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8. März 2002
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Der deutsche Medienkonzern KirchMedia ist zur Abgabe der Kontrolle beim Pay TV Premiere und zum Verkauf der Anteile an der Formel 1-Holding SLEC bereit, berichtet der "Media Guardian". Kirch wolle nicht verkaufen. Zur Rettung des finanziell angeschlagenen Unternehmens sei man aber bereit dazu, sagte KirchMedia-Geschäftsführer Dieter Hahn. Die Bereitschaft, diese Beteiligungen zu Geld zu machen, wurde erstmals definitiv bestätigt. Bisher war nur von der Möglichkeit gesprochen worden. Keinesfalls sei man aber zu einer Abgabe der Mehrheit an der Senderfamilie ProSiebenSat.1 bereit.

Um die Schuldenlast von 6,5 Mrd. Euro zu drücken, könnte es notwendig werden, die gesamte SLEC-Beteiligung an den Bestbieter zu verkaufen. KirchMedia ziehe aber weiterhin den Einstieg eines strategischen Partners vor. Laut eigenen Angaben muss Kirch bis Juni die Gespräche mit den Gläubigerbanken über eine Verringerung der Schuldenlast abschließen. Um dieses Ziel zu erreichen soll die 25 Prozent Beteiligung am spanischen TV-Sender Telecinco verkauft werden. Wie die Financial Times Deutschland berichtet, ist die Fernsehstation bereit, zehn Prozent der eigenen Aktien zurück zu kaufen. Für die gesamten 25 Prozent erwartet KirchMedia einen Erlös von 500 Mio. Euro. Das würde gerade reichen, um den 460 Mio. Kredit der Dresdner Bank zu bezahlen, der Ende April fällig wird.
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