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TESTBERICHT
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Publikationsdatum
22. September 2014
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Neuland mussten die Elac-Ingenieure bei der Entwicklung der AIR-X-Reihe nur zum Teil betreten. Bietet die Kieler Lautsprecher-Manufaktur doch seit geraumer Zeit Aktivmonitore an, die zum Besten in ihrer Kategorie gehören. Zum AM180 (sie denTest "Surchoix" in avguide.ch) hat die von uns ausprobierte AIR-X 403 – neben einigen Gemeinsamkeiten – auch gehörige Unterschiede aufzuweisen.

Aktivierte BS 403

Als Basis für die kleinere AIR-X-Box (daneben gibt es noch die grössere AIR-X 407) dient die passive BS 403, die als äusserst hochwertige, audiophile Kompaktbox daher kommt. Sichtbar ist dies – nebst tadellosem Hochglanz-Finish – an der Treiberbestückung: Im Hochtonbereich kommt der bewährte „JET“-Hochtöner zum Einsatz, der in der unlängst überarbeiteten fünften Generation noch mehr Feinzeichnung und Obertonglanz verspricht. Hierbei handelt es sich um einen Air Motion Transformer, ein Schallwandlerprinzip, das vom deutsch-amerikanischen Physiker Ocar Heil erfunden wurde.

Die leichte, wellenförmig gefaltete Membran des JET-Hochtöners verhilft der AIR-X zu einer überlegenenen Hochtonzeichnung

Der AMT verwendet eine lamellenartig gefaltete Membran, die sich analog zu den Musikschwingungen wie eine Ziehharmonika zusammenzieht und wieder ausdehnt. Dabei wird die Luft in Form von Schallwellen aus den Falten herausgepresst und beschleunigt: Bezogen auf eine definierte Fläche kann die Membran deutlich mehr Luft in Bewegung versetzen als die plane Folie eines Bändchens oder Magnetostaten. Nicht nur der Wirkungsgrad profitiert davon; Air Motion Transformer zeichnen sich zudem durch sehr geringe Verzerrungen sowie überlegene Fein- und Grobdyamik aus. Hörtests beweisen immer wieder, dass mit AMTs eine mühelose und anspringende Hochtonwiedergabe realisiert werden kann. So hat auch schon das Vorgängermodell JET 3 von Elac seine Meriten hinlänglich unter Beweise gestellt; der neue JET 5 ist noch tiefer ankoppelbar und soll insgesamt pflegeleichter sein.

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