21. Mai 2012 | seit 1999
TESTBERICHT
Seite 2 / 3

Genussobjekt

Test Sennheiser RS 180 Funkkopfhörersystem

HiFi

Samt statt Kunstleder erhöht den Tragekomfort wesentlich

Der RS 180 ist voll auf Highest Fidelity getrimmt. Für die Funkübertragung wurde ebenfalls das bewährte Kleer-Prinzip gewählt, doch wurden auf Home Entertainment Gimmiks wie Bassanhebung und Surround Sound Simulation verzichtet: Die Musik soll unsere Gehörgänge möglichst unverfälscht erreichen.

Der Sender des RS 180 ist gleich konstruiert, weist jedoch zwei wesentliche Differenzen auf. Zum einen wurden auf der Frontseite der Bass- und der Surround-LED-Schalter mit einem ALC (=Automatic Level Control) LED-Schalter ersetzt. Ich empfand die ALC-Wirkung je nach Klangquelle beinahe wie die altehrwürdige Loudness Control, doch lag ich damit völlig daneben. ALC ist ein dynamischer Kompressor, der die Lautstärke ausnivelliert mit dem Ziel, die Sprache verständlicher zu machen, sollte also für Musikgenuss eher nicht verwendet werden, sondern nur, wenn der Kopfhörer z.B. für individuelles Fernsehen eingesetzt wird.

Zum anderen finden wir auf der Rückseite zwei zusätzliche Cinchbuchsen mit der Bezeichnung Line Out. Diese finden Verwendung, wenn der RS 180 Sender in eine bestehende Verbindung zwischen der Audioquelle und einem weiteren Gerät (z.B. zwischen Vor- und Endstufe) eingefügt werden soll. Deshalb liegt dem Gerät zusätzlich ein Adapter 3,5 mm Klinkenbuchse auf 2 Cinch-Stecker bei (erfreuliche Detailpflege).

Balance

Funktionswechsel: Balance statt Surround und Bass

Am Kopfhörer selber hat sich (was die Taster betrifft) wenig geändert. Wo beim RS 170 Bass und Surround Simulation ein- und ausgeschaltet wurden, kann man nun die Balance (links und rechts) anpassen. Glücklicherweise bewirkt ein Druck auf beide Tasten gleichzeitig ein Reset, um die korrekte Mittenposition wieder herzustellen.

Für die Lautstärketasten gilt, was ich schon beim RS 170 bemerkte: Das «Erfühlen» der kleinen Tasten war für mich auch nach längeren Versuchen nicht befriedigend.

Übersicht zu diesem Artikel
Seite 1:
Seite 2:
Seite 3:
WEITERE ARTIKEL

Ein Hauch von Luxus

Test Philips Fidelio L1

Das neue Kopfhörer-Topmodell L1 läuft unter dem Fidelio-Label, welches hochentwickelte und aufwendig gefertige Produkte aus dem Hause Philips kennzeichnet.

Für Android optimiert

Philips Android Sortiment

Diesen Frühling führt Philips seine Strategie hinsichtlich Zubehör für Android-basierte Geräte fort und ergänzt sein Line-up u.a. um die Dockingstation AS351.

LTE funkt dazwischen

Neue Frequenzen für drahtlose Mikrofone

Drahtlose Mikrofone können ab 1. Januar 2013 nicht mehr im Frequenzband 790 – 862 MHz betrieben werden, da dieses Band für Mobilfunkdienste freigegeben wurde.

WEITERE TESTBERICHTE

Megabass im Mikroformat

Test Sennheiser IE80 und IE8i

Im Doppeltest: Die Ohrkanalhörer IE80 und IE8i von Sennheiser. Sie punkten mit guter Lärmisolation und kräftiger Basswiedergabe.

Auffälliges Doppel

Test Sennheiser HD 439 und HD 449

Im Test: Zwei geschlossene, ohrumschliessende Kopfhörer der HD 400-Serie von Sennheiser. Konzipiert für zuhause und unterwegs.

Funk für Fortgeschrittene

Test Sennheiser RS 220 Funkkopfhörersystem

Das neue Flaggschiff der Sennheiser Funkkopfhörerpalette heisst RS 220. Die unkomprimierte Klangübertragung überzeugt auch den audiophilen Nutzer.

Anzeige
Wettbewerb