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MUSIKREZENSION
ARTIKEL
Publikationsdatum
19. Januar 2004
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Wer ist dieser Glière, werden Sie sich fragen?

Hier die "persönlichen Daten":
Geburtstag 11. Januar 1875 in Kiew (Ukraine). Todestag: 23. Juni 1956 in Moskau (Russland). Studien am Moskauer Konservatorium bei Taneiev, Arenskj und Ippolitov-Iwanov.

Seine Frühwerke zeigen bereits stilistische und kompositionstechnische Meisterschaft. Später entwickelte er besonders in der epischen, hier vorliegenden Dritten Symphonie mit dem Untertitel "Ilja Murometz" mehr und mehr grosse Formen, wobei er in seiner Musik nach der Revolution vermehrt nationale und historische Ereignisse schildert.

Bereits die ersten Paar Takte dieser Discs fesseln: Augen zu und man glaubt leibhaftig im Konzertsaal zu sitzen. Aus meiner Surround-Anlage erscheinen satte, warme und unglaublich räumliche Klänge. Die verschiedenen Instrumentengruppen werden sehr schön aufgefächert dargestellt.

Die Musik ist hochromantisch und wunderschön. Das Orchester plus Dirigent ist Sonderklasse.

Die DSD-Technik der SACD zaubert neben fein definierten Pianissimo-Klänge ohne die geringsten " digitalen Härten" auch brachiale orchestrale Phon-Orgien in den Abhörraum.

Die Dynamik, also der Lautstärkeunterschied zwischem der lautesten und leisesten Stelle, ist hoch aber nicht zu hoch. Auch bei hifi-gerechten Pegeln gehen keine Fensterscheiben in die Brüche...

Einfach phontastisch, diese Super Audio CD...
STECKBRIEF
Albumtitel:
Glière 3. Sinfonie Op. 42 "Ilya Murometz"
Komponist:
Reinhold Glière
Label:
Telarc
Jahr:
2003
Bestellnummer:
SACD-60609
Tonformat:
Hybrid SACD Stereo/Multichannel
Medium:
SACD
Musikwertung:
9
Klangwertung:
9
Preis:
35
Bezugsquellen
Wettbewerb