23. Januar 2018 | seit 1999
TESTBERICHT
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Eine ungewöhnliche Technologie

Einblicke in den IS Reference: Man erkennt zwei der vier Leistungstransistoren auf einem einfachen Kühlkörper.

Man muss schon etwas in die Tiefe gehen, um zu begreifen, was die Leute bei Lavardin antreibt. Kurz gesagt geht es um die Vermeidung eines Effekts, den man als "Memory Distortion" bezeichnet. Bildlich beschrieben sollen sich Elektronen in einem Halbleiter aus Silizium nicht im gleichen Mass frei und ungehindert bewegen wie im Vakuum einer Elektronenröhre. Sie hinterlassen gemäss Hersteller Spuren, den man sich als eine Art Speicher-Effekt oder Brems-Effekt vorstellen kann.

Dieser Effekt bewirke, dass sich Elektronen quasi immer in denselben Spuren bewegen, und das wiederum soll die Ursache dafür sein, dass Röhrenverstärker punkto Natürlichkeit schöner klingen. Die Frage bleibt allerdings offen, wie man das mit Transistoren so hinbekommt, wie es die Röhren tun: ohne Memory-Effekt.

Das Ganze enthält wohl eine philosophische Komponente. Der Schöpfer dieser Geräte spricht hier nur gerade das Problem an. Die Lösung bleibt verborgen, denn darüber wird nicht gesprochen. Es reicht aber aus, die Spannung zu erhöhen, denn schliesslich ist es ja das Resultat, das uns interessiert.

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