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TESTBERICHT
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Publikationsdatum
14. Oktober 2016
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MEDIEN

Die Fujifilm X-T2 ist eine spiegellose Systemkamera mit 24,3 Megapixel grossem Sensor im APS-C-Format. Wie das Vorgängermodell X-T1 kommt sie im Stil einer Spiegelreflexkamera daher, hat aber nicht nur mehr Pixel erhalten, sondern ist auch schneller geworden bei Autofokus, Serienbildern und Sucherbild-Refresh.

Für den Test stand uns die Kombination von X-T2 und dem Fujinon-Objektiv XF 16-55mm F2.8 R LM WR zur Verfügung. Auf Kleinbildformat umgerechnet deckt diese Optik den Bereich von 24 bis 84 mm ab. Auch der neue «Power-Booster-Handgriff» VPB-XT2 konnten wir schon unter die Kamera schrauben.

So ausgerüstet wiegt die Kamera gut 1600 Gramm. Ohne Batteriegriff sind es noch 1255 Gramm. Die X-T2 ist somit nicht unbedingt ein Leichtgewicht, doch man «fühlt» förmlich ein wertiges Teil in seiner Hand. Das Gehäuse ist vollständig aus einer Magnesiumlegierung gefertigt. Dadurch ist es trotz seiner Kompaktheit auch sehr solide und robust.

Die Kamera ist an 63 Stellen abgedichtet und gegen Staub und Spritzwasser geschützt. Zudem soll sie kälteresistent bis zu einer Temperatur von minus zehn Grad sein, was wir angesichts der warmen Herbsttemperaturen nicht überprüften.

Zusammen mit dem Batteriegriff und einigen Fujinon-XF-Objektiven, die ebenfalls wetter- und kältegeschützt sind, darf man die X-T2 auch bei schlechten Wetter mit ruhigem Gewissen nach draussen nehmen.

In den «Power-Booster-Handgriff» passen zwei Akkus, so dass insgesamt drei Batterien, inklusive derjenigen in der Kamera, gleichzeitig verwendet werden können. Die Akkuleistung reicht dann für bis zu 1000 Bilder im «Normal-Modus».

Der Batteriegriff ist zudem sehr praxisbezogen konstruiert. So dient er auch als Schnellladegerät für die eingelegten Akkus. Diese lassen sich rasch und bequem herausnehmen, auch wenn sich die Kamera auf einem Stativ befindet.

Durchdachte Konstruktion: Der «Power-Booster-Handgriff» ist gleichzeitig ein Schnellladegerät und die Akkus lassen sich auch bei Stativeinsatz in einem Magazin seitlich herausziehen.

Die Bedienung der Kamera erfolgt hauptsächlich über zwei mechanische Wahlräder, die komplett aus Aluminium gefertigt sind, doppelt übereinander lagern und mit einem «Lock-&-Release-Mechanismus» verriegelt werden können. Mit ihnen werden Verschlusszeit, ISO-Empfindlichkeit, Belichtungsmessmethode und Aufnahmebetriebsart eingestellt. Für die Belichtungskorrektur steht ein drittes Rad, ohne Überlagerung, zur Verfügung.

Die Einstellwerte auf allen Rädern sind etwas vertieft aufgebracht und sollten dadurch auch nach längerer, intensiver Nutzung noch gut ablesbar sein. Die Drehräder sind seitlich geriffelt und die oberen Funktionen gut einstellbar. Die unteren Einstellräder gehen etwas harziger, und wenn sie sich in ihren Endpositionen nahe am Sucheraufbau befinden braucht es spitzige Finger, um sie wieder zurückzustellen.

Das Display lässt sich nicht nur nach oben und unten kippen, sondern zum ersten Mal bei der X-Serie auch seitlich ausschwenken. Dies erleichtert das Fotografieren aus ungewöhnlichen Perspektiven und speziell im Hochformat erheblich. Der Bildschirm kann jedoch nicht vollständig hoch- oder umgeklappt werden. Als Selfie-Maschine ist die Kamera weniger geeignet.

Die X-T2 ist mit einem zweifachen SD-Karten-Slot ausgestattet. Beide Speicherkartenplätze unterstützen den schnellen UHS-II-Standard. Neu ist auch die USB-3.0-Schnittstelle. Auf einen eingebauten Bildstabilisator muss der Fujifilm-Fotograf auch bei der X-T2 weiterhin verzichten. Genauso wie auf ein integriertes Blitzlicht. Es wird ein kleines Aufsteckblitzgerät mitgeliefert.

Hochformat: Der seitlich ausschwenkbare Bildschirm ist bei Porträtaufnahmen eine willkommene Hilfe.
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