21. Mai 2012 | seit 1999
TESTBERICHT
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Megazoom für die Hosentasche

Test Panasonic Lumix TZ10

Eckdaten

Wie erwähnt, liefert die TZ10 Fotos in einer Auflösung von 12,1 Megapixel. Tatsächlich steckt jedoch ein 14,5-Megapixel-Sensor in der Kamera, damit bei jedem der drei wählbaren Seitenformate (4:3, 3:2, 16:9) der Bildwinkel stets dem eines 25-300 mm-Kleinbildobjektivs entspricht. Das Zoom, dessen optische Brennweite effektiv 4,1-49,2 mm beträgt, weist eine Lichtstärke von f/3,3 in Weitwinkel- und f/4,9 in Telestellung auf. Das ist zwar nicht hoch, aber ordentlich für ein starkes Zoom in kompakter Bauweise.

Die Lichtempfindlichkeit kann automatisch oder manuell zwischen 80 und 1600 ISO eingestellt werden, was zwar nicht mehr zeitgemäss erscheint, aber bei Kompaktkameras nach wie vor üblich ist. Im Motivprogramm "Hohe Empfindlichkeit" kann sogar mit 3200 ISO fotografiert werden, wofür die Auflösung auf ein Viertel herunter geschraubt wird.

Fotos speichert die TZ10 ausschliesslich als JPEGs. Im Serienmodus schiesst die TZ10 bei maximaler Auflösung 2,3 Bilder pro Sekunde, schafft aber je nach gewählter Qualität nur 5 oder 3 Fotos unmittelbar nacheinander. Das ist nicht gerade berauschend. Mit dem Motivprogramm "schnelle Serie" sind in reduzierter Auflösung von 3 Mpx (im 4:3-Format) dann immerhin 6 oder gar 10 Fotos pro Sekunde und dabei maximal 100 kontinuierliche Aufnahmen möglich.

Gefilmt wird mit der TZ10 vorzugsweise in der kleinen HD-Auflösung 720p (1280 x 720 px) und mit 30 Bildern pro Sekunde. Maximal 29 Minuten und 59 Sekunden kann an einem Stück aufgezeichnet werden. Als Aufzeichnungsformate stehen das klassische Motion-JPEG für 720p und für kleinere Auflösungen sowie das moderne platzsparende AVCHD-Lite-Format in verschiedenen Qualitätsstufen zur Wahl.

Betriebs- und Belichtungsmodi

Auf der Kameraoberseite befindet sich das Modusrad, mit dem der gewünschte Betriebsmodus bestimmt wird. Zur Wahl stehen die klassischen Belichtungsautomatiken ("P", "A", "S"), ein manueller Belichtungsmodus ("M"), der intelligente Automatikmodus ("iA") mit Motiverkennung sowie mehrere Positionen für Motivprogramme (Scene Modes). Eine eigene Position für Videoaufnahmen vermisst man, denn dafür gibt es auf der Rückseite eine separate Aufnahmetaste. Unter "SCN" (kurz für Scene Modes) kann eines von 29 Motivprogrammen gewählt werden. Darunter hat es Klassiker wie Porträt, Landschaften und Sport, aber auch effektvolle, die Personen schlanker machen oder  Fotos gleich mit grafischen Bilderrahmen versehen. Nur einige dieser Motivprogramme können übrigens auch für Videoaufnahmen genutzt werden.

Zwei der bevorzugten Motivprogramme lassen sich übrigens unter den Positionen "MS1" und "MS2" (My Scene Mode) ablegen und können so rasch übers Modusrad aktiviert werden. Nicht nur das gewünschte Belichtungsprogramm, sondern eine Menge weiterer Einstellungen (z.B. Weissabgleich, Seitenformat) lassen sich übrigens als einer von drei Custom-Modes abspeichern und mit der Position "CUST" über das Modusrad aktivieren.

Manuelle Belichtung

Für versierte Fotografen gibt es auch einen manuellen Belichtungsmodus ("M"), um Verschlusszeit und Blendenöffnung gezielt einzustellen. Dabei hilft ein Assistent in Form einer Lichtwaage. Die Lichtwaage verschwindet allerdings nach 10 Sekunden und lässt den Fotografen im Unklaren über die Wirkung seiner Einstellungen, zumal das Sucherbild stets gleich hell bleibt und nicht die Belichtungseinstellung simuliert.

Ausserdem stehen nur wenige Blendenzwischenstufen zur Verfügung, da sich die Blende lediglich bis zum Wert f/6,3 schliessen lässt. Höhere Blendenwerte als f/8,0 machen bei den kleinen Fotosensoren in Kompaktkameras ohnehin wenig Sinn, da es durch die physikalische Beugung zu einem Schärfeverlust kommt. Immerhin steht der ganze Zeitenbereich von 60 Sekunden bis zu einer 1/2000 Sekunde Belichtungszeit zur Verfügung. Videoaufnahmen sind im M-Modus zwar möglich, werden aber leider trotzdem vollautomatisch belichtet. Alles in allem ist also der Nutzen des M-Modus recht eingeschränkt. Zudem ist er umständlich zu bedienen. Wurde das Modusrad auf "M" gestellt, muss erst noch die Exposure-Taste gedrückt werden, um Blende oder Zeit zu aktivieren.

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