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Publikationsdatum
23. Mai 2005
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Camcorder für die digitale Videoaufzeichnung gibt es in mehreren Formaten. Die Aufnahmen werden auf Band, DVD, Speicherkarte oder Festplatte aufgezeichnet. Unterschiedlich sind auch die Datenformate. Die Camcorder zeichnen in DV, MPEG-2 oder MPEG-4 auf.

Die Breite des Sortiments zeigt die Beliebtheit von Videoaufnahmen, mit denen wichtige Momente lebendig festgehalten werden.

Die vielen Ausstattungsmerkmale der einzelnen Modelle mit ihren Varianten erlauben die gezielte Auswahl eines Camcorders nach den eigenen Bedürfnissen.

Einige der Camcorder, die diesen Frühling neu vorgestellt wurden, sollen die wesentlichen Merkmale der digitalen Aufnahmemedien verdeutlichen. Nähere Angaben zu allen Camcorder-Modellen sind im
Produktefinder zu finden.

DV-Camcorder

Wer als Video-Filmer auf die 3CCD-Technologie setzt, findet diesen Frühling bei Panasonic mit dem NV-GS250 (Bild), dem NV-GS150 und dem NV-GS75 gleich drei neue Modelle. Standbilder werden auf SD Memory Card aufgezeichnet. Alle neuen Modelle sind mit USB 2.0 High Speed-Schnittstellen ausgestattet.
Wer das Heranwachsen der Kinder oder die Erlebnisse in den Ferien dokumentieren will, wird auf eine gute Bild- und Tonqualität nicht verzichten wollen, damit die Aufnahmen auch nach Jahren noch sehenswert sind.

Das DV-Format hat auch professionelle Varianten und ist damit Garant für hochstehendes Bild und Ton in CD-Qualität. Es wird vom Gelegenheitsfilmer ebenso verwendet wie vom ambitionierten Amateur und vom Profi.

Die verwendete miniDV-Kassette ist günstig und überall erhältlich. Das DV-Format erfüllt auch hohe Anforderungen an die Qualität des bearbeiteten Videos (Übergänge, Gestaltungsmöglichkeiten, Nachvertonung etc.), allerdings zum Preis eines grossen Arbeitsaufwandes und relativ komplexen Handlings.

Die Modellvielfalt bei den DV-Camcordern ist gross. Unterschiede gibt es in der Ausstattung und im Funktionsumfang.

Auffallend bei JVC und Panasonic sind diesen Frühling die hohen Werte des optischen Zooms. Während JVC mit Faktoren bis 25fach aufwartet, sind es bei Panasonic gar 30fach.

Neu bei zwei Modellen von Sonys DV-Camcordern ist die 4-kanalige Aufnahmefunktion für den Ton. Diese Audiokanäle können per Software in einen 5.1 Surround-Sound gewandelt werden. Zusammen mit der 16:9-Funktion kommt ein Hauch von Heimkino auch in die eigenen Videoaufnahmen.

Digital8

Das Top-Modell der Digital8-Camcorder von Sony, der DCR-TRV480, kann Fotos (640 x 480) und kleine MPEG-Movies erstellen, die separat über den Memory-Stick-Slot abgespeichert werden können.
Sony ist der einzige Hersteller von Digital8-Camcordern, das insbesondere für diejenigen eine Wahl ist, die vom analogen Video8- beziehungweise Hi8-Format auf das digitale Video wechseln.

Von den dieses Frühjahr neu vorgestellten Digital8-Modellen ist der DCR-TR480 rückwärtskompatibel zu Video8.

Er liest analoge Kassetten und gibt die Daten digital aus, so dass diese auf den PC überspielt und dort weiterverarbeitet werden können.

DVD-Camcorder

Sonys Design-Modell bei den DVD-Camcordern, der DCR-DVD7 ist mit der Easy Handycam-Funktion ausgestattet. Ein Knopfdruck, und die Kamera übernimmt alle wichtigen Einstellungen wie Verschlusszeit oder Weissabgleich.
DVD-Camcorder zeichnen das Bild im MPEG-2-Format und den Ton in Dolby Digital 2.0 auf. Das Format ist also dasselbe wie bei der DVD-Video und garantiert hohe Bild- und Tonqualität.

Die Aufnahmen lassen sich allerdings nicht so raffiniert bearbeiten wie die DV-Aufnahmen. Bei Übergängen kommt es oft zu kurzen Unterbrüchen mit stehenden Bildern, eine Gestaltung mit Betitelung und Nachvertonung ist nicht oder nur rudimentär möglich.

Die Wiedergabereihenfolge kann jedoch festgelegt werden; ein einfach zu erstellendes DVD-Menu gibt Übersicht und hilft bei der Navigation. Der Erinnerungswert der Aufnahmen bleibt erhalten, und das bei einfacher Handhabung.

Diesen Frühling hat Sony neue DVD-Camcorder vorgestellt, und zwar gleich fünf neue Modelle. Sie zeichnen auf die acht Zentimeter grossen DVD-R/-RW/+RW als Speichermedium auf.
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Drei Camcorder nehmen den Ton im Dolby Digital Surround Sound auf. Das Mikrofon dazu ist bei einem Modell bereits eingebaut, bei den anderen kann es extern angeschlossen werden.

Camcorder mit Festplatte

Bis zu 60 Min. digitale Camcorderaufnahmen werden beim GZ-MC500 in MPEG-2 auf dem mitgelieferten 4GB Microdrive gespeichert, der sich, ebenso wie die CF- oder SD-Speicherkarten für JPEG-Digitalfotos, in den entsprechenden Einschub im Gerät schieben lässt. Die Software für die Nachbearbeitung am Computer wird mitgeliefert.
Ebenfalls im MPEG-2- und im Dolby Digital 2.0-Format zeichnet die Everio-Serie auf, die JVC letzten Herbst eingeführt hat. Damit bürgt sie für gute Bild- und Tonqualität.

Das Besondere bei den Everio-Modellen ist die Speicherung auf Microdrive, einer Festplatte, die zur Zeit mit einer Kapazität von 4 GByte angeboten wird. Das reicht für 60 Minuten qualitativ hochstehendes Video.

Der Microdrive bietet einige Vorteile. Er ist sehr klein, wodurch auch der Camcorder klein gehalten werden kann. Die Wechselfestplatte im Compact-Flash-Format kann vom PC direkt gelesen werden. Dank des MPEG-2-Formats ist keine Datenkonvertierung wie bei DV nötig.

Da der Microdrive teuer ist, muss sein Inhalt auf die Fetsplatte des PCs überspielt werden, sobald die Kapazität ausgeschöpft ist. Wer kein Notebook mit in die Ferien nehmen will, kann sich eine externe Festplatte anschaffen, die den Microdrive direkt lesen kann.

Dieses Frühjahr wurde das dritte Modell der Everio.Serie, der GZ-MC500 vorgestellt. Er vereint einen 3-Chip Camcorder mit einer 5 Megapixel Fotokamera. Als Schnittstelle zum PC ist ein USB 2.0-Anschluss eingebaut.

Aufnahme auf Speicherkarte

Die Xacti C5 von Sanyo ist eine digitale Videokamera, die Filme im MPEG4-Format in VGA-Auflösung mit 30 Bildern pro Sekunde aufzeichnet und eine digitale Fotokamera mit einer Auflösung von 5 Millionen Bildpunkten.
Wer Eindrücke der letzten Party per E-Mail verschicken will, kommt mit einer geringeren Bildqualität, wie sie MPEG-4 bietet, zurecht.

MPEG-4 braucht verhältnismässig wenig Speicherplatz und ist dennoch in der Lage, eine Situation stimmungsgerecht einzufangen, eignet sich also bestens für spontane Aufnahmen, die nicht mehr wollen als ein Schnappschuss in der Fotografie.

Dank des geringen Datenvolumens können MPEG-4 Aufnahmen auch für die Übertragung bewegter Bilder im Internet verwendet werden. Für die Speicherung der Aufnahmen kommen Speicherkarten zum Einsatz.

Diesen Frühling neu auf den Markt gekommen ist in der Xacti-Serie von Sanyo die C5. Die handliche Kamera wiegt nur 142 Gramm und misst 68 x 108 x 23 mm. Sie macht MPEG4 Videoaufnahmen im VGA- Format (640 x 480 Bildpunkte bei 30 Bildern pro Sekunde). Für digitale Fotos stehen effektiv 5,1 Megapixel zur Verfügung. Sie speichert auf eine SD Card.