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29. Januar 2002
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Der Aktienkurs des an der Frankfurter Börse notierten zahlungsunfähigen Unterhaltungselektronik-Konzerns Schneider Technologies ist am Montag ins Bodenlose gefallen. Das Papier gab bis in die späten Vormittagsstunden um 80 Prozent nach und hielt bei 0,55 Euro. Das Unternehmen sowie dessen Töchter Schneider Electronics und Schneider Laser Technologies wollen einen Insolvenzantrag bei den zuständigen Amtsgerichten in Memmingen und Gera stellen.

Der zusätzliche Finanzbedarf für Entwicklung, Restrukturierung und Fortführung des operativen Geschäftes konnte nicht sichergestellt werden, gab das Unternehmen als Grund für die Pleite an. Man bewege sich in einem "stark fragmentierten und insgesamt rückläufigen Markt, der durch massiven Wettbewerbsdruck gekennzeichnet ist".

"Nur eine breitere Finanzbasis würde es erlauben, den Wachstumskurs weiter zu verfolgen und das Restrukturierungskonzept mit Erfolg umzusetzen", erklärte Vorstand Ralf Adam. Im Bereich Laser sei es nun nicht mehr möglich, trotz Einführung der Laser-Display-Technologie im Profimarkt den kommerziellen Durchbruch zu schaffen, sowie den Consumer-Laser zur Marktreife zu bringen. Schneider ist nach eigenen Angaben der weltweit einzige Anbieter der Laser-Display-Technologie. 700 Beschäftigte - sie erwirtschafteten im Vorjahr einen Konzernumsatz von rund 235 Mio. Euro - sind betroffen. Schneider Technologies firmierte bis zum Jahr 2000 unter Schneider Rundfunkwerke AG.