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TESTBERICHT
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Publikationsdatum
4. April 2011
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Die beliebte CM-Reihe geht in die nächste Generation und ersetzt die im Jahre 2007 eingeführte CM7 durch die CM8. Trotz schlanker Statur vereint der kompakte 3-Weg-Standlautsprecher nahezu alle Schlüsseltechnologien von B&W. Das Design sieht schon mal sehr vielversprechend aus, doch wird sie auch klanglich mit ihrem Äusseren mithalten können?

Schlanke und elegante Optik

Optisch präsentiert sich die CM8 schlank und kompakt im Design, wobei ihre Stellfläche mit der einer zierlichen CM1 verglichen werden kann. Mit gerade mal 96 cm Höhe und einer Breite von 16,5 cm ist die CM8 ein schmaler, optisch sehr ansprechender Standlautsprecher.


Neben den beiden Echtholzfurnieren Nussbaum rot und Wenge gehören auch Schwarz glänzend und ein stilvolles Weiss zur Angebotspalette. Der Grill wird magnetisch festgehalten, so dass die Linienführung der Lautsprecherfronten nicht durch störende Befestigungselemente gestört wird. Wahlweise kann man den Grill auch entfernen, denn auch ohne diesen ist die CM8 ein echter Hingucker.

Beim Aufstellen der Lautsprecher muss man zudem entscheiden, ob man als Abstandshalter zur mitgelieferten Bodenplatte Gummifüsse oder Spikes verwenden möchte. Optisch haben mich die Gummifüsse mehr angesprochen, doch das liegt natürlich im Auge des Betrachters. Auf allfällige klangliche Unterschiede zwischen Gummifüssen und Spikes werde ich im Hörtest unten zurückkommen.

Entwicklung und Komponenten erster Klasse

Die Chassis und das Gehäuse werden wie immer bei Bowers & Wilkins im eigenen Haus entwickelt und hergestellt. Dies garantiert konstante Qualität und ein optimales Zusammenspiel aller Komponenten. Doch wird sich das auch im Hörtest widerspiegeln?


Bowers & Wilkins setzt bei der CM8 auf altbewährtes: im oberen Frequenzbereich wird eine 25 mm-Aluminiumkalotte als Hochtöner verwendet, die Merkmale der berühmten Nautilus-Röhrentechnologie mit auf den Weg bekam. Durch einen sich verengenden Hohlraum sollen rückwärtige Reflexionen effektiv absorbiert und zurückstrahlende Schallreflexionen verhindert werden, was zumindest theoretisch einem natürlichen Klangcharakter zugute kommt.

Ein inzwischen schon charakteristisches Merkmal von Bowers & Wilkins Lautsprechern ist das extrem minimalistische Weichenprinzip vor dem Hochtöner. Die Weiche 1. Ordnung wird mit nur einem einzigen Kondensator im Signalweg gebildet. Der grosse Vorteil dieses Weichenprinzips ist die geringe Phasenverschiebung und die daraus resultierende maximale Impulstreue.

In der Mittellage arbeiten sickenlosen Kevlargewebe-Mitteltöner. Dank der sickenlosen Membran sollen viel weniger Verfärbungen als bei herkömmlichen gewölbten Sicken entstehen. Statt in unerwünschten Phantom-Schallquellen wird die überschüssige Schwingungsenergie in Wärme umgewandelt. Im Tieftonbereich verrichten zwei ebenfalls 130 mm grosse Treiber mit Papier-/Kevlar-Membran ihren Dienst.

Ob mit oder ohne Stoffabdeckung, die CM8 von Bowers & Wilkins ist ein echter Hingucker.
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