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TESTBERICHT
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Publikationsdatum
21. November 2011
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MEDIEN

Wer sich ernsthaft mit Videos beschäftigt (ohne gleich ins Profilager wechseln zu wollen), benötigt nach wie vor einen guten Camcorder. Doch woran erkennt man einen «guten» Camcorder?

Um Ihnen die Qual der Wahl zu erleichtern, veröffentlichen wir hier Erfahrungstests. Diesmal wählte ich bewusst ein weniger bekanntes Produkt und war selber gespannt.

Allgemeines zu Speicher und Komprimierung

Da die Tage der DV-Kassette gezählt zu sein scheinen (was ich eigentlich bedaure, da noch kein wirklicher Backup-Ersatz vorliegt), scheint das Medium der Zukunft der Flash-Speicher zu sein. Doch dies bedeutet, dass die Dateien kleiner werden müssen. Der aktuell von den meisten Herstellern unterstützte Codec ist AVCHD, eine MPEG-4 Variante. Doch auch hier gibt es (nebst unterschiedlichen Codecs der einzelnen Hersteller!) verschiedene Qualitätsvarianten: Die Legria M-Modelle weisen z.B. fünf wählbare Qualitätsstufen auf.
Vorteil: Kleine Dateien mit guter Bildqualität.
Nachteil: Eine direkte Nachbearbeitung ist (zur Zeit) ohne Wandlung kaum möglich.

Flash-Speicher hat natürlich den grossen Vorteil, dass wir weder Motor noch verschmutzte Videoköpfe in Kauf nehmen müssen (no moving parts = no problems), und dass dadurch auch ein zusätzlicher Gewichtsvorteil entsteht.

Ausgepackt

Aus der grossen Legriafamilie von Canon wählte ich das Full-HD-Flaggschiff, das es auch in abgespeckten Versionen gibt - doch dazu später mehr.

Als erstes überraschte mich das Leichtgewicht von nur gerade 360 Gramm. Als zweites waren es die fehlenden Bedienelemente, die mich stutzen liessen. Auch wenn man gleich nach dem Aufladen des beiliegenden Akkus loslegen kann (Power on, Start/Stop-Taste drücken) empfiehlt es sich, die Bedienungsanleitung zu studieren (evtl. ausdrucken).

Speicher

Die M41 kommt mit einem internen Speicher von 32 GB, was in der besten Auflösung (MXP = 1920 x 1080 square Pixel = Blu-Ray Standard) beinahe 3 Stunden und im (schlechtesten) LP Mode (= 1440 x 1080) über 12 Stunden Aufnahme ermöglicht. Daneben stehen noch zwei Kartenplätze zur Verfügung, die man nochmals mit bis zu je 64 GB belegen kann.

Dateien können intern verschoben (also z.B. vom internen Speicher auf eine der Karten) und via USB (2.0) problemlos auf eine Festplatte im oder am Rechner kopiert werden.

Wichtiger Bestandteil der M41 ist das ausgezeichnete LC-Display

Zubehör

Die M41 kommt mit einem Netz/Ladegerät, einem (meiner Ansicht nach) etwas kleinen Akku (grössere Akkus, die das Batteriefach ausfüllen, gibt es als Extra), einer praktischen Fernbedienung (inkl. Knopfbatterie), einer TouchPen (d.h. ein Kunststoffteil zum Anwählen der Funktionen des Touchscreen, falls die Finger zu gross sein sollten), einem HDMI-Kabel (HDMI-mini > HDMI), einem AV-Kabel, einem USB-Kabel, einer gedruckten Schnellanleitung und zwei CD-ROMs mit den PDF Dateien und Software. Ausser dem Akku würde ich das Angebot als «grosszügig» bezeichnen, da man ja dank dem grossen internen Speicher ohne Karte auskommt.
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