Koch: Da werden wir nicht mehr wissenschaftlich, denn das ist eher Glaubenssache. Ich brauche immer wieder folgendes Beispiel: Der Mensch ist wie ein Tier, das eine Gefahr nahen hört. Tritt zum Beispiel ein Löwe auf einen trockenen Ast, so nimmt der Mensch dieses kurzzeitige Knacken sehr intensiv als Gefahr wahr. Wir hören rasch ansteigende Impulse besser als langanhaltende hohe Frequenzen, die uns keine Gefahr melden. In der Musik hat es sehr viel Impulse mit kurzen Anstiegszeiten. Das ist so meine Theorie, weshalb man Dinge hört, die sich oberhalb 20 kHz abspielen.
avguide. Was man auch hört, ist dass das Digitalfilter bei der CD Phasendrehungen verursacht.
Wie steht das bei DSD?
Koch: Das ist eigentlich die Grundmotivation von DSD, dass man die Digitalfilter herausnehmen kann. Das macht die ganze Sache viel einfacher. Es wird einfacher, gute Wandler zu bauen. Aber im professionellen Bereich ist es nicht immer so einfach, weil wir immer noch abmischen müssen. So haben wir also immer noch Frequenzgangkorrekturen, immer noch Reverbs, Massnahmen zum Editieren etc. Diese Dinge rein im DSD-Bereich zu machen ist recht anspruchsvoll. Das Pyramix-System zum Beispiel nimmt wohl in DSD auf, macht jedoch das Processing mit 8fach Oversampling PCM. Die Bandbreite ist also hier genügend gross, um die DSD-Qualität nicht zu vermindern.
avguide: Aus Kopierschutzgründen wird das Signal sowohl bei DVD-Audio als auch bei der SACD nur analog über 6 Cinch Kabel zum Verstärker geleitet. Ist es nicht möglich, hier ein digitale Schnittstelle zwischen Spieler und Verstärker zu realisieren?
Koch: Das ist absolut machbar und in Bearbeitung. Bei den professionellen Geräten haben wir bereits digitale Schnittstellen, aber die besitzen keinen Kopierschutz. Es wird eine digitale Schnittstelle geben. Momentan gehen die Anstrengungen Richtung iLINK, d.h. FireWire. Die Flammen zweier Kerzen lecken an der Gehäusewand eines normalen, handelsüblichen Fernsehers. Leichte Rauchzeichen machen auf das kommende Unheil aufmerksam. Nach fünf Minuten steht das Gerät in Flammen, und eine dunkle Rauchwolke bereitet den zu nahe stehenden Personen Atembeschwerden. "Bitte zurücktreten!" ermahnt Roger Kissling, Geschäftsleiter bei Telanor und Verantwortlicher für die Finlux Safety ++-Demo, die zu sensationshungrigen Journalisten, denn in den nächsten Augenblicken ist mit einer Implosion der Bildröhre zu rechnen. Mit einem Knall verabschiedet sich die Bildröhre in die ewigen Gründe des Recyclings und zerplatzt. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn sich der Vorfall im Wohnraum oder im Schlafzimmer abgespielt hätte. Dass konventionelle Fernseher dermassen brennbar sind, erstaunt.

Quizfrage nach dem Kerzentest: Welches ist der brandsichere Finlux-Fernseher mit der Safety++-Technologie?
Täglich ein Brandschaden

Roger Kissling, Geschäftsleiter der Firma Telanor, stellt das Safety++ den geladenen Schweizer Fachjournalisten vor.
Die totale Sicherheit?
Mit dem Safety++ hat Finlux als erster Hersteller einen wegweisenden Schritt zur Brandbekämpfung getan. Alle Geräte mit der Bezeichnung ++ verfügen über nicht oder nur ganz schwer entflammbare Gehäuse und Bauteile. Die Hochspannungsteile befinden sich in einer Ummantelung aus selbstlöschender VO-Gussverbindung. Mindestsicherheitsabstände zwischen möglichen Zündstellen verhindern eine Ausweitung von Brandherden.Sämtliche Finlux-Geräte werden nun in Safety++-Technologie produziert und sind ab sofort im Fachhandel zu kaufen. Verschiedene Modelle in verschiedenen Bildgrössen, insbesondere im attraktiven 16:9-Breitbild-Format, sind verfügbar.



