Für Musikanlagen gibt es heutzutage beinahe gleich viel Bassreduktions- wie Bassverstärkungsfunktionen, um die dröhnenden Frequenzen zu entfernen und so die Mitbewohner oder Nachbarn nicht zu stören. Jedoch macht ein guter Action-Streifen ohne passenden Sound nur halb so viel Spass, und auch ein Fan von Ballerspielen wird wohl kaum auf eine kräftige Geräusch- sowie Musikwiedergabe verzichten wollen. Mit dem CineVibe bietet Asus nun dieses Vergnügen mit einem vibrierenden Headset.

Gut gepolstert
CineVibe sieht elegant aus und ist in den Farben weiss oder schwarz erhältlich. Der Kopfhörer kann optimal angepasst werden. Die Ohren kommen dabei in den Genuss von weichen Polstern. Sie sind, wie auch die Innenseite des Bügels, mit geschmeidigem Leder überzogen. Die Verarbeitung des Headsets überzeugt. Beim Kabel müssen jedoch kleine Abstriche gemacht werden. Mit nur 1,5 Metern Länge ist dieses doch eher kurz geraten und erlaubt wohl kaum, vom Sofa aus einen Film zu schauen. Auch die Flexibilität des Kabels ist nicht berauschend. Eine Stoffummantelung und flexiblere Litzen hätten nicht geschadet, auch wenn der Kopfhörer eher für den Heimgebrauch als für unterwegs gedacht ist.

Plug and Play
Um den CineVibe von Asus in Betrieb zu nehmen, muss bloss der USB-Stecker angeschlossen werden, und schon kann man die ersten Klänge vernehmen. Weder eine spezielle Software, Soundkarte oder ein USB-Treiber müssen installiert werden. Sämtliches ist bereits im CineVibe untergebracht. Natürlich sind im Lieferumfang auch eine Garantiebescheinigung, sowie eine Kurzbedienungsanleitung vorhanden. Da sich die Installation des Headsets aufs Anschliessen beschränkt, wird sie kaum benötigt werden.
Durchgeschüttelt
Anfänglich ist es schon etwas ungewohnt, wenn die Ohren plötzlich zu vibrieren beginnen. Dies ist erst ab einem Drittel der Lautstärke so richtig spürbar, dafür dann umso heftiger. Es scheint, als würde man den Kopf vor eine Bassreflexöffnung eines Lautsprechers halten. Bereits bei mittlerer Lautstärke ist es möglich, satte, volle Bässe zu hören, beziehungsweise zu spüren. Die Lautstärke wird viel stärker empfunden, als sie tatsächlich eingestellt ist. Ein grosser Vorteil, um das Gehör nicht zu beschädigen.
Klanglich gehört der CineVibe Kopfhörer nicht in die Topliga. Ausgestattet ist er mit zwei 30 mm Treibern. Wenn die Vibration ausgeschaltet ist, fehlt im Klangbild einiges. Die Mitten übersteuern und Höhen sowie Basswiedergabe sind nur schwach zu vernehmen. Im eingeschalteten Zustand verändert sich der Klang schlagartig. Die Höhen klingen detaillierter, die Bässe sauber definiert. In diesem Modus kann der CineVibe seine Trümpfe voll ausspielen. Wiedergegeben wird der ganze hörbare Frequenzbereich zwischen 20 Hz und 20 kHz.
