17. April 2014 | seit 1999
TESTBERICHT
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Neue High End-Generation

Test: Meridian Sooloos Control 15

State of the Art-Jukebox

„The System works like a jukebox“, so zu lesen in den „Fragen und Antworten“ auf der Meridian Webseite. Ja dann mal los. Wie man eine Jukebox handhabt, weiss ich ja bereits von meinen portablen Musikspendern. Wie ein richtiger Konsument, das heisst also ohne die Bedienungsanleitung zu studieren, baue ich mein Meridian System bestehend aus Control 15 und den DSP 3200 Aktivboxen von Meridian auf.

Also erst mal meine Lieblings-SACD von Harmonia Mundi mit dem Guarneri Trio Prag in den Player und los geht's. Ich weiss, dass das Laufwerk leider die hochauflösenden DSD-Tracks nicht lesen kann, wohl aber den CD-Layer und erwarte kein Klangwunder. Doch mit dem sofortigen Abspielen dieser Disk will es nicht klappen, denn auf dem Display werde ich erst mal nach den Album-Informationen gefragt. Ja aber.. aber... ? Ich will doch nur mal so die CD abspielen...! Wo ist denn die verflixte Play-Taste?  Doch das Control 15 besteht darauf : Infos reingeben oder Dienstverweigerung.

Dann die Erleuchtung: Das Laufwerk dient nur zum Rippen und kann nicht zum simplen Abspielen benutzt werden. Dann wird halt erst mal gerippt, und zwar, da momentan kein Internetanschluss vorhanden ist, im Offline-Modus. Also werden so auf die Schnelle mal rudimentär einige Daten reingeschrieben und dann wird gerippt. Nach einigen Minuten ist die CD auf der Festplatte, was auf dem Display, allerdings ohne das originale Booklet, angezeigt wird. Das ist mir aber dann doch zu mager und ich organisiere ein relativ langes Ethernet-Kabel zu meinem Router. Jetzt geht's ganz elegant und wie man sich das von einer echten Jukebox gewohnt ist: Während des Rippens holt sich das Control 15 alle Daten samt CD-Cover aus dem Netz.

Da ein Klangvergleich von CD ab Laufwerk und CD ab Festplatte nicht möglich ist, wird erst mal die CD abgehört. Die Klangqualität ist natürlich entscheidend von der Qualität der DSP 3200 Aktivboxen mitgeprägt. Ein ausführlicher Test über die Meridian DSP 3200 folgt später bei avguide.ch.

Der Klang einer State of the Art-Jukebox

Was nun zu hören ist, entschädigt mich über die ersten Fruste hinweg. Ja, dieser Klang ist absolut begeisternd und ich stelle fest:

1: Die kompakten DSP 3200 passen perfekt in meinen eher kleinen Abhörraum und klingen – wenigstens in diesem Raum -  weitaus besser als diverse grosse Systeme.
2: Wenn es derart gut klingt, muss auch die Quelle top sein.

Der Klang erscheint, wie man so schön sagt, mit „analogem“ Charakter, also frei von jeglichen „digitalen Härten“. Streicher haben den charakteristischen feinen Schmelz und die Stimme Rebecca Pidgeons erscheint charaktervoll und glockenrein. Der Bassbereich reicht ganz gewiss nicht bis in den tiefsten Frequenzkeller, doch ist er weitaus präziser als bei allen in diesem Raum gehörten Bassreflexboxen.  Zudem ist die Anlage kein Kind von Traurigkeit und kann bei jazzig-rockigen Sound ganz tüchtig losfetzen.

Eine High End-Anlage für mittelgrosse und kleinere Räume mit ganz besonderem Charakter entsteht bei der Kombination des Control 15 mit den Meridian Aktivboxen DSP 3200.
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