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19. November 2001
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Der US-Kabelnetzbetreiber Liberty Media hat Interesse an einem Einstieg bei dem TV-Anbieter Premiere World signalisiert. Zwischen Liberty-Vorstandschef John Malone und dem Chef der Münchner KirchGruppe, Leo Kirch, fand unter anderem zu diesem Thema in Berlin ein Gespräch statt, wie eine Sprecherin der KirchGruppe bestätigte. Dabei sei es um eine Zusammenarbeit in den Bereichen Free-TV und Pay-TV gegangen. Eine mögliche Beteiligung von Liberty Media an Premiere World habe nicht im Vordergrund gestanden. Dies sei neben weiteren Themen "auch angesprochen" worden.

Die Gespräche seien "sehr konstruktiv und positiv" verlaufen, betonte die Kirch-Sprecherin. Meldungen, wonach die Verhandlungen über eine Premiere-Beteiligung bereits kurz vor dem Abschluss stehen, bestätigte sie nicht.

Ein Einstieg von Liberty Media in den hoch defizitären Kirch-Bezahlsender wäre möglich, indem Liberty die Premiere-Anteile des englischen Konzerns News Corp von Medienmogul Rupert Murdoch übernimmt. Die britische Kabelfernsehgesellschaft BSkyB, an der Murdoch Anteile hält, ist mit 22 Prozent an Premiere beteiligt. Malone wiederum ist Geschäftspartner von Murdoch und besitzt 18 Prozent der News-Corp-Anteile. (ddp)
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