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TESTBERICHT
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Publikationsdatum
14. Mai 2007
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Wer findet den Unterschied?

Den gibt es nämlich auch von aussen, mit 76 mm Diagonalen des LCDisplays bei der TZ3 gegenüber 63 mm bei der TZ2. Ansonsten sind die Gehäuse und die Bedienelemente identisch. Auch das massive Leica-Objektiv mit 28 bis 280 mm Brennweite bleibt sich gleich. Richtig gelesen, beide Kompaktkameras haben ein optisches 10fach Zoom, bei Anfangslichtstärken von F3.3 bis 4.9. Ausgeschaltet fährt das Objektiv beinahe vollständig ins Gehäuse ein, und die restlichen Millimeter schützen sich in einem feststehenden Ring.

Was gleich bleibt

Zwar nicht mehr ganz kompakt, doch der Griff hat sich gelohnt. Zudem stört so der feststehende Objektivring weniger.
Durch ihre Aussenmasse gehören sie noch knapp zu den Kompaktkameras, gleichzeitig bieten sie durch ihre Grösse bereits guten Halt für die bedienende Hand. Als positiver Nebeneffekt hat im Griffstück ein grösserer Akku Platz, dessen Leistung lange reicht – bei der TZ2 übrigens etwas länger als der TZ3. Nochmals zurück zum Objektiv: 28 mm Brennweite versprechen richtiges Weitwinkelvergnügen, und trotz unterschiedlicher Sensorgrösse wählen beide Kameras genau denselben Bildausschnitt, dieselbe Belichtungszeit, dieselbe Blende. Und sie sind gleich schnell. Die Auslöseverzögerung ist sicher nicht mehr das Problem, aber die Fokussierung braucht einen Moment. Zumindest im normalen und Weitwinkelbereich sind beide ausgezeichnet unterwegs, mit 10fachem Zoom brauchen sie einen Moment länger.

Gemeinsame Qualitäten

Der Akku der TZ2 reicht weiter als bei der TZ3 - wohl aufgrund des kleineren Displays, das weniger Strom verbraucht.
Ein optisches 10fach Zoom verlangt nach einer ruhigen Hand und gutem Licht sowie hoher Lichtstärke und Empfindlichkeit seitens der Kamera. Panasonics optischer Bildstabilisator O.I.S. leistet hier ganze Arbeit, und rettet über mehrere Verschlusszeitenstufen gegenüber Aufnahmen aus freier Hand. Aber wehe, das Motiv bewegt sich – dann hilft die intelligente ISO-Kontrolle, welche die Empfindlichkeit bis zum wählbaren Maximalwert von 400, 800 oder 1250 hochschraubt. Wobei gerade der letzte nur für den Notfall zu gebrauchen ist. Es entstehen zwar noch unverwackelte Bilder, doch bezüglich Rauschen und Farben sind Kompromisse einzugehen – mit minimalen Unterschieden zwischen TZ2 und TZ3. Im allerletzten dringenden Fall rettet übrigens eine wählbare Szene jedes noch so kleine Quäntchen Licht auf den Speicher - mit ISO 3200.

Der feine Unterschied

Welche ist es nun? Von vorn sind die beiden nicht zu unterscheiden, beide besitzen dasselbe Leica-Objektiv.
Ganz genau betrachtet, in voller Grösse, eins zu eins nebeneinander, lassen sich tatsächlich kleine Unterschiede in den Bildern erkennen. Bestens geeignet dafür ist die Natur, da das menschliche Auge im Grünbereich die höchste Empfindlichkeit besitzt. Und hier zeichnet die TZ3 mit ihren 7.2 Megapixeln noch feinere Konturen noch schärfer nach als die TZ2, welche ihre Arbeit ebenfalls sehr gut macht. Aber die Umrisse des entfernten Laubes, oder die Konturen feinster Äste scheinen mit der TZ3 noch genauer getroffen. Auf Postkartengrösse eingedampft hingegen bleibt von diesem Unterschied keine Spur mehr übrig, erst in grossen Formaten wird dieser sichtbar – wenn man ihn sucht. Ach ja, der Makrobereich beginnt bei der TZ2 fünf Millimeter näher beim Objektiv.

Lohnt sich die Million?

Die Millionenfrage: Panasonic DMC-TZ2 oder TZ3?
Das grosse Plus der TZ3 gegenüber der TZ2 ist nicht die Bildqualität, auch wenn sie hier noch eine Spur besser abschneidet. Der grosse Vorteil liegt im Display mit 76 mm Diagonale, welches richtig Spass macht. Nicht dass die 63 mm der TZ2 nicht reichen, schlecht auflösen oder in hellem Licht kaum zu erkennen wäre, hier verdienen beide sehr gute Noten. Aber es gibt der TZ3 den letzten Schliff. Andererseits ist mit der TZ2 sehr gut bedient, wer zwar die Qualitäten der grösseren Schwester möchte, aber den kleineren Preis sucht.
STECKBRIEF
Modell:
DMC-TZ2
Profil:
Die Panasonic DMC-TZ3 ist die getunte TZ2. Durch die höhere Auflösung etwas schärferes Bild, statt 63 ein 76 mm Display. Ansonsten sind sie absolut identische Kompaktkameras mit Weitwinkel, riesigem Zoombereich und ausgezeichneter Bildqualität.
Pro:
10fach optisches Zoom;Optischer Bildstabilisator;Intelligent ISO Control;Sehr gute Bilder;Geschwindigkeit;Grosses Display (TZ3)
Contra:
Fix hervorstehende Teile;Wenig manuelle Einstellmöglichkeiten
Preis:
549.00 CHF
Hersteller:
Jahrgang:
2007
Vertrieb:
Masse:
105 x 59 x 37 mm
Gewicht:
0,222 kg
Farbe:
silber, schwarz
Auflösung:
4:3: 2816 x 2112, 3:2: 2976 x 1984, 16:9: 3072 x 1728
Aufnahmedistanz:
50 cm bis unendlich, 5 cm Makro
Bildformate:
JPEG, DPOF kompatibel
Bildsensor:
1/2,3 Zoll CCD
Brennweite:
28 - 280 mm (35 mm KB)
Datenformat:
JPEG, DPOF kompatibel
Digitalzoom:
4 x
eingebauter Speicher:
12,7 MB
Empfindlichkeit ISO:
Auto / ISO / 100 / 200 / 400 /800 / 1250, Hochempfindlichkeitsmodus 3200
LCD Monitor:
2,5 Zoll TFT, 207'000 Pixel
Objektiv:
F3,3/8,0 [W] / F4,9/11 [T]
Optisches Zoom:
10 x
Pixel:
6,0 Mega
Schnittstelle:
USB, AV
Speichermedien:
SD, SDHC, Multimedia Card
Verschlusszeit:
60 [Sternenhimmel-Modus] - 1/2000
Videoaufnahme:
640x480 / 320x240 (30/10 B/s)
Modell:
DMC-TZ3
Preis:
649.00 CHF
Hersteller:
Jahrgang:
2007
Vertrieb:
Masse:
105 x 59 x 37 mm
Gewicht:
0,232 kg
Farbe:
silber, schwarz, blau
Auflösung:
4:3: 3072 x 2304, 3:2: 3216 x 2144, 16:9: 3328 x 1872
Aufnahmedistanz:
50 cm bis unendlich, 5 cm Makro
Bildformate:
JPEG, DPOF kompatibel
Bildsensor:
1/2,4 Zoll CCD
Brennweite:
28 - 280 mm (35 mm KB)
Datenformat:
JPEG, DPOF kompatibel
Digitalzoom:
4 x
eingebauter Speicher:
12,7 MB
Empfindlichkeit ISO:
Auto / ISO / 100 / 200 / 400 /800 / 1250, Hochempfindlichkeitsmodus 3200
LCD Monitor:
3,0 Zoll TFT, 230'000 Pixel
Objektiv:
F3,3/8,0 [W] / F4,9/11 [T]
Optisches Zoom:
10 x
Pixel:
7,2 Mega
Schnittstelle:
USB, AV
Speichermedien:
SD, SDHC, Multimedia Card
Verschlusszeit:
60 [Sternenhimmel-Modus] - 1/2000
Videoaufnahme:
640x480 / 320x240 (30/10 B/s)