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7. Oktober 2002
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Der Elektronikkonzern Toshiba hat auf der Fachmesse Ceatec 2002 im japanischen Mihama-Ku erstmals seine Advanced Optical Disc (AOD)-Technologie demonstriert. Dabei handelt es sich um ein konkurrierendes Format zu Blu-ray Disc. Beide Technologien arbeiten mit blauen Lasern und weisen eine deutlich höhere Speicherkapazität als bisherige DVDs auf. Dabei bleibt AOD mit 20 GB pro Layer jedoch hinter den 27 GB von Blu-ray zurück, berichtete die US-Fachzeitschrift "PCWorld".

Die Unterstützer der Blu-ray-Technologie wie Sony, Pioneer, Matsushita und andere haben auf der Messe die ersten Prototypen für DVD-Rekorder unter dem Format vorgestellt. Auch der Elektronikhersteller NEC zeigte bereits ein eigenes Gerät, obwohl er ursprünglich nicht zum Unterstützerkreis gehörte. Neben Recordern wurden auch die ersten Medien präsentiert: Blu-ray-DVDs gibt es bereits mit 23,3, 25 und 27 Gigabyte Kapazität. Demnächst sollen auch Scheiben mit zwei Layern vorgestellt werden, deren Fassungsvermögen deutlich höher ist.

Mit den beiden Formaten zeichnet sich ein neuer Konflikt der Standards ab, der nach dem Chaos bei den bereits existierenden beschreibbaren DVD-Varianten eigentlich vermieden werden sollte. Im Februar hatten sich die meisten Hersteller auf den einheitlichen Blu-ray-Standard vereinheitlicht. Die Unterstützer schlossen sich mit ihrer Initiative jedoch nicht dem Industrieverband DVD-Forum an, da es sich ihrer Ansicht nach um eine völlig neue Technologie handelte. Toshiba erklärte daraufhin seine AOD zum legitimen Nachfolger der Video-DVD und ordnete sich dem Verband, der das Recht hat DVD-Formate zum Standard zu erklären, unter.