16. Dezember 2017 | seit 1999
TESTBERICHT
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Die filigrane Tempesta 17

Ein Druckkammertreiber mit elliptischem Hornvorsatz sorgt bei der Tempesta 17 für Unmittelbarkeit in der Wiedergabe.

Die Blumenhofer Tempesta 17 ist ein schlanker Zweiweg-Lautsprecher für mittelgrosse Räume. Bei der ersten Begegnung entlockt sie einem gleich ein "Wow", denn sie sieht einfach umwerfend aus. Grund ist das sensationell schöne Holzfurnier; bei unserem Testexemplar eine betörende Versuchung aus hellem europäischen Apfelholz. Dazu kommt eine absolut makellose Verarbeitung.

Die leichte Neigung der Schallwand bringt die akustischen Zentren der beiden Schallwandler auf eine gemeinsame vertikale Linie, wodurch Abstrahlfehler auf der Zeitachse vermieden werden. Im Mittel-/Hochtonbereich arbeitet ein Druckkammertreiber mit einer spiralförmigen Öffnung, dem ein elliptischer Hornvorsatz aufgesetzt ist. Ein richtiges Sahnestück.

Im Bassbereich setzt man aus den vorhergehend erwähnten Gründen auf ein konventionelles Bassreflexsystem. Unterhalb der natürlichen Grenzfrequenz des Chassis erzeugt das System aus Gehäuse und Treiber so eine zusätzlich Resonanz, die den Bassbereich unterstützt. Die Nachteile von Bassreflexsystemen sind ihre Trägheit und die Verzögerung (Gruppenlaufzeitfehler) bei tiefen Frequenzen. Das steht etwas im Kontrast zur Schallschnelle des Druckkammertreibers im Hochtonbereich. Die Reflexöffnung befindet sich über einen Schacht im Gehäuseboden, was unerwünschte Strömungsgeräusche gut bedämpft.

Die Weiche ist mit wenigen Elementen einfach aufgebaut. Sämtliche Verbindungen sind ganz ohne Platine frei verlötet.

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