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Das gekrümmte Bild

TV-Trends an der IFA

Bereits bekannte neue Eigenschaften von TV-Geräten in neuen, noch grösseren Verpackungen bestimmen das Angebot im TV-Bereich der IFA: UHD mit 4K, gekrümmte Gross-Bildschirme und Smart-TV etwa.

Von Guido Dietrich · 10. September 2014
TV-Trends an der IFATV-Trends an der IFA

Nichts Neues in Sachen Fernseher an der IFA, die Branche hat sich auf kleine Schritte, das bereits Vorhandene weiter zu entwickeln, konzentriert. Das ist nicht schlecht, hat der Fernseher in den letzten Jahren doch ein rasantes Entwicklungstempo vorgelegt, mit immer dünneren und grösseren Bildschirmen, neuen Techniken und erhöhter Auflösung. Die neuen Fernsehgeräte mit grossem Bild sind nun auch gekrümmt erhältlich, 4K breitet sich weiter aus, die Geräte werden noch smarter, und 3D bleibt eine Randerscheinung.

Geschwungene Silhouette und Cinemascope-Format

Schon im letzten Jahr hatten Samsung und LG nach innen gewölbte Bildschirme präsentiert. Diese neue Bildschirm-Form wird zum Trend bei Gross-Bildschirmen. Nun sind nicht nur die extrem dünnen, aus flexiblen Materialien gefertigten OLED-Schirme gebogen, sondern auch die komplexer aufgebauten LCD-Modelle mit LED-Hinterleuchtung. Mit der gewölbten Oberfläche soll der Zuschauer intensiver in die Szene hineingezogen werden. Das gesteigerte Bilderlebnis kommt erst recht bei Modellen mit dem Bild-Seitenverhältnis von 21:9, das ungefähr dem Cinemascope-Kinoformat entspricht, zum Tragen. Interessant wird diese Variante, wenn sie mit Dolby Atmos – einer weiteren IFA-Neuheit – kombiniert wird, mit dem Surround-Verfahren also, das den Klang auch von oben wiedergibt, und so erlaubt, den Zuschauer ganz in den Klang einzubetten. Mehr Kino geht zu Hause wohl kaum.

Ultra HD

Die 944-Serie von Panasonic bietet 4K-UHD. Das Bild wird mit Hilfe eines Quad Core-Prozessors optimiert. Mit TV Anywhere, HbbTV, Apps und DLNA ist auch abseits des herkömmlichen Fernsehprogramms ein breites Unterhaltungsangebot zugänglich.Die 944-Serie von Panasonic bietet 4K-UHD. Das Bild wird mit Hilfe eines Quad Core-Prozessors optimiert. Mit TV Anywhere, HbbTV, Apps und DLNA ist auch abseits des herkömmlichen Fernsehprogramms ein breites Unterhaltungsangebot zugänglich.

Gekrümmte Bildschirme gibt es neu auch in UHD – etwa in einem 21:9-TV mit der imposanten Bilddiagonalen von 105 Zoll (über 2,5 Meter). Ultra-HD-Geräte mit 4K vereinen mehr als acht Millionen Pixel auf ihrer Bildfläche und bieten somit die vierfache Auflösung herkömmlicher HDTV-Modelle. Typisch für Ultra HD-Schirme waren bisher wandfüllende Grössen: Diagonalen mit 55 Zoll (140 Zentimeter) galten noch im letzten Jahr als das Mindestmass. Nun sind erstmals auch kleinere Bildschirmformate mit Ultra-HD-Auflösung vorgestellt worden. Interessant ist die höhere Auflösung bis jetzt vor allem für eigene Bilder, sei dies Fotos oder Video in 4K, die mit einigen Foto- und Videokameras bereits aufgenommen werden können.

Android und WebOS auf dem Smart TV

Aufgeräumter Bildschirm: Der Smart-TV L74 von Toshiba bietet Zugriff auch auf Material aus dem Internet. Er macht zudem aufgrund der vergangenen Sehgewohnheiten Vorschläge für ähnliche Progarmme, die er auch aufzeichnen kann.Aufgeräumter Bildschirm: Der Smart-TV L74 von Toshiba bietet Zugriff auch auf Material aus dem Internet. Er macht zudem aufgrund der vergangenen Sehgewohnheiten Vorschläge für ähnliche Progarmme, die er auch aufzeichnen kann.

Smart-TVs empfangen nicht nur das konventionelle TV-Programm, sie können auch auf Inhalte und Dienste aus dem Internet zugreifen – zum Beispiel auf die Mediatheken der Sender, auf Internet-Videotheken, Programmempfehlungen, Online-Spiele, soziale Netzwerke oder Info-Portale. Die Anzahl der Apps, mit denen Smart TVs zu diesen Angeboten führen, wächst laufend. Entsprechen wichtig wird eine aufgeräumte, einfach verständliche Bedienoberflächen. Solche Bedienebenen gehören bei allen grossen Gerätehersteller selbstverständlich dazu. Viele der neuen Lösungen bieten die Möglichkeit, die Startseiten und die App-Übersichten auf dem Bildschirm individuell zu gestalten.

Nebst diesen Hersteller abhängigen Benutzer-Schnittstellen etablieren sich vermehrt auch Betriebssysteme aus der Welt der mobilen Digitalgeräte – wie Android oder WebOS - in TV-Geräten. Damit wird das Angebot an verfügbaren Apps zusätzlich erhöht. Durch die zunehmende Rechenleistung der TV-Apparate inklusive leistungsstarken Grafik-Chips wird Aufbau und Steuerung von Internet-Seiten, aber auch die Wiedergabe von Video-Clips aus dem Web flüssig.

Kommandos über Winken und Worte

Der gekrümmte Bildschirm verspricht einen stärkeren Einbezug ins Bildgeschehen. Der Bravia S90 von Sony gibt Bilder in UHD-Auflösung wieder, kann aber auch Full-HD-Bilder auf 4K hochrechnen.Der gekrümmte Bildschirm verspricht einen stärkeren Einbezug ins Bildgeschehen. Der Bravia S90 von Sony gibt Bilder in UHD-Auflösung wieder, kann aber auch Full-HD-Bilder auf 4K hochrechnen.

Die gute alte Fernbedienung kommt mit den vielen neuen Funktionen der jüngsten Smart-TV-Generation an ihre Grenzen. Deshalb arbeiten alle grossen Hersteller an neuen Bedienkonzepten. So gibt es beispielsweise Infrarot-Fernbedienungen, die auf ihrer Rückseite eine Tastatur für die Texteingabe haben, oder auf ihrer Frontseite ein Touchpad für Finger-Wischbewegungen. Manche Infrarotsender funktionieren auch wie ein Zeigegerät: Werden sie entsprechend bewegt, steuern sie einen Cursor auf dem Bildschirm.

Die jüngsten Fernsehgeräte können auch freie Gesten wie zum Beispiel Handbewegungen erkennen und interpretieren. Auch die Spracherkennung, eine andere moderne Methode zur Gerätesteuerung, arbeitet immer differenzierter. Noch vor einem Jahr galten TV-Modelle, die spezielle verbale Kommandos erkennen konnten, als State of the Art. Inzwischen hat sich der Wortschatz der Spracherkennung deutlich erweitert. Einige Geräte können sogar frei gesprochene Sätze erkennen.

TV-Trends

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