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TESTBERICHT
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Publikationsdatum
18. Mai 2009
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Klipsch, eigentlich ein Hersteller von High-End Lautsprechern, versucht mit der Zeit zu gehen und bringt eine Reihe von Produkten auf den Markt, die den High-End Sektor verlassen.

Mit dem Klipsch CS-700 zum Beispiel versucht die Firma innovative, kabellose und raumübergreifende Musiksysteme herzustellen.

Das Klipsch Homecinema-System CS-700 besteht im wesentlichen aus drei Teilen: Einem Klipsch-Controller (Haupteinheit), zwei Satelliten-Lautsprechern und einem wuchtigen 200-Watt Subwoofer.

Das integrierte DVD-Laufwerk spielt alle gängigen Formate (inkl. MP3) problemlos ab. Leider aber eben nur DVD's oder CD's. Ein BluRay-Player wäre in der heutigen Zeit wünschenswert gewesen.

Dafür ist ein FM/AM Tuner integriert, der entweder durch die mitgelieferte Hosenträgerantenne oder aber den Kabelanschluss gespeist werden kann.

2.1 Soundsystem ohne Ecken und Kanten

Die Lautsprecher und der Subwoofer sind zwar nur aus Plastik, machen aber trotzdem einen guten Eindruck und wirken mit den Hochglanzflächen edel und robust.

Die Haupteinheit dagegen wirkt etwas billig. Anders als bei anderen Geräten, soll das Klipsch-System mit wenigen Ecken und Kanten auskommen, so gestaltete man das CS-700 mit vielen abgerundeten Kanten und Ecken.

Entstanden ist dabei eine sehr eigene Geräteform, welche zwar (ja nach Geschmack) noch gefallen mag, aber, da das ganze Gehäuse aus Plastik ist, bei näherem Hinsehen leider etwas billig wirkt.

Wireless Subwoofer

An der Haupteinheit (Klipsch-Controller) werden die Lautsprecher mittels mitgelieferter Kabel angeschlossen. Auch der Subwoofer wird angeschlossen - halt, da ist ja gar kein Anschluss? Richtig! Der Subwoofer benötigt ausser einem Netzanschluss keine Kabelverbindung zum Hauptgerät. Das CS-700 erkennt den Bass automatisch.

So erspart man sich mühsames Kabelverlegen und kann den Subwoofer irgendwo im Raum platzieren (wo spielt für den Klang keine Rolle, da das Ohr die Bässe, im Gegensatz zu hohen Tönen, nicht genau orten kann).

Alles ohne Ecken und Kanten: Beim Soundsystem CS-700 von Klipsch fällt sofort der grosse Subwoofer auf

Für den Anschluss der Haupteinheit an das heimische Fernsehgerät stehen einem fast alle Möglichkeiten offen.

Idealerweise per HDMI- oder Componenten-Anschluss, alternativ aber auch per S-Video oder Composite lässt sich das Klipsch Homecinema-System CS-700 problemlos an jedes TV-Gerät anschliessen.

Die Anschlussmöglichkeiten für externe Geräte sind dagegen etwas spärlich gesät: Zwar steht über den SAT-CBL Input ein Componenten-Eingang zur Verfügung, einen HDMI-Eingang sucht man indes vergebens.

Die beiden Aux-Eingänge (einer davon auf der rechten Geräteseite) bieten dann nicht mal mehr Componenten-Eingänge, sodass auf die analogen S-Video oder Composite-Eingänge ausgewichen werden muss.

Da trösten die beiden digitalen Audioeingänge (je Quelle zwei mal optisch und coaxial) nicht genug - für ein innovatives Produkt im Jahr 2009 eindeutig zu magere Anschlussmöglichkeiten.

Hingegen positiv heraus zu heben ist der USB Anschluss. Mittels USB-Stick können so Fotos oder Musikdateien direkt angeschaut respektiv gehört werden.

Virtual Surround mit wuchtigem Bass

Da das Klipsch CS-700 System nur zwei Lautsprecher und einen Subwoofer beinhaltet, wird der Surroundsound simuliert.

Die beiden Satellitenlautsprecher geben da ihr bestes, und trotz der geringen Grösse bekommt man einen ziemlich satten Klang ins Wohnzimmer. Der wuchtige 200-Watt Subwoofer untersützt die kleinen Satelliten auch mächtig.

Zwar kommt ein virtuelles Surround nie an ein richtiges Surroundsystem heran, für Benutzer mit Lautsprecherphobie, die trotzdem nicht auf Raumklang verzichten wollen, ist ein solches System allerdings keine schlechte Alternative.

Natürlich verfügt das System auch über eine Fernbedienung. Wie das Hauptgerät ohne Ecken und Kanten hat die Fernbedienung zwar alles nötige auf sich, liegt aber nicht perfekt in der Hand und erschwert so das Erreichen gewisser Tasten mit einer Hand.

Room Groove - Dokingstation der Superlative

Auf den ersten Blick eine normale Dokingstation für den iPod, doch im Kleinen schlummert grosses.

Auf den ersten Blick, sieht die iPod Dokingstation von Klipsch aus wie jede andere. Eine schwarze Speaker-Front mit Anschlussmöglichkeit für alle iPods mit dem 30-Pin digital-Stecker.

Per Knopfdruck kommt (ähnlich wie eine CD-Schublade) die Anschlusseinheit für dem iPod sehr elegant heraus, den MP3-Player drauf gesetzt, erklingt auch schon die Musik durch die Lautsprecher.

Auch nichts wirklich Neues: Die mitgelieferte Fernbedienung lässt den iPod bedienen und so Song um Song und Playliste um Playliste abspielen.

Doch der Room Groove hebt sich doch von anderen Geräten ab. Er kommuniziert mit anderen Klipschgeräten Wireless.

Das im Wohnzimmer eingerichtete Klipsch Homecinema-System CS-700 kann jetzt auf den iPod, der im Nebenzimmer auf dem Room Groove gedockt ist, zugreifen und die Songs abspielen. Auch fernbedienen des iPod ist kein Problem. Die Steuersignale werden ebenso übertragen wie die Audio-Signale.

Das ganze funktioniert auch umgekehrt. CD's, die mit dem CS-700 abgespielt werden, können auf dem Room Groove in einem anderen Raum ohne Qualitätseinbusse gehört werden.

CD-Qualität ohne Empfangsschwächen

Die Room Groove's funktionieren sehr zuverlässig. Auch über zwei Zimmer Distanz merkt man keine Qualitätseinbusen auf das gesendete CD-Signal.

Wer auf das 2400 Franken teure Klipsch CS-700 System verzichten, aber trotzdem die Vorzüge der Room Groove's nutzen möchte, kann das tun. Die durchaus preiswerten Kleingeräte (525 Franken) können auch ohne das CS-700 kommunizieren.

Egal wo, das Klipsch Room Groove verteilt den Sound in alle Räume

Ein Room Groove mit iPod genügt, und es können unbegrenzt viele (ungeprüfte Herstellerangabe!) gleiche Geräte angesteuert werden.

Kommuniziert wird über eine 2,4 GHz-WiFi-Technologie, die zusammen mit programmierbaren Codes für jedes einzelne Gerät eine eigene Adressierung erstellt. So können die Room Groove's sogar verschiedene Quellen gleichzeitig abspielen (zum Beispiel: Room Groove A spielt die CD aus dem Wohnzimmer, während Room Groove B die Songs vom iPod abspielt).

Doch nicht nur iPods können in das Multiroomsystem integriert werden: Jedes Room Groove verfügt über einen Jack-Anschluss, über welchen jedes Gerät mit einem Kopfhörerausgang angeschlossen werden kann. Natürlich können diese Geräte dann nicht mehr fernbedient werden, doch kann es durchaus von Nutzen sein, wenn man seinen PC und somit seine Lieblings-Webradio Station einspeisen kann.

Fazit

Das Klipsch CS-700 DVD- und Homecinema System ist mit 2400 Franken zwar recht teuer, hat aber vor allem mit dem Room Groove's einiges zu bieten.

Keine lästigen Kabel und doch qualitativ hochwertiger Sound im ganzen Haus. Die Negativpunkte liegen aber beim Homecinema System auf der Hand: Zu wenige Anschlüsse für externe Geräte und anstatt einen Blu-ray-Player verfügt es leider nur über ein DVD-Laufwerk.

STECKBRIEF
Modell:
CS-700
Profil:
Homecinema, ausbaubar auf ein komplexes Multiroomsystem.
Pro:
Ein iPod auf einem Room Groove und das ganze Link-System kann darauf zugreifen.
Contra:
Kein Blu-ray-Laufwerk, allgemein zu wenige Anschlüsse am Homecinema.
Preis:
2'398.00 CHF
Hersteller:
Jahrgang:
2009
Vertrieb:
Masse:
600 x 800 x 1000 mm
Gewicht:
18 kg
Farbe:
Schwarz
Modell:
RoomGroove
Preis:
525.00 CHF
Hersteller:
Jahrgang:
2009
Vertrieb:
Masse:
180x40x15 mm
Gewicht:
2 kg
Farbe:
Schwarz
Analog Input:
1 (Jack)
Digital Input:
1 (30-Pin-iPod Schnittstelle)
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