14. November 2018 | seit 1999
MUSIKREZENSION
ARTIKEL
Publikationsdatum
12. Januar 2003
Themen
Drucken
Teilen mit Twitter
Wer glaubt, die Musik von Stravinsky bestehe nur aus grauenvollen Missklängen, hat ganz offenbar eine Bildungslücke. Gerade die Kompositionen auf dieser mehrkanaligen Hybrid SACD gehören zu den eingängigsten Werken der modernen Klassik.

Petrouchka und das Scherzo à la Russe strotzen vor Geist und Humor und auch die Firebird Suite kann man echt geniessen. Paavo Järvi und das Cincinnati Symphony Orchestra geben eine überzeugende Interpretation dieser Werke und bringen feinsinnige, humorvolle und wenn es sein muss auch Klänge von brachialer Gewalt.

Aufgenommen wurde diese SACD im März 2002 in der Music Hall Cincinnati mit dem bewährten audiophilen Equipment von Telarc und DSD-Technik von Sony/Philips.

Die Aufnahmetechnik ist ebenfalls zu loben: Während sich vorne eine sehr breite Klangbühne aufbaut, sind die rückwärtigen Kanäle nicht ortbar, sondern tragen nur mit dezenten Raumeffekten zu einer natürlich wirkenden Konzertsaalatmosphäre bei. Klangfarben und Dynamik können echt begeistern.

Kurzum, eine Disc, die hält, was die Bezeichnung "hochauflösende Mehrkanaltechnik" verspricht.
STECKBRIEF
Albumtitel:
Stravinsky Petrouchka, The Firebird Suite, Scherzo à la Russe
Komponist:
Stravinsky
Label:
Telarc
Jahr:
2002
Bestellnummer:
SACD-60587
Tonformat:
Hybrid SACD Mehrkanal/Stereo
Medium:
SACD
Musikwertung:
9
Klangwertung:
9
Preis:
35
Bezugsquellen
Wettbewerb