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6. Oktober 2002
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Der insolvente TV- und HiFi-Hersteller Schneider Electronics hat für seinen Asset-Deal mit der chinesischen Investorengruppe TCL grünes Licht von den Gläubigerbanken erhalten. Damit ist die vereinbarte Übernahme der Produktionsanlagen in Türkheim, der Warenbestände und der Markenrechte perfekt. Dies berichtete Masseverwalter Michael Jaffe. Gemäss den Vereinbarungen müssen die chinesischen Investoren innerhalb von vier Monaten die industrielle Serienproduktion am Standort Türkheim wieder aufnehmen.

Schneider Technologies hatte mit seinen beiden Töchtern Schneider Electronics (Unterhaltungselektronik) in Türkheim und Schneider Laser Technologies in Gera im Januar dieses Jahres Insolvenz anmelden müssen. Im September war der Verkauf einiger Assets an TCL eingefädelt worden. Mit der Übernahme der Produktions- und Vertriebskanäle von Schneider wollen die chinesischen Investoren den europäischen Markt erschliessen, berichtet die Nachrichtenagentur ddp. In Türkheim sollen Fernseher, PC und andere Unterhaltungselektronik für den europäischen Markt hergestellt werden.

Fortschritte gibt es laut Insolvenzverwalter auch bei der Verwertung der verbleibenden Flächen des ehemaligen Schneider-Geländes in Türkheim. Verhandlungen mit der Salamander Industrieprodukte GmbH über die Pacht von rund 15.000 Quadratmeter Produktionsgelände und Lagerhallen für zehn Jahre stünden vor dem Abschluss. Damit seien rund 90 Prozent des Schneider-Geländes verpachtet. Für die restlichen 3.000 Quadratmeter gebe es "aussichtsreiche" Verhandlungen. Die Pachterlöse dienen nach Angaben Jaffes ausschliesslich zur Befriedigung der Gläubigeransprüche.
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