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19. August 2002
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Der Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft (IFPI) hat Zahlen für den Verkauf von Musik-DVDs vorgelegt. "Der Absatz von Musik-DVDs boomt, und die neuen hochauflösenden Tonträgerformate DVD-Audio geben dem Markt Impulse für die Zukunft", erklärte Gerd Gebhardt, Sprecher des Industrieverbandes heute in Hamburg die aktuelle Situation des Musikmarktes.

Zwar ist der Absatz von Tonträgern insgesamt im ersten Halbjahr 2002 um 10,2 Prozent von 108,1 auf 97,1 Millionen Stück gesunken, doch der Absatz von Musik-DVDs hat dagegen erneut stark zugenommen. So wurden im Vergleich zum Vorjahrszeitraum um 225 Prozent mehr Audio-DVDs verkauft, insgesamt knapp eine Mio. Stück.

Hier zeige sich ein ähnliches Wachtumspotenzial wie im DVD-Film-Bereich, der ebenfalls in enormen Größenordnungen wächst. Auch Musikvideos, bisher vor allem ein Promotionmedium, das im Handel in eher kleinen Stückzahlen verkauft wurde, gewinnen auf der neuen Scheibe. Das liegt vor allem an der Bild-Ton-Kombination in digitaler Qualität, an Menüführung und Bonusfeatures.

Aktuell gibt es bereits über 2000 verschiedene Musik-DVDs. Die Musikwirtschaft wird dieses Segment deutlich ausbauen. DVD-Audios sind grundsätzlich Mehrkanalaufnahmen. Dies wird dadurch erreicht, dass Auflösung und Abtastrate wesentlich über CD und DVD liegen. Die Super Audio Compact Disc (SACD) ist ebenfalls eine neue Entwicklung für hochauflösende Musikaufnahmen.

Auch der Online-Musikmarkt kommt in Bewegung. Es gibt bereits heute eine Vielzahl von Angeboten, unter denen Musicnet und Pressplay zu den internationalen Download-Plattformen gehören. Auch in Deutschland ist Musik der grossen Labels verfügbar, so hat z.B. das Portal popfile.de unlängst sein Angebot eröffnet. Musicline.de heisst die von der PhonoNet GmbH organisierte gemeinsame Internetplattform der deutschen Musikindustrie. Die Musiksuchmaschine verzeichnet fast zwei Mio. Songs zum Reinhören.
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