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MUSIKREZENSION
ARTIKEL
Publikationsdatum
7. August 2002
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Für das «Celtic Spectacular» haben sich ungleiche Grössen zusammengetan: Erich Kunzel und sein Cincinnati Pops Orchestra mit den Chieftains, Sir James Galway, der Tenor John McDermott, um nur die grössten Namen zu nennen.

The Chieftains touren seit über 40 Jahren als Botschafter der keltischen Musik durch die Welt. Schon sechs Grammies hat ihnen ihr Engagement eingebracht. James Galway ist einer der weltbekanntesten Flötisten und spätestens seit seinem Album Celtic Ministrels ein grosser Kenner und Interpret keltischer Musik.

Die Selektion der Titel ist sinnvoll: ein möglichst breites Spektrum keltischer Musik von alt bis neu wird abgesteckt. Die Leistung der Musiker überzeugt beinahe immer, mit der Ausnahme des Gitarristen Ted Karas, der schlicht nicht das Niveau eines Solisten wie Sir James Galway erreichen kann. Zweiter Kritikpunkt ist der überflüssige Bombast. Die üppigen Arrangements passen häufig nicht zu den Themen, die vor allem auch durch ihre Schlichtheit bestechen.

Wirklich überraschend präsentiert sich der Sound: Warm und füllig, sensationell räumlich; eine wahre Wohltat für sensible Öhrchen.

Eine fundierte Sammlung keltischer Themen und Songs, äusserst gut gespielt in optimalem Sound. Viel mehr kann man wohl nicht mehr wünschen.
STECKBRIEF
Albumtitel:
A Celtic Spectacular
Komponist:
Kunzel Cincinnati Pops Orchestra
Label:
Telarc
Jahr:
2001
Bestellnummer:
SACD 60571
Tonformat:
Hybrid SACD Multichannel
Medium:
SACD
Musikwertung:
9
Klangwertung:
10
Preis:
50
Bezugsquellen
Wettbewerb