21. Mai 2012 | seit 1999
TESTBERICHT
Seite 5 / 5

Kompakt mit Profiambitionen

Test Canon PowerShot G11

Was wir schätzen und was wir vermissen

Das Handling der G11 ist sehr gut, obwohl es die eine oder andere erwähnte Schwachstelle gibt. Sinnvoll wäre sicher noch eine zweite konfigurierbare Taste

Ähnliches gilt auch für den Funktionsumfang. Es ist gut, einen optischen Sucher zu haben, doch ist der Durchblick sehr beengt (Tunnel). Ausserdem zeigt er nur 77 Prozent des Sucherbildes und ist so eher ein Visier denn ein richtiger Sucher.

Während die geringere Fotoauflösung Vorteile verspricht, ist die geringe VGA-Auflösung von Videos enttäuschend. Für eine Kamera in dieser Leistungsklasse und zu dem eher hohen Preis (Listenpreis 989 Franken) dürfte man jedoch HD-Video erwarten. Ärgerlich ist zudem, dass wie bei vielen anderen Fotoapparaten, das Zoomen während einer Videoaufnahme nicht beziehungsweise nur per Digitalzoomfunktion möglich ist.

Vermisst haben wir Einstellmöglichkeiten für den Bildstil anstelle der etwas tiefer im Menü liegenden Einstellung "Farbton".

Im Bild

Für eine Kompaktkamera liefert die G11 beeindruckende Bilder, die freilich nicht mit Fotos aus einer Spiegelreflex konkurrieren können. Die Bildschärfe ist gut und fällt zum Rand kaum ab. Die optimale Schärfe erreicht die Kamera um Blende F/4,0. Bei höheren ISO-Werten geht die Detailwiedergabe zunehmend verloren. Das Rauschen ist in der Grundempfindlichkeit sehr gering und selbst bei 400 ISO sind die Bilder noch rauschfrei, wenngleich sie bereits etwas "körnig" wirken.

An kontrastreichen Stellen lassen sich die einen oder andere Farbsäume erblicken. Feine kontrastreiche Texturen weisen zudem leichte Farbstörungen auf. Das Objektiv zeigt im Weitwinkelbereich eine tonnenförmige Verzeichnung und generell eine leichte Randabschattung.

Die Aufnahmen gefallen mit neutralen, knackigen Farben.

Fazit

Die Canon PowerShot G11 ist derzeit eine der besten Kompaktkameras und dürfte anspruchsvolle Fotografen durch Handling, Funktionsumfang und Bildqualität am ehesten zufrieden stellen.

STECKBRIEF
Modell:
PowerShot G11
Preis:
898.00 CHF
Hersteller:
Jahrgang:
2009
Vertrieb:
Masse:
112,1 × 76,2 × 48,3 mm
Gewicht:
355 kg
Farbe:
schwarz
Auflösung:
10 MPx
Aufnahmedistanz:
1 cm (bei Weitwinkel)
Bildformate:
4:3
Bildsensor:
1/1,7-Zoll-CCD-Sensor
Brennweite:
28-140 mm (35 mm KB)
Datenformat:
JPG, RAW (CR2), MOV (H.264 + Linear PCM mono)
Digitalzoom:
4x
Empfindlichkeit ISO:
100 bis 3200
LCD Monitor:
2,8" (7,11 cm) schwenkbar, 461'000 px
Objektiv:
6,1-30,5 mm, f:2,8-4,5
Optisches Zoom:
6x
Pixel:
3648 x 2736
Schnittstelle:
USB 2.0 Hi-Speed (mini B), HDMI (Mini), AV
Speichermedien:
SD/SDHC
Verschlusszeit:
1/4000s bis 15s
Videoaufnahme:
640 x 480 px, 320 x 240 px, je 30 fps, max 60 min
WEITERE ARTIKEL

Pure Pixelgigantomanie?

Test Nikon D800 / D800E

Die Nikon D800 und die D800E sind zwei funktionsreiche Spiegelreflexkameras, die sich u.a. durch einen 36 Mpx-Vollformatsensor auszeichnen. Doch was taugen sie?

Schnelle Serienbilder

Sony SLT-A37

Die neue Digitalkamera SLT-A37 von Sony erleichtert allen Foto-Amateuren den Einstieg in die semi-professionelle Fotografie.

Hohe Lichtstärke

Objektiv AF-S NIKKOR 28mm 1:1,8G

Das AF-S NIKKOR 28mm 1:1,8G ist eine Ergänzung zur Palette der Nikon-FX-Format-Festbrennweiten und bietet eine neue optische Konstruktion mit hoher Lichtstärke

WEITERE TESTBERICHTE

Mauerblümchen

Test Canon Legria HF M41 - HD-Camcorder

Für qualitativ gute Videos benötigt man immer noch einen separaten Camcorder. Mit dem HF M41 bietet Canon ein Consumermodell an. Doch ist es konkurrenzfähig?

Einstieg in die DSLR-Welt

Test Canon EOS 600D vs Nikon D5100

Die jüngsten Spiegelreflexkameras der beiden führenden DSLR-Hersteller bieten modernste Ausstattung für relativ wenig Geld. Wir vergleichen beide Modelle.

Videotaugliche Spiegelreflex

Test Canon EOS 7D

Spiegelreflex- und Videokamera in einem - die Canon EOS 7D machts möglich und eröffnet damit neue Dimensionen.

Anzeige
Wettbewerb
MARKTPLATZ