
5 Eier und ein Brutkasten: das Lautsprecher-Set von Kef
Erster Kontakt
In einer Schachtel kommt der Subwoofer, eine zweite enthält gleich alle fünf Satelliten. Sie sind denn mit rund 15 cm in der Breite und der Tiefe und 20 cm in der Höhe auch recht klein. Zu klein für guten Sound? Beim Auspacken fällt zunächst das stolze Gewicht von 2 kg pro Lautsprecher auf und dann die solide Verarbeitung der in einem silberfarbenen Aluminiumgehäuse untergebrachten Lautsprecher. Von vorne sehen sie aus wie ein halbiertes Ei, mit dem Uni-Q-Chassis an der Stelle des Dotters und ergänzt um die Bassreflexöffnung. Die Eiform setzt sich gegen hinten fort. Diese Gestalt verleiht den Satelliten nicht nur ihr eigenes, durchaus elegantes Erscheinen, sondern auch Stabilität gegenüber Schwingungen des Gehäuses. Die Lautsprecher lassen sich mit Hilfe des mitgelieferten Standfusses quer oder hoch aufstellen. Der Fuss erlaubt eine Neigung der Satelliten, so dass sie optimal ausgerichtet werden können. Die Kabel werden hinten an zwei Klemmen festgemacht, die auch Bananenstecker aufnehmen. Das Set enthält zudem das für die Wandmontage nötige MaterialUni-Q
Der Subwoofer
Der PSW2000 ist ein aktiver Subwoofer mit einem 21 cm-Chassis. Nach dem Bassreflexprinzip arbeitend überträgt er Frequenzen von 35 Hz bis 150 Hz. Der eingebaute Verstärker liefert 150 Watt Leistung und erzeugt damit einen maximalen Schalldruckpegel von 106 dB. Mit 32 cm (Breite und Tiefe) beziehungsweise 36 cm (Höhe) Kantenlänge protzt er nicht mit physischen Dimensionen. Er kann daher fast überall hin gestellt werden, etwa unters Sofa, obwohl er sich seines Äusseren wegen nicht verstecken muss. Der PSW2000 ist mit Ein- und Ausgängen sowohl für Linienpegel (Cinch) als auch für hochpegelige Lautsprechersignale (Schraubklemmen) ausgestattet, und zwar alle in Stereo. Die Ausgänge werden mit einem Tiefpass gefiltert, so dass in beiden Fällen die angeschlossenen Satelliten von den tiefen Frequenzen befreit sind. Die Übergangsfrequenz ist einstellbar zwischen 80 Hz und 120 Hz. Im weiteren sind der Pegel des Eingangssignals und die Phase regelbar.Installation
Hörtest ohne DVD-Audio
Die Satelliten HTS2001 benötigen eine Verstärkerleistung von 10 – 100 Watt. Für unseren Hörtest verwendeten wir den AV-Verstärker AVC-A1SE von Denon, der mit 7 Kanälen zu 170 Watt bestückt ist, also genügend Leistungsreserve auch für den spektakulärsten Filmton bereithält. Dieser Verstärker ist mit allem ausgestattet, was angesagt ist. Neben den erweiterten Surround-Formaten von Dolby, THX und DTS (EX und ES) hat er auch Ausgänge für zwei Gruppen von Surround-Lautsprechern, eine für den Filmton, eine für mehrkanalige Musikwiedergabe ab DVD-Audio. Doch der Leckerbissen unseres Hörtestes fiel ins Wasser. DVD-Audio ist in der Mehrkanal-Variante nicht geeignet für das Lautsprecherset von Kef, und zwar weil es kein Bassmanagment zulässt. Im Gegensatz zu den digitalen 5.1-Surround-Verfahren für den Filmton, wo der Bass für jeden Kanal auf einen anderen Kanal umgeleitet werden kann, ist die Zuteilung bei DVD-Audio fix. Diese puristische Lösung erfordert, dass nicht einer, sondern fünf Subwoofer eingesetzt werden, einer für jeden Vollbereichskanal (oder mindestens zwei, wenn sie Stereoeingänge besitzen wie der PSW2000). Dieses Problem gibt es beim Filmton nicht. Hier können alle fünf Kanäle auf "Small" geschaltet werden. Der Subwoofer übernimmt dann zusätzlich zu den LFE-Signalen auch die tiefen Frequenzen der anderen Kanäle.Musik in Stereo und mehrkanalig