensors bietet die E-M1X die weltweit beste Bildstabilisierung. In Kombination mit einem M.Zuiko-IS-Pro-Objektiv kann der 5-Achsen-Sync-IS ungefähr 7,5 Blendenstufen kompensieren (*1), wodurch der Einsatz eines Stativs oft überflüssig und mobiles Fotografieren in vielen Situationen einfacher möglich wird.

Bei inaktivem Autofokus ermöglicht die E-M1X High-Speed-Serienaufnahmen mit maximal 60 Bildern pro Sekunde, für Momente, die in nur Bruchteilen von Sekunden geschehen und für das menschliche Auge nicht sichtbar sind. Mit aktivierter AF/AE-Verfolgung können maximal 18 Bilder pro Sekunde erzielt werden.

Im Pro-Capture-Modus nimmt die Kamera vor der finalen Auslösung jetzt bis zu 35 Bilder auf. Diese bewährte mit der OM-D E-M1 Mark II eingeführte Funktion ist ideal für Action-Fotografie.

Mit der High-Res-Shot-Funktion können Bilder mit maximal 80 Megapixeln aufgenommen werden, bei Stativ-Einsatz (Tripod High Res Shot). In der OM-D E-M1X steht nun ausserdem eine Handheld-High-Res-Shot-Funktion zur Verfügung, die 50-Megapixel-Aufnahmen ermöglicht – ohne eine durch Verwacklungen verursachte Unschärfe.

Eine neu integrierte Live-ND-Funktion (Graufilter) ermöglicht längere Verschlusszeiten. Das Live-Bild kann durch den Sucher vorab betrachtet und vor der Auslösung bearbeitet werden. Es sind fünf Stufen möglich: ND2 (entspricht einer Belichtungszeitstufe), ND4 (2 Stufen), ND8 (3 Stufen), ND16 (4 Stufen) und ND32 (5 Stufen).

Filmreif: Die Bildstabilisierung der E-M1X lässt sich beim Filmen aus der Hand der Körperhaltung und Bewegung des Fotografen anpassen. Mikrofon-, Kopfhörer- und Fernbedienungsanschlüsse sind zusätzlich abgedichtet.Filmreif: Die Bildstabilisierung der E-M1X lässt sich beim Filmen aus der Hand der Körperhaltung und Bewegung des Fotografen anpassen. Mikrofon-, Kopfhörer- und Fernbedienungsanschlüsse sind zusätzlich abgedichtet.

Cinema 4K und OM-Log400

Die E-M1X ist mit allen Funktionen ausgestattet, die Videografen benötigen. Mit Cinema 4K (C4K, 4096 x 2160 Pixel) steht ein hochaufgelöstes Filmformat zur Verfügung, das mehr Flexibilität in der Postproduktion bietet. Der leistungsstarke 5-Achsen-Bildstabilisator und die elektronische Stabilisierung ermöglichen 4K- und C4K-Videoaufnahmen aus der Hand mit drei einstellbaren Bewegungskompensationen, je nach Körperhaltung und Bewegung des Fotografen.

Um die für Dokumentar- und Naturaufnahmen typischen veränderlichen Belichtungsbedingungen auszugleichen, unterstützt die E-M1X Log-Aufnahmen. OM-Log400 liefert Videos ohne Detailverluste bei Schatten oder Spitzlichtern und bietet grössere Freiheiten in der Videokreativität beim Color Grading in der Nachbearbeitung. Darüber hinaus werden nun High-Speed-Videos mit 120 Bildern pro Sekunde in Full-HD unterstützt. So lassen sich Kinofilme mit Zeitlupenwirkung aufnehmen.

Feldsensoren und Anti-Flicker

In die OM-D E-M1X sind ein GPS-Sensor, ein Temperatursensor, ein Manometer und ein Kompass integriert, zusammen als «Feldsensoren» bezeichnet. Neben geografischen Informationen wie Längen- und Breitengrade erkennen und speichern diese Sensoren die Temperatur, die Höhe und Richtung der Kamera und fügen diese Aufnahmedetails den Bildern hinzu.

Mit der Anti-Flicker-Funktion erkennt die Kamera die Flickerfrequenz künstlicher Lichtquellen und aktiviert den Verschluss bei höchster Helligkeit, um ungleichmässige Belichtungen und Farbgebungen zwischen aufeinanderfolgenden Bildern zu minimieren. Flickerscan unterdrückt zudem Streifenmuster, die durch die Verwendung des Silent Modus (elektronischer Verschluss) und bei Videoaufnahmen entstehen können, sodass Anwender die Verschlusszeit feinabstimmen können.

Die neue WLAN-Aufnahme gestattet Tethered-Shooting ohne Kabel und ermöglicht mit der «Olympus Capture»-Kamerasteuerungssoftware die drahtlose Übertragung von Bildern auf den Computer.

Pro-Service

Besitzer der Kamera können sich für den Olympus Pro-Service anmelden, wie hier beschrieben Olympus.eu/proservice.

Wie bei jeder Olympus-Kamera und jedem Objektiv erhält der Käufer einer E-M1X eine kostenlose sechsmonatige Gewährleistungsverlängerung (*4), wenn er das Produkt auf der Plattform MyOlympus unter My.Olympus registriert.

Neues Zubehör

Funkgesteuert: Das neue Olympus-Blitzgerät lässt sich per Funk steuern und ist wie der neue Auslöser und Empfänger wettergeschützt.Funkgesteuert: Das neue Olympus-Blitzgerät lässt sich per Funk steuern und ist wie der neue Auslöser und Empfänger wettergeschützt.

Zeitgleich mit der Kamera OM-D E-M1X gehen eine neue Bildverwaltungssoftware sowie ein elektronisches Blitzgerät und eine Funkfernsteuerung für drahtloses Blitzen an den Start. Ein neues Supertelezoom ist ebenfalls in Entwicklung.

Die Bildverwaltungssoftware «Olympus Workspace» bietet authentische Ansichts- und Bearbeitungsfunktionen mit zahlreichen Workflows für professionelle Anwender. Besitzer einer Olympus-Kamera können «Olympus Workspace» kostenlos herunterladen.

Blitzgerät und Funkfernsteuerung

Der FL-700WR ist ein leistungsstarker elektronischer Blitz und kompatibel mit einer kabellosen Funkauslösung. Während des kabellosen Betriebs kann er als Steuereinheit oder Blitz mit integriertem Empfänger verwendet werden. Das kompakte, leichte Design garantiert exzellente Mobilität mit hoher Intensität bei einer maximalen Leitzahl von 42 (ISO 100/m).

Dank seiner staub- und spritzwassergeschützten sowie frostsicheren (-10 °C) Konstruktion arbeitet er auch unter widrigen Bedingungen, beispielsweise bei Regen, zuverlässig.

Der Funkauslöser FC-WR und der Funkempfänger FR-WR können mehrere Blitzgeräte von der Kamera aus fernsteuern und ermöglichen so eine vielfältige drahtlose Blitzfotografie. Wie beim FL-700WR erlaubt das staub- und spritzwassergeschützte sowie frostsichere Design den Einsatz in unterschiedlichsten Bereichen. Die Steuereinheit kann sich mit drei Gruppen und einer unbegrenzten Zahl an Blitzgeräten verbinden.

Sagenhafte Brennweiten: Mit dem angekündigten neuen Teleobjektiv M.Zuiko Digital ED 150–400 mm F4.5 TC1.25x IS Pro sind bis zu 1000 mm Brennweite, und mit zusätzlichem Konverter sogar unglaubliche 2000 mm erreichbar.Sagenhafte Brennweiten: Mit dem angekündigten neuen Teleobjektiv M.Zuiko Digital ED 150–400 mm F4.5 TC1.25x IS Pro sind bis zu 1000 mm Brennweite, und mit zusätzlichem Konverter sogar unglaubliche 2000 mm erreichbar.

Supertelezoom und Telekonverter

Um die Möglichkeiten für Teleaufnahmen mit der E-M1X zu erweitern, kündigte Olympus die Entwicklung des Supertelezooms M.Zuiko Digital ED 150–400 mm F4.5 TC1.25x IS Pro an. Ebenfalls in Entwicklung ist der Telekonverter M.Zuiko Digital 2x MC-20. Für Superteleaufnahmen mit einer Brennweite von 2000 mm (entsprechend 35 mm) aus der Hand.

Das M.Zuiko Digital ED 150–400 mm F4.5 TC1.25x IS Pro ist ein Supertelezoomobjektiv der M.Zuiko-Pro-Serie, designt für exzellente optische Leistung in einer kompakten, leichten Form, staub- und spritzwassergeschützt sowie frostsicher (-10 °C). Es wird mit einem eingebauten 1,25-fach-Telekonverter ausgestattet sein, mit dem blitzschnell eine maximale Brennweite von 1000 mm (*5) (entsprechend 35 mm) erreicht werden kann, optimal für Natur- und Sportfotografie.

Die ins Objektiv integrierte Bildstabilisation unterstützt den 5-Achsen-Sync-IS, wenn sie in Verbindung mit der Bildstabilisierung des Kameragehäuses genutzt wird. Der Verkaufsstart ist für 2020 geplant.

Der Telekonverter M.Zuiko Digital 2x MC-20 verdoppelt die Brennweite des angeschlossenen Objektivs und zeichnet sich durch exzellente Mobilität sowie Staub- und Spritzwasser- und Frostschutz aus. Er ist kompatibel mit dem in Entwicklung befindlichen M.Zuiko-Supertelezoomobjektiv und dem M.Zuiko Digital ED 300 mm F4.0 IS Pro sowie dem M.Zuiko Digital ED 40–150 mm F2.8 Pro. Der Verkaufsstart ist für Sommer 2019 geplant.

Zweifache Verlängerung: Der neue Telekonverter M.Zuiko Digital 2x MC-20 verdoppelt die Brennweite der M.Zuiko-Pro-Objektive ED 150–400 mm, ED 300 mm und ED 40–150 mm.Zweifache Verlängerung: Der neue Telekonverter M.Zuiko Digital 2x MC-20 verdoppelt die Brennweite der M.Zuiko-Pro-Objektive ED 150–400 mm, ED 300 mm und ED 40–150 mm.
  • (*1) Kompensation von circa 7,5 LW-Schritten in Kombination mit dem M.Zuiko Digital ED 12–100 mm F4.0 IS Pro bei einer Brennweite von 100 mm (entsprechend 35 mm: 200 mm) und Bildstabilisierung bei halb gedrücktem Auslöser: aus. Entspricht CIPA-Standards, wenn auf zwei Achsen korrigiert (Y- und Z-Achse/Nicken und Gierung). Stand 24. Januar 2019.
  • (*2) Staub-, spritzwassergeschützt sowie frostsicher (-10 °C) nach Olympus Testverfahren. Entspricht IPX1 basierend auf IEC Standard Publikation 60529.
  • (*3) Verwendetes Objektiv: M.Zuiko Digital ED 45 mm F1.2 IS Pro
  • (*4) Sechs Monate zusätzlich zur gesetzlichen Gewährleistungsfrist des Landes, in dem die Kamera/das Objektiv gekauft wurde.
  • (*5) Bei Verwendung des eingebauten Telekonverters. Grösstmögliche Blende F5.6.
Shigemi Sugimoto, Olympus Executive Officer & Head of Imaging Business, präsentiert in Hamburg die neue OM-D E-M1X.Shigemi Sugimoto, Olympus Executive Officer & Head of Imaging Business, präsentiert in Hamburg die neue OM-D E-M1X.

Ein erster Eindruck

Handfest: Die E-M1X hält man auch mit etwas kräftigeren Fingern fest im Griff.Handfest: Die E-M1X hält man auch mit etwas kräftigeren Fingern fest im Griff.

Im Hamburg hatte avguide.ch Gelegenheit, die neue Olympus OM-D E-M1X einem kurzen «Hands-on» zu unterziehen und einen ersten Eindruck zu gewinnen. Da gleichzeitig auch das bisherige OM-D-Flaggschiff E-M1 Mark II zur Verfügung stand, drängte sich natürlich ein Vergleich auf.

Die neue E-M1X ist durch den integrierten Hochformatgriff deutlich voluminöser und mit einem knappen Kilogramm, inklusive Akkus und Speicherkarten, rund 420 Gramm schwerer als die E-M1 Mark II. Dies relativiert sich wieder, wenn man den optionalen Vertikalgriff anschraubt. Dann kommt die E-M1 Mark II auf etwas knapp über 900 Gramm.

Ohne Vertikalgriff ist die Kamera 56 mm niedriger als die E-M1X, mit Griff ist die E-M1X sowohl in der Höhe wie in Breite und Tiefe nur jeweils 10 mm grösser, wirkt fürs Auge jedoch wuchtiger.

Der Hochformatgriff nimmt zwei Akkus vom Typ BLH-1 auf. Im Lieferumfang der E-M1X sind neben zwei Akkus auch zwei Ladegeräte enthalten. Die Akkus können auch per USB, zum Beispiel über ein Powerpack, parallel aufgeladen werden. Die Akku-Schublade mit beiden Akkus lässt sich auf der Seite bequem und ganz aus dem Griff herausziehen, auch wenn die Kamera auf einem Stativ steht. Bei der E-M1 Mark II musste fürs Laden des internen Akkus erst der Vertikalgriff abgeschraubt werden. Dies entfällt natürlich beim neuen Modell.

Steuerknüppel: Der beiden Joysticks, oberhalb der INFO-Taste und unterhalb der Wiedergabe-Taste, erleichtern die schnelle Fokussierung. Der Monitor ist dreh- und ausschwenkbar.Steuerknüppel: Der beiden Joysticks, oberhalb der INFO-Taste und unterhalb der Wiedergabe-Taste, erleichtern die schnelle Fokussierung. Der Monitor ist dreh- und ausschwenkbar.

Wer die Kamera in die Hand nimmt, wird erfreut den neuen Joystick bemerken, mit dem sich die Autofokus-Felder rasch und präzise verschieben lassen. Drückt man ihn in der Mitte und dreht am vorderen Rad, verändert man die Grösse der AF-Felder. Der Joystick wie die übrigen äusseren Bedienungselemente am Griff sind doppelt vorhanden und befinden sich dadurch sowohl bei horizontaler wie vertikaler Haltung der Kamera an gleicher Stelle. Die vertikalen Tasten lassen sich gesamthaft oder einzeln sperren.

Die Tasten und Hebel der E-M1X wurden neu designt und unterschiedlich geformt, damit sie auch während des Fotografierens durch den Sucher «blind» ertastet werden können. Das vordere Drehrad ist nicht mehr um den Auslöser herum angelegt, sondern befindet sich etwas darunter. Zudem sind jetzt eigene Tasten für den ISO-Wert und die Belichtungskorrektur vorhanden.

Das Programmwahlrad lässt sich verriegeln. Die Positionen «AUTO» und «ART» der E-M1 Mark II mussten der «B» (Bulb)- und einer zusätzlichen Custom-Einstellung weichen. Die E-M1X besitzt damit vier Custom-Positionen, die sich mit eigenen Kamera-Einstellungen belegen lassen. Der ON/OFF-Hebel wurde nicht mehr so prominent wie bei der E-M1 Mark II positioniert und der Bracketing-Funktion eine eigene Taste gegönnt.

Übersichtlich: Die Tasten auf der Oberseite der OM-D E-M1X sind unterschiedlich geformt, das Programmwahlrad klar beschriftet.Übersichtlich: Die Tasten auf der Oberseite der OM-D E-M1X sind unterschiedlich geformt, das Programmwahlrad klar beschriftet.

Der LED-Sucher vergrössert zwar etwas mehr als bei der E-M1 Mark II, doch die Auflösung hinkt mit den gleich gebliebenen 2,36 Millionen Bildpunkten den Mitbewerbern hinter her. Standard sind hier 3,86 Millionen und OLED-Farbdisplays. Ähnliches gilt auch für die Auflösung des dreh- und schwenkbaren Monitors, die mit 1,037 Millionen Punkten ebenfalls nicht mehr Stand der Technik ist. Natürlich lässt sich mit der E-M1X auch so gut fotografieren, und ohne direkten Vergleich fallen die Unterschiede kaum auf.

Die automatische Umschaltung zwischen Sucher und Monitor erfolgt nun auch, wenn sich der ausgeklappte Monitor in irgendeiner Position befindet. Bei der E-M1 Mark II ging dies nur, wenn er mit dem Display nach aussen wieder ganz eingeklappt wurde.

Die Autofokus-Empfindlichkeit wurde erhöht und die AF-Felder lassen sich nun personalisieren, bzw. dem Sujet anpassen. Neu kann die Kamera beim kontinuierlichen Scharfstellen bestimmte Arten von Motiven erkennen und verfolgen. Dabei wird nicht nur der grobe Umriss, sondern ein Fahrer, ein Cockpit oder eine Zugführerkabine als Einzelmotiv erkannt. Bei mehreren erkannten Motiven, stellt die Kamera auf das Motiv im AF-Rahmen scharf. Zur Zeit ist dies nur bei Motorsport, Flugzeugen und Zügen möglich. Die Auswahl soll per Firmware-Update erweitert werden.

Dieses Motivtracking ist eine interessante Neuheit, die beispielhaft aufzeigt, wohin uns die «computational photography», also das Bildermachen unterstützt und ergänzt durch digitale Berechnung an Stelle von optischen Prozessen, führen kann. Ich frage mich jedoch, wieso Olympus nicht von Beginn an gleich Ballsportarten, Leichtathletik, Tiere und Vögel einprogrammiert hat, wird die E-M1X doch speziell für professionelle Natur- und Sportfotografen angepriesen.

Die ausgezeichnete Serienbild-Geschwindigkeit von bis zu 60 Bildern pro Sekunde bleibt gleich wie bei der E-M1 Mark II, dafür sind jetzt beide Kartenslots UHS-II kompatibel und es lassen sich mehr RAW-Bilder in Serie speichern.

Doppeldecker: Die beiden SD-Kartenfächer sind UHS-II kompatibel. Das Kartentürchen ist wetterfest abgedichtet.Doppeldecker: Die beiden SD-Kartenfächer sind UHS-II kompatibel. Das Kartentürchen ist wetterfest abgedichtet.

Besonders gespannt war ich auf die High-Res-Aufnahmen aus der Hand. Mit der E-M1 Mark II konnte man bereits hochaufgelöste Fotos ab Stativ aufnehmen. Die E-M1X ermöglicht nun solche Aufnahmen auch ohne Stativ. Dabei nimmt die Kamera mehrere Fotos mit jeweils minimaler Sensorverschiebung auf und setzt sie in der Kamera zu einer JPEG-Datei mit 25 oder 50 Megapixeln zusammen.

In der Praxis hat es erstaunlich gut funktioniert. Wenn man die Kamera ruhig hält und die Szene keine sich bewegenden Objekte enthält. Ganz schwache Unterschiede zwischen den Einzelbildern kann der Aufnahme-Algorithmus noch ausgleichen, doch mit laufenden Personen, wehenden Fahnen oder Blättern im Wind hat er Mühe. Sind zu viele Bewegungen im Bild, wird nur ein normales Bild aufgenommen.

Wählt man für die High-Res-Aufnahmen das JPEG- und RAW-Format, wird zusätzlich ein unverarbeitetes RAW-Bild (.ORI) gespeichert. Bei Stativ-Aufnahmen mit einer Grösse von 10'400 x 7'792 Pixel, bei Freihand-Aufnahmen mit 8'200 x 6'132 Pixel. Dieses ORI-Bild lässt sich mit der Software «Olympus Workspace» weiter bearbeiten.

Eine weitere Neuheit der E-M1X sind ihre integrierten Graufilter. Mit dieser Live-ND-Funktion sind längere Verschlusszeiten möglich und das Live-Bild simuliert vor der Aufnahme den zu erwartenden Effekt im Foto. Ob diese Software-Filter die normalen, vor die Linse geschraubten Glasfilter ersetzen können, wird erst ein ausführlicher Vergleichstest zeigen.

Die Funktion eines Verlaufs-Graufilters, wie er oft bei Landschaftsaufnahmen zur Abschwächung des Himmels eingesetzt wird, lässt sich damit nicht simulieren, noch nicht.

Mit den doppelten TruePic-VIII-Bildprozessoren in der E-M1X hat Olympus viele neue Funktionen entwickeln können und bestehende erweitert und optimiert. Bis man alle Möglichkeiten der neuen Kamera ausprobiert hat und beherrscht, wird wohl einige Zeit vergehen. Auch für das Lesen des Handbuchs, das mit seinen über 680 (!) Seiten zur abendfüllenden Bettlektüre wird.

Kurzes Fazit:

Vor allem grössere Hände werden dank eingebautem Vertikalhandgriff die verbesserte Ergonomie der Olympus OM-D E-M1X zu schätzen wissen. Der neu hinzugekommene Joystick in doppelter Ausführung ist eine hilfreiche Erweiterung und erleichtert die Fokusplatzierung ungemein. Nach einiger Übung lässt sich die Kamera im Blindflug bedienen und der Fotograf kann sich ganz auf seine Bildkompositionen konzentrieren.

Der Preis mag für normale Anwender sehr hoch erscheinen, professionellen Fotografen bietet die E-M1X jedoch ein robustes und zuverlässiges Werkzeug mit interessanten Funktionen für den täglichen Einsatz in jeder Umgebung und bei jedem Wetter. Und dies relativiert dann den Preis wieder etwas.

Onlinefassung: https://www.avguide.ch/produktnews/den-profi-im-sucher-neue-micro-ft-systemkamera-olympus-om-d-e-m1x
© 1999–2026 avguide.ch GmbH · Alle Rechte vorbehalten