TESTBERICHT
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Bilder im Vergleich

Hinsichtlich der Bildqualität schenken sich die beiden Kontrahenten nichts, sondern zeigen sich weitgehend ebenbürtig.

Unsere Outdoor-Testmotive belichtete die Canon etwas knapper als die Nikon, die das Motiv wie wahrgenommen wiedergab.

Aufgenommen in den Standardeinstellungen bzw. im entsprechenden Bildstil (Bildabstimmung) fielen die Bilder der Nikon leicht bläulich kühl aus, während die Canon 600D neutralere Aufnahmen lieferte. Je nach verwendetem Objektiv variierten allerdings die Aufnahmen. So belichtrete die Nikon mit dem 18-200 mm hell, mit dem 24-70 mm dagegen Canon-ähnlich knapp - gesamthaft eine etwas starke Streuung.

Die Aufnahmen der Canon zeigen in kontrastreichen Bildbereichen zum Bildrand hin stets einen leichten Farbsaum. Dieser ist deutlich in Weitwinkelstellung aber auch bei Normalbrennweite zu sehen und mindert auch den Schärfeeindruck.

Punkto Schärfe ist die Canon einen Tick besser, wobei das 18-135 mm sich dem 18-55 mm überlegen zeigt. Die Nikon-Bilder wirken allgemein etwas weicher, vor allem mit dem 18-200 mm sind sie etwas sehr soft, wobei die Detailwiedergabe darunter nicht leidet. Durch nachträgliche Schärfung erreichen die Aufnahmen das Niveau der Canon mit ihrer etwas höheren Sensorauflösung.

Die Nikon D5100 erlaubt bei einer Grundempfindlichkeit von ISO 100 eine Anhebung der Empfindlichkeit bis ISO 6400 sowie durch Push-Stufen eine zusätzliche Steigerung auf bis zu ISO 25600.

Wie üblich sollte man diese Push-Stufen meiden. Hier sind Rauschen und die Gegenmassnahmen so stark, dass jegliche Detailzeichnung verloren geht. Bei ISO 25600 stören dann zusätzlich farbige Flecken als Folge des Farbrauschens.

Aufnahmen mit niedrigem ISO-Wert sind ausgesprochen rein und glatt, wobei die Körnigkeit durch das Helligkeitsrauschen kontinuierlich zunimmt, aber bis und mit ISO 800 kaum auffällt. Darüber wird es deutlicher, stört aber noch nicht. Erst bei ISO 6400 beginnen Kanten im Bildmotiv auszufransen, die Detailzeichnung wird beeinträchtigt, bleibt aber gerade noch erhalten.

Ähnlich schaut es bei der Canon EOS 600D aus. Bei ISO 100 bis 400 wirken homogene Flächen im Bild glatt und gleichmässig. Auch bei ISO 800 liefert die Canon noch schöne Bilder, wobei sich in dunklen Bildbereich bereits das Farbrauschen ankündigt, das bei höheren ISO-Werten dann stets auffälliger als bei den Bildern der Nikon ist.

Bei niedrigen ISO-Werten sind die Bilder beider Kameras weitgehend gleichwertig, wenngleich die Canon Bilder ein klein wenig schärfer ausfallen.

Jenseits von ISO 800 sind dann die Bilder der Nikon besser, d.h. weniger durch Helligkeits- und Farbrauschen beinträchtig, und wirken schärfer.