avguide.ch Druckansicht · 22.10.2026

Kopfsubwoofer

Test Asus CineVibe

Bei diesem Headset ist der Name Programm. Die Vibrationsfunktion macht mächtig Druck und erzeugt so ein ganz spezielles Spiel- und Kinoerlebnis. Dabei kommt CineVibe ohne zusätzlichen USB-Treiber oder Soundkarte aus.

Von Roman Hobi · 18. Oktober 2010

Für Musikanlagen gibt es heutzutage beinahe gleich viel Bassreduktions- wie Bassverstärkungsfunktionen, um die dröhnenden Frequenzen zu entfernen und so die Mitbewohner oder Nachbarn nicht zu stören. Jedoch macht ein guter Action-Streifen ohne passenden Sound nur halb so viel Spass, und auch ein Fan von Ballerspielen wird wohl kaum auf eine kräftige Geräusch- sowie Musikwiedergabe verzichten wollen. Mit dem CineVibe bietet Asus nun dieses Vergnügen mit einem vibrierenden Headset.

Gamer- und Kinoheadset mit USB-Anschluss: der CineVibe von Asus

Gut gepolstert

CineVibe sieht elegant aus und ist in den Farben weiss oder schwarz erhältlich. Der Kopfhörer kann optimal angepasst werden. Die Ohren kommen dabei in den Genuss von weichen Polstern. Sie sind, wie auch die Innenseite des Bügels, mit geschmeidigem Leder überzogen. Die Verarbeitung des Headsets überzeugt. Beim Kabel müssen jedoch kleine Abstriche gemacht werden. Mit nur 1,5 Metern Länge ist dieses doch eher kurz geraten und erlaubt wohl kaum, vom Sofa aus einen Film zu schauen. Auch die Flexibilität des Kabels ist nicht berauschend. Eine Stoffummantelung und flexiblere Litzen hätten nicht geschadet, auch wenn der Kopfhörer eher für den Heimgebrauch als für unterwegs gedacht ist.

 

Praktische Fernbedienung
Die im Kabel integrierte Fernbedienung hat grosse Tasten, um die Lautstärke zu regeln, sowie das Mikrofon stumm zu schalten. Seitlich ist ein Schalter vorhanden, um die Vibrationsfunktion ein- oder auszuschalten. Am linken Hörer ist das Mikrofon angebracht, welches bei Bedarf ausgeklappt werden kann. Die 190 Gramm, welche das Headset wiegt, fühlen sich auch nach Stunden sehr leicht an und machen es somit auch LAN-Party tauglich.

Plug and Play

Um den CineVibe von Asus in Betrieb zu nehmen, muss bloss der USB-Stecker angeschlossen werden, und schon kann man die ersten Klänge vernehmen. Weder eine spezielle Software, Soundkarte oder ein USB-Treiber müssen installiert werden. Sämtliches ist bereits im CineVibe untergebracht. Natürlich sind im Lieferumfang auch eine Garantiebescheinigung, sowie eine Kurzbedienungsanleitung vorhanden. Da sich die Installation des Headsets aufs Anschliessen beschränkt, wird sie kaum benötigt werden.
Passt wie angegossen

Durchgeschüttelt

Anfänglich ist es schon etwas ungewohnt, wenn die Ohren plötzlich zu vibrieren beginnen. Dies ist erst ab einem Drittel der Lautstärke so richtig spürbar, dafür dann umso heftiger. Es scheint, als würde man den Kopf vor eine Bassreflexöffnung eines Lautsprechers halten. Bereits bei mittlerer Lautstärke ist es möglich, satte, volle Bässe zu hören, beziehungsweise zu spüren. Die Lautstärke wird viel stärker empfunden, als sie tatsächlich eingestellt ist. Ein grosser Vorteil, um das Gehör nicht zu beschädigen.

Klanglich gehört der CineVibe Kopfhörer nicht in die Topliga. Ausgestattet ist er mit zwei 30 mm Treibern. Wenn die Vibration ausgeschaltet ist, fehlt im Klangbild einiges. Die Mitten übersteuern und Höhen sowie Basswiedergabe sind nur schwach zu vernehmen. Im eingeschalteten Zustand verändert sich der Klang schlagartig. Die Höhen klingen detaillierter, die Bässe sauber definiert. In diesem Modus kann der CineVibe seine Trümpfe voll ausspielen. Wiedergegeben wird der ganze hörbare Frequenzbereich zwischen 20 Hz und 20 kHz.

Bässe fühlen, statt nur hören
Bei einem actiongeladenen Film ist es nun also möglich, sich diesen spät abends anzusehen, ohne dabei die ganze Nachbarschaft durchzuschütteln und trotzdem nicht auf druckvollen Sound verzichten zu müssen. Schüsse und Explosionen können gefühlt, statt nur gehört werden. Fans sogenannter Ballerspiele werden mit diesem Kopfhörer noch viel schneller das Magazin leer geschossen haben, nur um dieses Feeling zu erleben.

Zum Telefonieren geeignet

Da CineVibe nicht bloss ein Kopfhörer ist, werden auch Skype-User ihre Freude an diesem Headset finden. Das Mikrophon überträgt Frequenzen zwischen 100 Hz und 10 kHz. Die Sprachqualität ist gut, dies obwohl das Mikrofon in einer starren Position ist und nur vertikal in die richtige Position gebracht werden kann.

Fazit

CineVibe kommt in einem frischen und eleganten Design daher. Die Verarbeitung sowie der Tragekomfort überzeugen. Selbst nach mehreren Stunden ist dieses Headset angenehm zu tragen. Die Fernbedienung hat eine gute Grösse und lässt sich so auch blind bedienen. Kleine Abstriche müssen lediglich bei der Musikqualität, sofern die Vibration ausgeschaltet ist, und beim etwas starren Kabel gemacht werden. Im eingeschalteten Zustand kann sich der Gamer oder Cineast auf ein Feuerwerk für die Ohren gefasst machen, bei dem der Kopf ganz schön durchgeschüttelt wird. Erhältlich ist CineVibe von Asus zu einem Preis von 110 Franken. Wer also einen Kopfhörer mit dem gewissen Etwas sucht, wird sicher nicht enttäuscht.
Steckbrief
Profil:
Ein speziell für Gamer und Fans von Actionfilmen entwickeltes Headset mit Vibrationsfunktion, Mikrofon sowie Kabelfernbedienung. Anschluss an PC oder Mac über USB-Stecker.
Pro:
- Vibrationsfunktion
- Tragekomfort
- Plug & Play (kein USB-Treiber nötig)
- Design
Contra:
- kurzes, starres Kabel
- Musikqualität bei ausgeschalteter Vibration
Ausstattung:
- Headset mit Vibrationsfunktion
- Mikrofon
- Kabelfernbedienung
- USB-Stecker
Technische Daten:
Treiber:
30 Milimeter

Kabellänge:
1,5 Meter

Impedanz:
Vibra on 16 Ohm, Vibra off 32 Ohm

Frequenzbereich:
Headset 20 Hz - 20 kHz
Mikrofon 100 Hz - 10 kHz
Onlinefassung: https://www.avguide.ch/testbericht/kopfsubwoofer-test-asus-cinevibe1
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