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9. August 2002
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AOL und das Musikportal Listen.com sowie zwei Dutzend weitere grosse Webradio-Anbieter wollen gegen die Entscheidung des US-Kongresses über Lizenzgebühren für Musiksendungen im Internet klagen. Unterstützt wird ihr Vorgehen von der Online-Händlervereinigung Digital Media Association. Deren Chef Jo Potter sagte zur Begründung, die Existenz Tausender kleiner Internet-Stationen hänge von dem Beschluss ab. Der US-Kongress hatte Ende Juni beschlossen, dass Webradios pro gesendetem Musikstück und pro Hörer 0,07 US-Cent an die Musikindustrie zahlen müssen.

James H. Billington, Leiter der Library of Congress, hatte die Entscheidung für die neuen Abgaben laut Nachrichtendienst ddp mit dem Digital Millennium Copyright Act (DMCA) begründet. Der DMCA regelt in den USA seit Oktober 1998 die Wahrung von Urheberrechten im digitalen Zeitalter und stellt Verstösse, etwa das Knacken des Kopierschutzes von Audio-CDs, unter Strafe. Zu den großen Klägern gehören außer AOL und Listen.com noch Radio Free Virgin, Live365, Onion River Radio und RadioStorm. Die Klage ist nicht der erste Widerstand, auf den die Abgaben-Entscheidung des US-Kongresses und der Copyright Office trifft. Im Juli hat die National Association of Broadcasters (NAB) gemeinsam mit einer Gruppe von Webradios gegen die Abgabe berufen.
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